BlitzHeute ist werbefinanziert, und alle Inhalte auf der Website sind als Werbung zu betrachten.

Besetzung von Der Nachname

Besetzung von Der Nachname

Es gibt Filme, die sich selbst keine großen Fragen stellen. Der Nachname aus dem Jahr 2022 – die Fortsetzung des überraschend erfolgreichen Komödienabends Der Vorname – gehört zu dieser Kategorie: eine Abendgesellschaft, ein Familienstreit, ein Name als Zündschnur. Regisseur Sönke Wortmann versammelt erneut ein handverlesenes Ensemble deutschsprachiger Kinostars in einer Berliner Wohnung und lässt sie aneinandergeraten. Das Konzept funktioniert als Genrekino – es stellt aber auch die Frage, ob die Besetzung von Der Nachname wirklich das Beste aus diesem Stoff herausholt oder ob hier vor allem auf bewährte Gesichter gesetzt wird, die ein breites Publikum verlässlich ins Kino locken.

Die Antwort ist, wie so oft, vielschichtig.

Die Besetzung von Der Nachname – zwischen Anspruch und Konvention

Wer sich die Der Nachname Besetzung genauer anschaut, begegnet einem Phänomen, das im deutschen Mainstreamkino verbreitet ist: Man arbeitet mit dem, was funktioniert hat. Christoph Maria Herbst, Florian David Fitz, Caroline Peters, Justus von Dohnányi – das sind Namen, die im deutschsprachigen Kino und Fernsehen Verlässlichkeit signalisieren. Keine schlechte Ausgangslage, aber auch keine, die besonders risikofreudig wirkt.

Was den Der Nachname Cast von vielen vergleichbaren Produktionen unterscheidet, ist immerhin das Kammerspiel-Format: Die Beschränkung auf einen einzigen Abend, einen Raum, eine eskalierte Unterhaltung. Das verlangt von den Schauspielerinnen und Schauspielern echte Präsenz, Timing und die Fähigkeit, subtile Verschiebungen in den Beziehungen sichtbar zu machen. Und genau hier zeigen sich die Stärken – und die Grenzen – dieses Ensembles.

Das Casting ist handwerklich kompetent, stellenweise sogar klug. Es fehlt jedoch an Überraschungen. Die Rollen sind so zugeschnitten, dass die Besetzten sie mit geschlossenen Augen spielen könnten – was manchmal nach geschlossenen Augen aussieht. Die Frage nach Repräsentation, nach Charaktertiefe jenseits des Komödienschemas, nach sozialer Diversität: Diese Fragen stellt der Film selbst nicht wirklich. Und das sagt etwas über die Produktionslogik, der er folgt.

Tabelle der Besetzung mit Bewertung

Schauspieler Rolle Bewertung Kommentar
Christoph Maria Herbst Stephan 7/10 Gewohnt präzises Komödiantentiming, gelegentlich zu sehr im Autopilot-Modus
Florian David Fitz René 6/10 Solide, aber die Figur lässt wenig Raum für echte Tiefe
Caroline Peters Anna 7/10 Stärkste Frauenrolle, bringt Nuancen in eine manchmal schematische Figur
Janina Uhse Elisabeth 5/10 Funktional, bleibt aber merkwürdig konturlos
Justus von Dohnányi Thomas 6/10 Verlässliche Charakterdarstellung, die Figur selbst ist jedoch zu vorhersehbar
Iris Berben Dorothea 7/10 Souveräne Präsenz, bringt echtes Gewicht in die späten Szenen

Die Hauptdarsteller im Fokus

Christoph Maria Herbst als Stephan

Christoph Maria Herbst ist in Deutschland ein Garant für komödiantische Qualität – und das ist sowohl sein größtes Asset als auch sein kleinstes Problem. Als Stephan spielt er den intellektuell selbstgewissen, leicht arroganten Familienpatriarch, der sich im Laufe des Abends zunehmend demontiert sieht. Die Rolle liegt ihm wie ein zweites Kostüm: Er kennt diese Figur, er liebt sie, und man merkt das.

Was Herbst besonders gut gelingt, sind die Momente, in denen die Fassade kurz bricht – ein unsicheres Zögern, ein schlecht verdecktes Erschrecken über sich selbst. Hier zeigt der Der Nachname Schauspieler sein eigentliches Können. Weniger überzeugend sind die Szenen, in denen der Film von ihm nur Reaktionskomik verlangt: Da wirkt er routiniert, aber nicht lebendig.

