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Besetzung von The Kissing Booth 3

Besetzung von The Kissing Booth 3

Es ist Sommer 2021, Netflix veröffentlicht den dritten und letzten Teil seiner Jugendromantik-Trilogie – und irgendwo zwischen Strandkulissen, Abschiedstränen und College-Entscheidungen fragt man sich unweigerlich: Was leistet dieser Cast eigentlich wirklich? The Kissing Booth 3 basiert auf dem gleichnamigen Roman von Beth Reekles und führt die Geschichte von Elle Evans zu einem – angeblich – emotionalen Abschluss. Unter der Regie von Vince Marcello kehrt das bekannte Ensemble zurück, ergänzt um einige neue Gesichter. Die Produktion folgt dem bewährten Netflix-Rezept: attraktive Darsteller, vertraute Dynamiken, ein sicheres Publikum. Was dabei entsteht, ist ein Film, der mehr auf Wiedererkennung als auf Überraschung setzt – und ein Cast, der stellenweise mehr kann, als das Drehbuch ihm zugesteht.

Die Besetzung von The Kissing Booth 3 – zwischen Anspruch und Konvention

Wer sich die Besetzung von The Kissing Booth 3 genauer ansieht, findet ein Ensemble, das in weiten Teilen aus den Vorgängerfilmen bekannt ist. Das hat Vor- und Nachteile. Einerseits entsteht eine gewisse Vertrautheit, die für Fans der Trilogie funktioniert. Andererseits wirkt das Casting zunehmend wie eine Formel: jung, attraktiv, telegenic – und in der Charaktertiefe oft begrenzt.

Joey King, Joel Courtney und Jacob Elordi bilden erneut das Zentrum des Films. Alle drei haben seit dem ersten Teil erkennbar an Routine gewonnen, aber das Drehbuch lässt ihnen wenig Raum zur wirklichen Entwicklung. Interessanter ist da schon Taylor Zakhar Perez, dessen Figur Marco im dritten Teil weiter ausgebaut wird – mit gemischten Ergebnissen, die jedoch zumindest einen Hauch von Ambiguität in die Geschichte bringen.

Positiv überraschend: Maisie Richardson-Sellers als Chloe bringt eine Präzision in ihre Rolle, die im Kontext des Films fast fehl am Platz wirkt – im besten Sinne. Und Molly Ringwald, die als ikonische Figur der 80er-Jahre-Teenager-Romantik eine Nebenrolle übernimmt, ist eine bewusst nostalgische Casting-Entscheidung, die sowohl Charme als auch eine gewisse Selbstironie der Produktion signalisiert.

Das Ensemble bleibt insgesamt solide, selten aufregend – aber es gibt Momente, in denen einzelne Schauspieler mehr leisten, als der Film ihnen eigentlich abverlangt.

Tabelle der Besetzung mit Bewertung

Schauspieler Rolle Bewertung Kommentar
Joey King Elle Evans 6/10 Engagiert und präsent, aber die Rolle gibt wenig her für echte Entwicklung
Joel Courtney Lee Flynn 5/10 Sympathisch, funktional – bleibt jedoch blass im letzten Teil
Jacob Elordi Noah Flynn 6/10 Charismatisch, doch die Figur ist zu sehr Konstrukt als Charakter
Taylor Zakhar Perez Marco 7/10 Die interessanteste männliche Figur; Perez zeigt echte Nuancen
Maisie Richardson-Sellers Chloe 7/10 Elegant und präzise – in einer Rolle, die leider zu wenig Raum bekommt
Meganne Young Rachel 5/10 Solide, aber die Figur bleibt Beiwerk
Molly Ringwald Gastrolle 6/10 Nostalgisches Casting mit Selbstironie – mehr Symbol als Substanz

Lesen Sie auch den Artikel über die Besetzung von The Adam Project, einem weiteren Netflix-Film mit ähnlichem Produktionskontext.

Die Hauptdarsteller im Fokus

Joey King als Elle Evans

Joey King ist das Herz dieses Films – und das merkt man ihr auch an. Elle Evans ist die Protagonistin der gesamten The Kissing Booth-Trilogie, und King trägt diese Rolle mit einer Energie, die die Schwächen des Materials oft kaschiert. Im dritten Teil steht Elle vor einer Entscheidung: Geht sie mit ihrem Freund Noah Flynn nach Harvard oder bleibt sie mit ihrem besten Freund Lee Flynn in Los Angeles?

Das Problem liegt nicht bei King, sondern bei der Figur selbst. Elle ist eine Protagonistin, die sich über die drei Teile kaum wirklich entwickelt hat. Sie reagiert, sie schwankt, sie leidet – aber sie agiert selten mit einer Konsequenz, die über den romantischen Konflikt hinausgeht. King versucht, dieser Flachheit Leben einzuhauchen, und das gelingt ihr punktuell durchaus. Ihre emotionalen Szenen sind glaubwürdig gespielt, ihre Komik funktioniert. Aber man fragt sich, was aus dieser Darstellerin geworden wäre, hätte das Drehbuch ihr eine Figur mit echten inneren Widersprüchen gegönnt.

