Es gibt Geschichten, die sich hartnäckig halten – nicht weil sie zeitlos sind, sondern weil das Unterhaltungssystem sie immer wieder aufgreift, poliert und als etwas Neues verkauft. Disneys Realverfilmung von Snow White aus dem Jahr 2025 ist ein solches Projekt: groß budgetiert, medial vieldiskutiert und mit einem Cast besetzt, der sowohl Neugier als auch Skepsis weckt. Die Frage ist nicht, ob der Film funktioniert – sondern ob er das tut, was er zu versprechen scheint: das klassische Märchen mit frischen Augen zu erzählen. Die Besetzung von Snow White 2025 gibt dabei einige Antworten, wirft aber mindestens genauso viele neue Fragen auf.
Die Besetzung von Snow White 2025 – zwischen Anspruch und Konvention
Wenn ein Studio wie Disney eine seiner ikonischsten Figuren neu besetzt, ist der Erwartungsdruck enorm. Die Snow White 2025 Besetzung spiegelt genau diesen Druck wider: Sie ist kalkuliert, repräsentationsbewusst und gleichzeitig erstaunlich konventionell in ihrer Logik. Man hat sich sichtlich bemüht, etwas anderes zu machen – und ist dabei manchmal doch in vertraute Muster zurückgefallen.
Rachel Zegler in der Titelrolle ist zweifellos das interessanteste Element des Casts. Sie bringt Energie, Stimme und eine gewisse Unbekümmertheit mit, die der Figur gut steht. Und doch: Die Frage, ob ihre Snow White wirklich eine neue Erzählung trägt oder lediglich ein altes Kleid in neuen Farben ist, bleibt offen. Gal Gadot als Böse Königin ist eine Besetzung, die auf den ersten Blick einleuchtet – und auf den zweiten nachdenklich stimmt. Gadot bringt Präsenz, aber ob diese Präsenz Tiefe ersetzt, ist eine andere Geschichte.
Was frisch wirkt: Die bewusste Entscheidung, das Ensemble diverser zu gestalten, ist keine Tokenism-Geste, sondern durchaus konsequent umgesetzt. Was vorhersehbar bleibt: Die dramaturgischen Grundstrukturen des Originals werden kaum wirklich herausgefordert – und damit auch nicht die Rollenmuster, die sie produzieren.
Tabelle der Besetzung mit Bewertung
| Schauspieler | Rolle | Bewertung | Kommentar |
|---|---|---|---|
| Rachel Zegler | Snow White | 7/10 | Charismatisch und stimmlich stark, aber die Figur bleibt in ihrer Entwicklung seltsam flach |
| Gal Gadot | Die Böse Königin / Evil Queen | 5/10 | Optisch imposant, schauspielerisch an der Oberfläche – Bedrohlichkeit bleibt Behauptung |
| Andrew Burnap | Jonathan | 6/10 | Solide, aber eine Figur, die das Drehbuch offensichtlich eingebaut hat, um „frischer” zu wirken |
Hinweis: Alle in dieser Tabelle aufgeführten Schauspieler und Rollen basieren auf öffentlich zugänglichen und verifizierten Informationen zur Snow White 2025 Besetzung. Weitere Rollen wurden aufgrund fehlender verlässlicher Quellen nicht aufgenommen.
Die Hauptdarsteller im Fokus
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Rachel Zegler als Snow White
Rachel Zegler ist – das muss man anerkennen – keine Fehlbesetzung. Die kolumbianisch-amerikanische Schauspielerin, die mit West Side Story (2021) auf sich aufmerksam machte, bringt eine natürliche Wärme mit, die der Figur der Snow White gut tut. Ihr Gesang ist makellos, ihre Bühnenpräsenz unbestreitbar. Und dennoch: Die Figur, die sie spielt, stellt sie vor eine strukturelle Herausforderung, die kein Schauspieler allein lösen kann. Snow White ist und bleibt eine Figur, die – trotz modernisierter Dialogzeilen – im Wesentlichen durch Ereignisse definiert wird, nicht durch eigene Entscheidungen. Zegler kämpft hörbar dagegen an, aber das Drehbuch lässt sie selten wirklich gewinnen. Was bleibt, ist eine Darstellung, die charmiert, ohne wirklich zu fordern.
Was funktioniert: Die emotionalen Momente, die Musiknummern, die Natürlichkeit im Ausdruck.
Was fehlt: Eine Figur, die wirklich handelt – nicht nur reagiert.
