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Besetzung von Die Tollkühnen Männer in Ihren Fliegenden Kisten

Besetzung von Die Tollkühnen Männer in Ihren Fliegenden Kisten

Die tollkühnen Männer in ihren fliegenden Kisten (Originaltitel: Those Magnificent Men in Their Flying Machines or How I Flew from London to Paris in 25 Hours and 11 Minutes) ist so ein Film, der einem schon beim ersten Blick auf die Besetzungsliste ein Lächeln ins Gesicht treibt – und gleichzeitig die Frage aufwirft, wie viel von diesem Lächeln wirklich verdient ist. Die britische Filmkomödie aus dem Jahr 1965, inszeniert von Ken Annakin, erzählt von einem internationalen Wettflug von London nach Paris im Jahr 1910 – einer Zeit, in der Flugpioniere noch mit Abenteuerlust und technischem Wagemut die Lüfte eroberten. Das Drehbuch von Jack Davies liefert den Rahmen für einen bunten Reigen nationaler Stereotype, skurriler Charaktere und einem edwardianischen Flair, das zwischen liebevollem Humor und allzu bequemer Schubladenlogik pendelt.

Die Besetzung von Die Tollkühnen Männer in Ihren Fliegenden Kisten liest sich wie ein Who’s Who des internationalen Ensemblefilms der 1960er Jahre: Stuart Whitman, Sarah Miles, James Fox, Alberto Sordi, Robert Morley, Gert Fröbe, Jean-Pierre Cassel, Terry-Thomas, Irina Demick und Benny Hill – das sind Namen, die für sich sprechen. Aber sprechen sie auch miteinander? Und was verrät diese Besetzung über die Konventionen, die das Mainstreamkino der Ära pflegte – Konventionen, die wir heute mit anderen Augen betrachten sollten?

Die Besetzung zwischen Anspruch und Konvention

Wer sich die Besetzung von Die Tollkühnen Männer in Ihren Fliegenden Kisten heute anschaut, erkennt schnell das Produktionsprinzip dahinter: 20th Century Fox investierte in ein internationales Starensemble, um möglichst viele nationale Märkte gleichzeitig anzusprechen. Ein Franzose spielt den Franzosen, ein Italiener den Italiener, ein Deutscher den Deutschen. Das ist kalkuliert – und es ist ehrlich kalkuliert. Es gibt hier keinen Versuch, so zu tun, als würde es um etwas anderes gehen als um liebenswürdige Nationalstereotype, eingefasst in ein aufwendiges Produktionskostüm.

Das Erfrischende an diesem Casting ist gleichzeitig seine größte Schwäche: Die Schauspieler wurden offenkundig nach ihrer kulturellen Signalwirkung ausgewählt, nicht nach der Tiefe, die sie in ihre Rollen einbringen konnten. Ken Annakin wusste, was er wollte – und er hat es bekommen. Aber hat er dabei etwas verpasst?

Die positiven Überraschungen liegen oft in den Momenten, in denen die Darsteller ihre stereotype Funktion kurz verlassen und echte Komödiantik aufblitzen lassen. Terry-Thomas etwa liefert als zwielichtiger Sir Percy Ware-Armitage eine Leistung, die weit über bloßes Typecasting hinausgeht. Gert Fröbe zeigt als Oberst Manfred von Holstein eine Wärme, die man von einem deutschen Militärcharakter in einem britischen Spielfilm des Jahres 1965 nicht unbedingt erwartet hätte.

Weniger überzeugend ist das Casting dort, wo Frauen ins Spiel kommen. Sarah Miles als Patricia Rawnsley und Irina Demick in mehreren Rollen werden primär als Requisiten einer Männerwelt inszeniert – was vielleicht historisch „authentisch” für 1910 ist, aber in einer 1965er Produktion doch mit mehr Bewusstsein hätte behandelt werden können.

Lesen Sie auch den Artikel über die Besetzung von Das Fliegende Klassenzimmer 1954.