Bewertung: 7/10

Florian David Fitz als René

René ist die Figur, die den Abend ins Kippen bringt – und Florian David Fitz bringt dafür eine natürliche Leichtigkeit mit, die dem Film gut tut. Er ist überzeugend als jemand, der bewusst provoziert, der Konventionen herausfordert, aber letztlich selbst in Widersprüche verstrickt ist.

Das Problem liegt weniger beim Schauspieler als bei der Figur: René bleibt im Verlauf des Films erstaunlich eindimensional. Seine Provokationen folgen einem vorhersehbaren Muster, und die emotionale Entwicklung, die man sich von dieser Rolle wünschen würde, bleibt aus. Fitz gibt dem Charakter so viel Wärme, wie das Drehbuch erlaubt – aber das Drehbuch ist hier nicht besonders großzügig.

Bewertung: 6/10

Lesen Sie auch den Artikel über die Besetzung von Es ist zu deinem Besten – einem ähnlich gelagerten deutschen Familienkomödienfilm.

Caroline Peters als Anna

Caroline Peters ist die stärkste Präsenz in diesem Ensemble. Anna ist die Figur, die zwischen den Fronten steht und dabei die komplexeste emotionale Reise durchläuft – zumindest andeutungsweise. Peters spielt das mit einer Zurückhaltung, die im Kontext dieser lauten Komödie fast revolutionär wirkt.

Sie lässt Ambivalenz zu. Sie zeigt eine Frau, die mehr denkt als sie sagt, die ihre eigene Komplizenschaft in den Dynamiken des Abends bemerkt. Das ist keine kleine Leistung in einem Format, das oft nach breiteren Gesten verlangt. Hier wäre mehr möglich gewesen – sowohl vom Drehbuch als auch von der Regieentscheidung, diese Figur auszubauen.

Bewertung: 7/10

Iris Berben als Dorothea

Iris Berben betritt den Film spät – und das ist eine der klügeren Entscheidungen in der Der Nachname Besetzung. Ihre Dorothea bringt eine andere Temperatur mit: ruhiger, distanzierter, aber mit einer Schärfe, die die anderen Figuren in neue Positionen zwingt.

Berben verfügt über eine Bühnenökonomie, die man selten so deutlich spürt. Sie braucht wenig, um viel zu sagen. In einem Film, der stellenweise zu sehr auf Lautstärke setzt, ist das wohltuend.

Bewertung: 7/10

Janina Uhse als Elisabeth

Elisabeth ist die Figur, bei der man sich am meisten fragt, was das Casting eigentlich beabsichtigt hat. Sie ist jung, sie ist neu in der Familienrunde – und sie bleibt erstaunlich blass. Janina Uhse spielt die Rolle technisch korrekt, aber die Figur selbst gibt ihr wenig zu tun.

Das ist ein Repräsentationsproblem, das über die Besetzung hinausgeht: Elisabeth könnte eine interessante Perspektive von außen einbringen, eine Stimme, die die eingefahrenen Dynamiken des Abends kommentiert. Stattdessen funktioniert sie hauptsächlich als Katalysator für andere Charaktere.

Bewertung: 5/10

Justus von Dohnányi als Thomas

Thomas ist der ruhige Gegenpol zu Stephans Selbstdarstellung – und Justus von Dohnányi besetzt diese Nische mit gewohnter Präzision. Er ist der verlässliche Charakterdarsteller, der einen Raum nicht dominiert, sondern strukturiert.

Die Schwäche liegt auch hier in der Figurenanlage: Thomas ist zu sehr der „vernünftige Mann”, als dass er wirklich interessant werden könnte. Sein innerer Konflikt bleibt angedeutet, nicht ausgearbeitet.

Bewertung: 6/10

Mehr über ähnliche Ensembleproduktionen finden Sie im Artikel über die Besetzung von Französisch für Anfänger.

Nebenrollen und ihre Bedeutung für die Dynamik

Der Film ist vom Prinzip her ein Kammerspiel, was bedeutet: Es gibt keine klassischen Nebenrollen im filmischen Sinn. Alle anwesenden Figuren sind Teil der Ensembledynamik. Dennoch gibt es Charaktere, die funktional bleiben – die dazu da sind, die Hauptfiguren in Szene zu setzen, ohne selbst wirklich Tiefe zu entwickeln.