Bewertung: 7/10
Gal Gadot als die Böse Königin
Die Besetzung Gal Gadots als Antagonistin ist symptomatisch für eine bestimmte Art von Hollywood-Logik: Man wählt jemanden, der aussieht wie eine Königin, und hofft, dass die Optik die Arbeit erledigt. Gadot ist zweifellos imposant – ihre Erscheinung, ihre Haltung, ihre Art, einen Raum zu füllen. Aber Bedrohlichkeit ist mehr als Ästhetik. Die großen Schurkinnen der Filmgeschichte – Meryl Streep in Der Teufel trägt Prada, Cate Blanchett in unzähligen Rollen – sind gefährlich, weil man ihre innere Logik versteht, weil man ihnen auf einer unangenehmen Ebene folgen kann. Gadots Böse Königin bleibt ein Bild. Schön gerahmt, aber leer dahinter. Das ist kein alleiniges Versagen der Schauspielerin – es ist auch ein Drehbuchproblem. Aber in Kombination entsteht eine Antagonistin, die man fürchten soll, ohne wirklich zu verstehen, warum.
Was funktioniert: Die visuelle Wirkung, einzelne Szenen mit starker Bildsprache.
Was fehlt: Psychologische Tiefe, ein nachvollziehbares Motiv jenseits der Oberflächlichkeit.
Bewertung: 5/10
Andrew Burnap als Jonathan
Jonathan ist eine Figur, die nicht im Original vorkommt – und das macht ihn zum interessantesten Indikator dafür, wohin die Filmemacher diese Geschichte treiben wollten. Andrew Burnap besetzt die Rolle mit solidem Handwerk und einer gewissen Zurückhaltung, die der Figur zugute kommt. Er ist kein klassischer Märchenprinz, und das ist bewusst so gewählt. Aber genau hier liegt das Problem: Die Figur ist so sehr damit beschäftigt, nicht das Klischee zu sein, dass sie manchmal vergisst, eine eigene Persönlichkeit zu entwickeln. Burnap macht das Beste daraus – er ist glaubwürdig, geerdet, und bringt eine menschliche Note in eine Geschichte, die zu Überhöhung neigt. Ob die Figur als Ganzes funktioniert, ist mehr eine Frage des Drehbuchs als seiner Leistung.
Was funktioniert: Zurückhaltende, glaubwürdige Präsenz.
Was fehlt: Ein wirklicher Charakter mit eigenem Gewicht in der Handlung.
Bewertung: 6/10
Nebenrollen und ihre Bedeutung für die Dynamik
Die Snow White 2025 Schauspieler in den Nebenrollen sind – und das ist interessant zu beobachten – in gewisser Weise das Herzstück des Films. Die sieben Zwerge, in dieser Version neu interpretiert und durch CGI-Technologie umgesetzt, sind ein eigenes Kapitel: Ihre Darstellung hat vor dem Filmstart für erhebliche Diskussionen gesorgt, und sie bleiben auch nach Erscheinen des Films ein ambivalentes Element. Die Entscheidung, keine Schauspieler mit Kleinwuchs zu besetzen, sondern auf digitale Überarbeitung zu setzen, ist aus Repräsentationsperspektive schwer zu verteidigen – auch wenn die Produktionsseite andere Argumente ins Feld führte.
Was die menschlichen Nebenrollen betrifft: Sie erfüllen ihre narrative Funktion, ohne besonders im Gedächtnis zu bleiben. Das ist weder ein schlechtes Zeichen noch ein besonders gutes – es ist das Kennzeichen eines Ensembles, das hierarchisch organisiert ist und die Hauptdarstellerinnen nie wirklich herausfordert oder ergänzt auf eine überraschende Weise.
Filmografie – Entwicklung oder Wiederholung?
Einen Überblick über weitere aktuelle Filmproduktionen und deren Besetzungen finden Sie auch in unserem Artikel über die besten Filme 2026.
Rachel Zegler
- West Side Story (2021) – gelobt von Kritikern, mit einem Golden Globe ausgezeichnet
- Snow White (2025) – zweite große Hauptrolle in einer Studioproduktion
Rachel Zegler hat mit West Side Story einen bemerkenswerten Einstieg in die Filmwelt gemacht. Snow White ist ihre zweite große Hauptrolle in einer Studioproduktion. Die Frage, die sich stellt: Wird sie in einem Typus festgehalten – die junge, charismatische Sängerin im Kostümfilm – oder hat sie die Möglichkeit, sich davon zu emanzipieren? Basierend auf dem, was in Snow White 2025 zu sehen ist, ist die Antwort noch offen. Das Potenzial ist unverkennbar. Die Rahmenbedingungen lassen es noch nicht vollständig entfalten.
Gal Gadot
- Wonder Woman (2017) – internationale Bekanntheit als Superheldin im DC-Universum
- Snow White (2025) – Rolle als Antagonistin / Böse Königin
Gal Gadot ist seit ihrer Besetzung als Wonder Woman (2017) in einem merkwürdigen Karrieremuster gefangen: Sie spielt starke Frauen, die mehr Symbol als Charakter sind. Snow White setzt dieses Muster fort. Es ist keine künstlerische Entwicklung, eher eine Variation desselben Themas.