Tabelle der Besetzung mit Bewertung

Schauspieler Rolle Bewertung Kommentar
Stuart Whitman Orvil Newton 6/10 Sympathischer Protagonist, aber wenig überraschend – der idealisierte Amerikaner bleibt Typus
Sarah Miles Patricia Rawnsley 5/10 Charismatisch, aber die Rolle lässt ihr kaum Raum zur Entfaltung
James Fox Richard Mays 6/10 Solide britische Zurückhaltung – funktioniert im Ensemble, bleibt aber blass
Alberto Sordi Conte Emilio Ponticelli 7/10 Einer der stärksten im Cast – Sordi spielt mit echter Leichtigkeit und Timing
Robert Morley Lord Rawnsley 7/10 Herrlich selbstgefällig und präzise – Morley versteht sein Metier
Gert Fröbe Oberst Manfred von Holstein 7/10 Wider Erwarten warmherzig und komödiantisch nuanciert
Jean-Pierre Cassel Pierre Dubois 6/10 Galanter Charme, etwas vorhersehbar, aber solide Präsenz
Terry-Thomas Sir Percy Ware-Armitage 8/10 Der heimliche Star des Films – komödiantisch präzise und mit echter Boshaftigkeit
Irina Demick Verschiedene Rollen 5/10 Technisch kompetent, aber die Mehrfachrolle wirkt konzeptuell flach
Benny Hill Fire Chief Perkins 6/10 Kurze, aber vergnügliche Szene – Hill ist Hill, für mehr reicht die Screentime nicht

Die Hauptdarsteller im Fokus

Stuart Whitman als Orvil Newton

Stuart Whitman übernimmt die Rolle des amerikanischen Piloten Orvil Newton – und damit die des sympathischen Außenseiters, der in einem durch und durch europäischen Wettbewerb antritt. Whitman bringt körperliche Präsenz und einen zupackenden Optimismus mit, der zum Charakter passt. Aber genau darin liegt auch die Einschränkung: Orvil Newton ist weniger Figur als Funktion. Er repräsentiert den neuen Geist, die Unbeschwertheit der Neuen Welt – und Whitman füllt diese Funktion zuverlässig, ohne sie je zu hinterfragen oder zu erweitern.

Die Liebesgeschichte zwischen Newton und Patricia Rawnsley ist das romantische Herzstück des Films, aber sie entsteht mehr durch Drehbuchlogik als durch echte Chemie. Whitman und Miles wirken angenehm zusammen, aber die Leidenschaft, die den Wettflug dramatisch aufladen soll, bleibt merkwürdig gedämpft. Als Schauspieler zeigt Whitman eine solide Beherrschung des komödiantischen Timings, ohne jemals in Erinnerung zu bleiben.

Bewertung: 6/10

Sarah Miles als Patricia Rawnsley

Sarah Miles ist eine der interessantesten Schauspielerinnen ihrer Generation – und genau deshalb ist es umso bedauerlicher, was das Drehbuch von Jack Davies mit ihrer Figur anstellt. Patricia Rawnsley ist die Tochter des exzentrischen Lord Rawnsley (Robert Morley), der den Wettflug initiiert, und gleichzeitig das Objekt der Begierde mehrerer männlicher Teilnehmer. Sie ist klug, sie ist charmant – aber sie darf es kaum beweisen.

Miles gibt der Figur eine gewisse innere Kraft, die über das Geschriebene hinausgeht. In einzelnen Szenen ist zu spüren, dass hier eine Darstellerin am Werk ist, die mehr aus dem Material herausgeholt hätte, wenn man sie gelassen hätte. Stattdessen pendelt Patricia zwischen Preis und Zuschauerin – ein Muster, das 1965 schon nicht mehr unvermeidlich war.

Bewertung: 5/10

James Fox als Richard Mays

James Fox verkörpert den britischen Piloten Richard Mays mit der zurückhaltenden Eleganz, die man von einem gut erzogenen englischen Jungmann des Edwardianischen Zeitalters erwartet. Er ist der korrekte Gegenpart zu Whitmans hemdsärmeligen Amerikanismus – und in dieser Funktion ist er korrekt besetzt.

Das Problem: Fox ist zu korrekt. Mays wird als ernsthafter Konkurrent um Patricias Herz und den Wettflug etabliert, aber er hat zu wenige Momente echter Sprödigkeit oder Verletzlichkeit. Fox spielt die Rolle mit Disziplin, aber selten mit Überraschung.

Bewertung: 6/10

Alberto Sordi als Conte Emilio Ponticelli

Alberto Sordi ist einer der Glücksfälle dieses Films. Der italienische Schauspieler – daheim längst ein Superstar des Commedia-Genres – bringt als Conte Emilio Ponticelli eine Leichtigkeit und eine komödiantische Präzision mit, die den Film in seinen besten Momenten wirklich zum Leuchten bringen. Sordi versteht es, seinen Charakter zwischen Lächerlichkeit und Würde zu halten – eine Balance, die in einer solchen Ensemblekomödie schwerer zu erreichen ist, als sie aussieht.