Das ist ein strukturelles Problem, das die Besetzung von Der Nachname letztlich nicht lösen kann. Starke Schauspielerinnen und Schauspieler in schwachen Rollen können die Lücken füllen – aber sie können das Drehbuch nicht umschreiben. Die Momente, in denen das Ensemble wirklich als Gruppe funktioniert, sind die stärksten des Films. Die Momente, in denen einzelne Figuren isoliert komödiantisch bedient werden, sind die schwächsten.

Besonders auffällig: Die Frauen in diesem Film – trotz kompetenter Besetzung – haben insgesamt weniger Raum für genuine Charakterentwicklung. Anna und Dorothea bilden Ausnahmen, aber das Grundgefüge des Films folgt einer recht traditionellen Vorstellung davon, wessen Widersprüche dramaturgisch zählen.

Filmografie – Entwicklung oder Wiederholung?

Eine kurze Betrachtung der Filmografien der Hauptdarsteller offenbart ein Muster, das für die Der Nachname Schauspieler insgesamt charakteristisch ist.

Christoph Maria Herbst

  • Seit Stromberg in einem Typus gefangen, den er perfekt beherrscht: der eloquent-arrogante Mann, der sich selbst nicht so sieht.
  • Von Der Vorname zu Der Nachname ist keine erkennbare Entwicklung dieser Figur – es ist dieselbe Figur in einem neuen Abend.

Florian David Fitz

  • Hat in anderen Projekten (etwa als Autor und Regisseur) gezeigt, dass er mehr kann, als ihm hier abverlangt wird.
  • Seine Karriere weist eine interessante Bandbreite auf – Der Nachname schöpft davon wenig aus.

Caroline Peters

  • Vielleicht die Schauspielerin im Ensemble, die sich am deutlichsten künstlerisch entwickelt hat.
  • Ihre Arbeit im Theater, in Mord mit Aussicht und in Charakterrollen jenseits des Komödienfachs zeigt eine Tiefe, die in Der Nachname nur andeutungsweise zum Tragen kommt.

Iris Berben

  • Seit Jahrzehnten eine der präsentesten Darstellerinnen im deutschsprachigen Kino und Fernsehen.
  • Ihr Auftritt hier ist solide, aber kein Höhepunkt einer langen Karriere.

Das Risiko bei diesem Ensemble ist Typecasting – das Einsetzen von Schauspielerinnen und Schauspielern in Rollen, die ihrem öffentlichen Image entsprechen, statt in Rollen, die sie herausfordern.

Funktioniert die Besetzung als Ensemble?

Die eigentliche Stärke der Besetzung von Der Nachname liegt in den Momenten, in denen das Ensemble wirklich interagiert – wenn nicht einzelne Schauspieler ihren Komödiantenmoment haben, sondern wenn die Figuren aufeinander reagieren, sich gegenseitig überraschen, sich widersprechen.

Davon gibt es im Film genug, um ihn unterhaltsam zu machen. Die Chemie zwischen Herbst und Fitz funktioniert gut – es gibt eine Spannung zwischen ihren Figuren, die plausibel wirkt. Peters und Berben zusammen sind der stärkste Moment des Films, auch wenn er zu kurz ist.

Was fehlt, ist ein echtes Gefühl von Geschichte zwischen diesen Menschen. Das Ensemble wirkt – trotz formaler Kompetenz – gelegentlich wie Kolleginnen und Kollegen, die gemeinsam einen guten Abend haben, weniger wie Menschen, die sich wirklich kennen und schmerzhaft aneinander gebunden sind. Das ist ein Unterschied, den man spürt, auch wenn man ihn nicht direkt benennen kann.

Einen vergleichenden Blick auf eine weitere deutsche Komödienbesetzung bietet der Artikel über die Besetzung von Lissi und der wilde Kaiser.

Zwischen Anspruch und Realität – was diese Besetzung über aktuelle Produktionen verrät

Es wäre unfair, Der Nachname an Maßstäben zu messen, die er selbst nie anlegen wollte. Aber genau darin liegt das eigentliche Problem: Ein Film, der bewusst auf Anspruch verzichtet, wird zum Symptom einer Produktionskultur, die Risiken scheut.

Die Besetzung von Der Nachname ist exemplarisch für eine deutsche Filmlandschaft, die – besonders im Komödienbereich – auf bewährte Namen, bekannte Gesichter und erprobte Konstellationen setzt. Das ist verständlich aus einer Produktions- und Marketinglogik heraus. Es ist weniger verständlich aus einer künstlerischen.