Andrew Burnap
- Broadway und renommierte Bühnenauftritte – handwerklich solide Theatererfahrung
- Snow White (2025) – erste große Kinorolle als Jonathan
Andrew Burnap kommt aus dem Theater und bringt diese handwerkliche Solidität mit in den Film. Ob Hollywood ihn als das sehen wird, was er ist – ein ernster Schauspieler mit Tiefe – oder ihn in das nächste konventionelle Rollenmuster drängen wird, bleibt abzuwarten.
Funktioniert die Besetzung als Ensemble?
Das ist die entscheidende Frage bei jedem Film, der auf einer Geschichte basiert, in der Beziehungen die Handlung tragen. Und hier ist die Antwort ehrlich gesagt: teilweise.
Die Dynamik zwischen Zegler und Gadot funktioniert auf einer oberflächlichen Ebene gut – der Kontrast zwischen der warmherzigen Protagonistin und der kalten Antagonistin ist visuell und energetisch spürbar. Aber die emotionale Tiefe dieser Beziehung bleibt unausgeschöpft. Man spürt den Konflikt, ohne ihn wirklich zu fühlen.
Die Verbindung zwischen Zegler und Burnap ist angenehm, menschlich, nie unangenehm übertrieben – aber auch nie wirklich berührend. Es ist eine Beziehung, die man akzeptiert, ohne sich für sie zu interessieren.
Als Ensemble wirkt der Snow White 2025 Cast wie ein sorgfältig zusammengestelltes Mosaik, dessen Teile alle für sich funktionieren, aber nicht immer zu einem überzeugenden Bild zusammenwachsen.
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Die Besetzung von Snow White 2025 ist ein Symptom einer breiteren Tendenz im gegenwärtigen Hollywood-Kino: der Gleichzeitigkeit von echtem Repräsentationswillen und struktureller Konservativität. Man besetzt diverser, man stellt andere Körper, Hintergründe und Perspektiven ins Zentrum – und erzählt dann doch im Wesentlichen dieselben Geschichten mit denselben Mechanismen.
Das ist keine Kritik an den einzelnen Schauspielerinnen und Schauspielern – sie arbeiten mit dem Material, das ihnen gegeben wird. Es ist eine Kritik an einem System, das Repräsentation als Marketingstrategie begreift und Authentizität als ästhetisches Merkmal, nicht als narrative Verpflichtung.
In einer Zeit, in der Streaming-Kultur und globale Marktlogik die Produktionsentscheidungen dominieren, ist Snow White 2025 kein Ausreißer – es ist ein Spiegel. Und dieser Spiegel zeigt uns etwas, das wir vielleicht noch nicht ganz sehen wollen: dass Diversität im Cast allein keine Geschichte verändert. Dafür braucht es Drehbücher, die den Menschen, die diese Rollen spielen, wirklich etwas zumuten – und zutrauen.
Häufig gestellte Fragen zur Besetzung von Snow White 2025
Wer spielt Snow White in Snow White 2025?
Rachel Zegler übernimmt die Titelrolle. Die amerikanisch-kolumbianische Schauspielerin und Sängerin ist seit ihrer Hauptrolle in Steven Spielbergs West Side Story (2021) bekannt und bringt starke musikalische Qualitäten in die Rolle mit.
Wer spielt die Böse Königin in Snow White 2025?
Gal Gadot spielt die Antagonistin. Die israelische Schauspielerin, bekannt als Wonder Woman in den DC-Filmen, setzt auf visuelle Präsenz – ob das für eine vollständig überzeugende Schurkin reicht, ist Ansichtssache.
Ist die Besetzung von Snow White 2025 gelungen?
Das hängt davon ab, welchen Maßstab man anlegt. Einzelne Leistungen sind solide bis gut – besonders Zegler sticht hervor. Als Ensemble bleibt der Cast jedoch hinter seinem Potenzial zurück, auch weil das Drehbuch nicht immer die Tiefe liefert, die die Schauspieler bräuchten.
Lohnt es sich, Snow White 2025 wegen des Casts zu sehen?
Rachel Zegler allein ist ein guter Grund – sie trägt den Film mit Energie und Stimme. Wer darüber hinaus nach charakterlicher Tiefe und schauspielerischer Komplexität sucht, könnte stellenweise enttäuscht werden.
Gibt es in Snow White 2025 neue Figuren, die nicht im Original vorkommen?
Ja – die Figur Jonathan (gespielt von Andrew Burnap) ist eine Neuerfindung für diese Verfilmung und soll eine modernere Liebesgeschichte ermöglichen. Ob das gelingt, ist eine der interessantesten Fragen des Films.
Was sagt die Besetzung von Snow White 2025 über aktuelle Casting-Trends aus?
Sie spiegelt einen Moment wider, in dem die Filmindustrie sichtbar diverser wird – bei gleichzeitig manchmal zögerlicher narrativer Erneuerung. Repräsentation im Cast ist ein Anfang, aber kein Ersatz für Geschichten, die wirklich neue Wege gehen.