Der Conte ist natürlich ein Klischee – der amouröse Italiener mit einem Auge für schöne Frauen und einem anderen auf den Siegespokal. Aber Sordi spielt dieses Klischee mit einer Selbstironie, die es erträglich und sogar liebenswert macht.

Bewertung: 7/10

Robert Morley als Lord Rawnsley

Robert Morley ist eine Institution des britischen Films – und seine Besetzung als exzentrischer Zeitungsmagnat Lord Rawnsley, der den Wettflug von London nach Paris ins Leben ruft, ist eine dieser Entscheidungen, bei denen man den Casting-Verantwortlichen aufrichtig loben möchte. Morley spielt Selbstgefälligkeit mit einer Präzision, die fast chirurgisch ist. Jede Geste, jeder Blick sitzt.

Lord Rawnsley ist der Katalysator des Films – ohne ihn gibt es keinen Wettflug, keine Geschichte. Morley verleiht dieser zentralen Funktion echtes komödiantisches Gewicht.

Bewertung: 7/10

Gert Fröbe als Oberst Manfred von Holstein

Gert Fröbe war ein Jahr vor diesem Film als Auric Goldfinger in Goldfinger zum internationalen Star geworden – und es wäre naheliegend gewesen, ihn hier als weiteren bedrohlichen Deutschen einzusetzen. Ken Annakin hat sich dagegen entschieden, und das ist gut so. Fröbes Oberst Manfred von Holstein ist jovial, militärisch korrekt und dabei herzerwärmend unbeholfen. Fröbe bringt eine überraschende Wärme in die Rolle, die dem Film gut tut und zeigt, dass er als Schauspieler weit mehr konnte als Schurken spielen.

Bewertung: 7/10

Terry-Thomas als Sir Percy Ware-Armitage

Terry-Thomas ist das Beste, was diesem Film passiert ist. Als Sir Percy Ware-Armitage – der unehrliche britische Aristokrat, der lieber sabotiert als fair konkurriert – liefert er eine Darbietung ab, die mit jeder Szene präziser und köstlicher wird. Terry-Thomas hatte ein einzigartiges Talent dafür, Hinterlist charmant zu verpacken, und hier nutzt er dieses Talent voll aus. Seine Mimik, sein Timing, seine unvergleichliche Art, Niederträchtigkeit mit Grandezza zu verbinden – das ist Schauspielkunst, die unterhält und dabei nie leer wirkt.

Bewertung: 8/10

Lesen Sie auch unsere Analyse der Besetzung von Lawrence von Arabien – einem weiteren Klassiker des internationalen Ensemblefilms aus derselben Ära.

Nebenrollen und ihre Bedeutung für die Dynamik

Jean-Pierre Cassel als französischer Pilot Pierre Dubois fügt der internationalen Besetzung von Die Tollkühnen Männer in Ihren Fliegenden Kisten eine weitere nationale Farbe hinzu – er ist galant, leichtfüßig und komödiantisch verlässlich. Cassel bringt das Pariser Flair, das der Film braucht, ohne dabei platt zu werden. Dennoch bleibt seine Figur funktional: Er ergänzt das Ensemble, gibt ihm europäische Breite, ohne selbst eine dramatische Eigenständigkeit zu entwickeln.

Benny Hill als Fire Chief Perkins hat kaum Screentime, nutzt sie aber mit dem konzentrierten Wahnsinn, den man von ihm erwartet. Es ist eine Gastrolle, die sich wie eine Reverenz an die britische Slapstick-Tradition anfühlt – und in dieser Eigenschaft funktioniert sie tadellos.

Irina Demick in mehreren Rollen ist konzeptuell die interessanteste Entscheidung des Films – eine Darstellerin als verschiedene Nationalitäten, als kommentierendes Spiegelbild des nationalen Klischee-Reigens. Leider bleibt das Konzept auf der Strecke, weil das Drehbuch die dramaturgischen Konsequenzen dieser Mehrfachbesetzung nicht wirklich ausschöpft. Demick selbst spielt kompetent, aber das Material lässt sie im Stich.

Filmografie – Entwicklung oder Wiederholung?

Betrachtet man die Filmografien der zentralen Darsteller, zeigt sich ein gemischtes Bild.