Fragen nach Repräsentation – nach Diversität im Cast, nach Figuren jenseits des weißen, akademisch geprägten Bürgertums, nach Beziehungsmodellen abseits des Heteronormativen – stellt dieser Film nicht. Das ist keine moralische Anklage, aber es ist eine Beobachtung: Was ein Film über eine Familienrunde, die über Namen und Identitäten streitet, über die Konstruiertheit von Identität sagen könnte, lässt Der Nachname weitgehend ungenutzt.

Stattdessen liefert er komödiantisch kompetentes Kino mit einem Cast, der handwerklich gut ist und emotional selten überrascht. In einer Zeit, in der Streamingproduktionen formal immer mutiger werden, wirkt diese Art von Film – trotz Kinostart – wie Fernsehkino mit Ambitionen, die nicht ganz eingelöst werden.

Häufig gestellte Fragen zur Besetzung von Der Nachname

Wer spielt in Der Nachname die Hauptrollen?

Die Hauptrollen in Der Nachname spielen Christoph Maria Herbst als Stephan, Florian David Fitz als René, Caroline Peters als Anna, Justus von Dohnányi als Thomas, Janina Uhse als Elisabeth und Iris Berben als Dorothea. Die Besetzung von Der Nachname setzt damit auf bekannte Gesichter des deutschsprachigen Kinos.

Ist die Besetzung von Der Nachname dieselbe wie in Der Vorname?

Teilweise ja – Christoph Maria Herbst, Florian David Fitz, Caroline Peters und Justus von Dohnányi sind bereits aus dem Vorgänger Der Vorname bekannt. Neu hinzugekommen sind unter anderem Iris Berben und Janina Uhse.

Welche Schauspieler überzeugen am meisten in Der Nachname?

Aus analytischer Sicht liefern Caroline Peters und Iris Berben die nuanciertesten Leistungen. Christoph Maria Herbst punktet mit präzisem Timing, bleibt aber stellenweise zu sehr in einem vertrauten Modus. Die Der Nachname Schauspieler insgesamt sind handwerklich kompetent.

Lohnt sich Der Nachname für Fans der deutschen Komödie?

Wenn man Der Vorname mochte, wird man Der Nachname als solide Fortsetzung erleben. Wer tiefere Charakterzeichnung oder unerwartetes Casting erwartet, könnte leicht enttäuscht werden. Als leichtes, gut gespieltes Abendprogramm funktioniert der Film.

Hat der Film Schwächen bei der Repräsentation?

Das ist eine berechtigt kritische Beobachtung: Der Der Nachname Cast spiegelt ein sehr homogenes soziales Milieu wider. Figuren jenseits des bildungsbürgerlichen Spektrums kommen kaum vor. Das schränkt die gesellschaftliche Relevanz eines Films, der eigentlich über Identität und Zugehörigkeit sprechen könnte, merklich ein.

Wo kann man Der Nachname streamen?

Der Nachname ist unter anderem bei Amazon Prime Video, Apple TV und RTL+ verfügbar sowie auf weiteren Plattformen – eine ausführliche Übersicht bietet beispielsweise werstreamt.es.

Mehr Beiträge

Besetzung von High Potential

Besetzung von High Potential

Es gibt Serien, die man von vornherein einordnen kann. High Potential ist eine davon – und gleichzeitig auch wieder nicht. Die US-amerikanische Krimiserie, die seit

Besetzung von Evil Dead Rise

Besetzung von Evil Dead Rise

Evil Dead Rise (2023) gehört zu jenen Horrorfilmen, die sich ausschließlich durch ihre Figuren definieren – oder zumindest möchte Lee Cronins Neuinterpretation des Evil-Dead-Franchise das

Besetzung von American Horror Stories

Besetzung von American Horror Stories

Was passiert, wenn eine der erfolgreichsten Horror-Anthologie-Serien der letzten Jahre einen Ableger bekommt – und dieser Ableger mit einem Cast aufwartet, der teils vertraut, teils

Besetzung von Gotham

Besetzung von Gotham

Es gibt Serien, die mit dem Gewicht eines Mythos starten – und genau das ist das Problem. Gotham, die Fernsehserie von Bruno Heller, die von

Senden Sie uns eine Nachricht