Terry-Thomas

  • I’m All Right Jack (1959)
  • School for Scoundrels (1960)
  • Die Tollkühnen Männer in Ihren Fliegenden Kisten (1965) – vielleicht seine beste Variation des britischen Snob-Typus

Terry-Thomas hatte in den 1950er und 60er Jahren eine Reihe ähnlicher Rollen als britischer Snob oder Schurke gespielt. Die Tollkühnen Männer in Ihren Fliegenden Kisten ist vielleicht seine beste Variation dieses Typus, aber die Entwicklung der Figur folgt einem bekannten Muster. Typecasting? Ja. Aber Typecasting auf Hochglanz.

Alberto Sordi

  • Ein Amerikaner in Rom (1954) – Etablierung als Meister des nationalen Selbstporträts
  • Die Tollkühnen Männer in Ihren Fliegenden Kisten (1965) – internationale Exportvariante seiner Commedia-Stärken

Alberto Sordi war in Italien der unbestrittene König der Commedia all’italiana. Der Conte Ponticelli ist in gewissem Sinne eine internationale Exportvariante dieser Figur: Sordi spielt das Klischee des Italieners für ein nicht-italienisches Publikum. Das ist eine Wiederholung seiner Stärken – aber eine, die er so souverän beherrscht, dass man ihr schwer widerstehen kann.

Gert Fröbe

  • Goldfinger (1964) – internationaler Durchbruch als Bösewicht
  • Die Tollkühnen Männer in Ihren Fliegenden Kisten (1965) – bewusste Erweiterung des Leinwandimages

Gert Fröbe nutzte die Rolle als Gelegenheit zur Erweiterung seines Leinwandimages. Nach Goldfinger drohte ihm das ewige Schubladendenken des internationalen Films. Die Tollkühnen Männer in Ihren Fliegenden Kisten zeigte, dass er auch anders konnte. Ob das die nachfolgenden Casting-Entscheidungen wirklich beeinflusst hat, ist eine andere Frage – das Kinobusiness neigt dazu, seinen Stars die bequemsten Schubladen zu erhalten.

Robert Morley

  • Die Tollkühnen Männer in Ihren Fliegenden Kisten (1965) – erneute Variation des britischen Exzentrikers mit Klasse

Robert Morley war ein Darsteller, der über Jahrzehnte dieselbe Rolle in immer neuen Kostümen spielte: den britischen Exzentriker mit Klasse. Das ist keine Kritik – es ist eine Beobachtung. Morley war gut in dem, was er tat, und er wusste es.

Funktioniert die Besetzung als Ensemble?

Die ehrliche Antwort ist: meistens ja, manchmal nein – und das ist vielleicht die ehrlichste Einschätzung, die man über die Besetzung von Die Tollkühnen Männer in Ihren Fliegenden Kisten geben kann.

Das Ensemble funktioniert am besten in den Szenen, in denen die nationalen Charaktere aufeinanderprallen und die Komödiantik aus dem Missverständnis entsteht – dem kulturellen, sprachlichen, charakterlichen Missverständnis. Hier erzeugt die Internationalität des Casts echten Mehrwert. Gert Fröbe und Terry-Thomas in derselben Szene, Alberto Sordi und Jean-Pierre Cassel als rivalisierend-joviale Freunde – das sind Konstellationen, die funktionieren.

Weniger überzeugend ist die romantische Ebene. Die Chemie zwischen Stuart Whitman und Sarah Miles ist angenehm, aber selten elektrisch. Man glaubt ihrer Verbindung, ohne sie zu fühlen – und das ist für das emotionale Herzstück eines Spielfilms eine merkliche Schwäche.

Das Ensemble als Ganzes wirkt wie ein gut zusammengestelltes Orchester, das ein Stück spielt, für das der Dirigent kluge Instrumentenkombinationen gewählt hat – aber das gemeinsame Atmen, das großen Ensemblefilmen ihre Seele gibt, ist nur stellenweise spürbar.

Zwischen Anspruch und Realität – was diese Besetzung über aktuelle Produktionen verrät

Es ist verlockend, einen Film wie Die Tollkühnen Männer in Ihren Fliegenden Kisten als harmloses Vergnügen der 1960er Jahre abzuhaken und weiterzugehen. Aber das wäre eine verpasste Gelegenheit zur Reflexion.

Das Casting-Prinzip hinter diesem Film – nationale Stereotype durch Stars der jeweiligen Länder repräsentieren lassen, um internationale Märkte zu bedienen – ist keine Erfindung von 1965 und auch keine Hinterlassenschaft. In der heutigen Streamingkultur begegnet uns dieselbe Logik, nur in neuem Gewand. Produktionsdruck und die Notwendigkeit, globale Algorithmen zu bedienen, führen zu ähnlichen Entscheidungen: Man besetzt erkennbare Namen, schafft erkennbare Typen, und hofft, dass die Summe ein funktionierendes Ganzes ergibt.

Was Die Tollkühnen Männer in Ihren Fliegenden Kisten dabei ehrlicher macht als manch aktuelle Produktion: Der Film gibt vor, etwas Ähnliches zu tun wie sein Sujet – Flugpioniere des Jahres 1910 ins Rennen zu schicken, offen, vergnügt, ohne tiefere Botschaft. Er täuscht keine Repräsentation vor, die er nicht liefert. Er bietet genau das, was er verspricht: einen bunten, aufwendigen, liebenswürdig eskapistischen Spielfilm von 138 Minuten Laufzeit.

Die Frage nach Repräsentation stellt sich bei diesem Film dennoch: Die Frauen – Sarah Miles, Irina Demick – sind in diesem Ensemble dekorativ positioniert. Das war 1965 kein Ausnahmefall, und die Kritik daran ist keine Nachträglichkeit, sondern eine Aufgabe des Filmgedächtnisses. Gutes Filmkritik-Handwerk bedeutet auch, solche Muster zu benennen – nicht um den Film zu verurteilen, sondern um das Muster im Blick zu behalten.

Was diese Besetzung letztlich über den Zeitgeist und über das Wesen des Ensemblefilms verrät: Wenn viele Talente zusammenkommen, entsteht nicht automatisch Tiefe. Es entsteht Unterhaltung – manchmal brillante Unterhaltung. Und das ist, bei aller Analyse, nicht nichts.

Einen Überblick über weitere sehenswerte Filme finden Sie in unserem Artikel über die besten Filme 2026.

Häufig gestellte Fragen zur Besetzung

Wer spielt in Die Tollkühnen Männer in Ihren Fliegenden Kisten die Hauptrollen?

Die Hauptrollen spielen Stuart Whitman als amerikanischer Pilot Orvil Newton, Sarah Miles als Patricia Rawnsley und James Fox als Richard Mays. Darüber hinaus umfasst die Besetzung ein breites internationales Ensemble mit Alberto Sordi, Robert Morley, Gert Fröbe, Jean-Pierre Cassel, Terry-Thomas, Irina Demick und Benny Hill.

Welcher Schauspieler überzeugt in der Besetzung von Die Tollkühnen Männer in Ihren Fliegenden Kisten am meisten?

Aus analytischer Sicht sticht Terry-Thomas als Sir Percy Ware-Armitage heraus – seine komödiantische Präzision und die Schärfe seiner Darstellung geben dem Film seinen besten Moment. Auch Alberto Sordi und Gert Fröbe hinterlassen bleibenden Eindruck.

Ist die Besetzung des Films repräsentativ für das Kino der 1960er Jahre?

Ja, sehr. Das Prinzip des internationalen Ensemblecasts, bei dem Schauspieler nationaler Stereotype besetzt werden, war ein gängiges Marketinginstrument von Großproduktionen wie jenen von 20th Century Fox. Die Besetzung von Die Tollkühnen Männer in Ihren Fliegenden Kisten ist in diesem Sinne ein lehrreiches Dokument seiner Zeit.

Lohnt sich der Film trotz der stereotypen Charaktere?

Ja – wenn man ihn als das nimmt, was er ist: eine aufwendige, gut gespielte Filmkomödie mit historischem Flair und einem Cast, der trotz seiner Schubladen echte Momente der Komödienkunst produziert. Die 138 Minuten Laufzeit fordern etwas Geduld, belohnen aber mit handwerklich solidem Unterhaltungskino.

Gibt es eine deutsche Synchronisation des Films?

Ja, der Film wurde ins Deutsche synchronisiert. Informationen zu den deutschen Synchronsprechern sind über die Synchronkartei zugänglich.

War Ken Annakin die richtige Wahl als Regisseur für diesen Cast?

Annakin hatte Erfahrung mit großen internationalen Ensembles und wusste, wie man ein solches Projekt zusammenhält. Ob ein anderer Regisseur mehr Tiefe aus dem Material geholt hätte, bleibt eine offene, interessante Frage – aber was Die Tollkühnen Männer in Ihren Fliegenden Kisten geworden ist, ist zweifellos sein Werk.

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