Interessant ist King auch als Person jenseits des Films: Ihre Arbeit in The Act zeigt, dass sie als Schauspielerin deutlich mehr kann als das, was das Kissing Booth-Universum von ihr verlangt. Hier wirkt sie manchmal wie jemand, der bewusst einen Gang zurückschaltet.

Bewertung: 6/10

Jacob Elordi als Noah Flynn

Jacob Elordi ist der klassische Traummann im Netflix-Gewand: groß, attraktiv, mit einem Anflug von Tiefe, der nie wirklich ausgeschöpft wird. Noah Flynn ist als Figur eine Konstruktion – er ist der perfekte Freund mit genau den richtigen Fehlern zur richtigen Zeit. Das ist kein Vorwurf an Elordi, sondern an das Konzept der Rolle.

Elordi selbst hat in diesem dritten Teil spürbar weniger Präsenz als in den Vorgängerfilmen – was strukturell bedingt ist, da die Story andere Schwerpunkte setzt. Wenn er in Szenen ist, zeigt er ein natürliches Charisma, das für diese Art von Romantik-Komödie ausreicht. Mehr aber auch nicht. Er wirkt an manchen Stellen leicht gelangweilt, was man als Method Acting deuten könnte – oder einfach als mangelnde Herausforderung.

Seine spätere Arbeit, etwa in Saltburn oder Priscilla, zeigt, wohin seine Karriere geführt hat – weit weg von den Flynn-Stränden. Das ist ein interessanter Kontrast: Wie ein Film wie The Kissing Booth 3 im Rückblick fast wie eine Fußnote wirkt in der Biografie eines Schauspielers, der sich gezielt anders positioniert hat.

Bewertung: 6/10

Joel Courtney als Lee Flynn

Joel Courtney spielt Lee Flynn, den besten Freund von Elle – und damit eine Figur, die eigentlich das emotionale Zentrum der Geschichte sein sollte. Die Freundschaft zwischen Elle und Lee ist das, was die Trilogie von einer einfachen Liebesgeschichte unterscheiden könnte. Leider verschenkt der Film dieses Potenzial zunehmend.

Courtney ist sympathisch und authentisch in seiner Darstellung, aber die Figur wird im dritten Teil auf ihre Funktion reduziert: Lee ist das Hindernis, das Elle von Noah fernhält. Das ist dramaturgisch schwach und tut dem Schauspieler keinen Gefallen. Courtneys beste Momente sind die leisen – wenn er Verwirrung oder Verletzlichkeit zeigt, wirkt das echt. Die große emotionale Entladung am Ende fühlt sich hingegen etwas aufgesetzt an.

Bewertung: 5/10

Taylor Zakhar Perez als Marco

Von allen Schauspielern in der Besetzung von The Kissing Booth 3 ist Taylor Zakhar Perez derjenige, der am meisten zu überraschen weiß. Marco ist die Figur, die der Geschichte echte Reibung verleiht – ein Gegengewicht zu Noah, das nicht nur auf Äußerlichkeiten beruht. Perez spielt diese Ambivalenz mit einer Leichtigkeit, die wohltuend ist.

Marco interessiert sich für Elle, ist aber kein Antagonist – er ist eine Möglichkeit, eine Frage, die die Protagonistin stellen könnte, wenn das Skript ihr erlauben würde. Perez versteht das und spielt seine Rolle mit einer offenen Verletzlichkeit, die in diesem Kontext fast kühn wirkt. Er ist der einzige der männlichen Hauptdarsteller, der seinen Charakter über den physischen Reiz hinaus entwickelt.

Bewertung: 7/10

Maisie Richardson-Sellers als Chloe

Maisie Richardson-Sellers spielt Chloe, Noahs Kommilitonin an der Harvard-Universität – und damit jene Figur, die in Teil zwei als potenzielle Bedrohung für die Beziehung etabliert wurde. Im dritten Teil wird Chloe rehabilitiert, was eine interessante Entscheidung ist.

Richardson-Sellers bringt eine Präzision in ihre Rolle, die auffällt. Sie spielt Chloe als jemanden mit eigener Würde und eigenem Willen – nicht als Anhängsel der Haupthandlung. Das ist mehr, als das Drehbuch eigentlich vorgesehen zu haben scheint. Ihr Spiel ist kontrolliert, intelligent und selten über-emotionalisiert. In einem Film, der zur Übertreibung neigt, ist das eine echte Qualität.

Schade, dass ihre Rolle strukturell begrenzt bleibt. Chloe hätte in den Händen einer ambitionierteren Produktion eine viel interessantere Figur sein können.

Bewertung: 7/10

Einen ähnlich strukturierten Blick auf ein romantisches Filmensemble bietet der Artikel über die Besetzung von Liebe braucht keine Ferien.

Nebenrollen und ihre Bedeutung für die Dynamik

Meganne Young als Rachel, Lees Freundin, ist eine der Rollen, die der Film formal braucht, aber inhaltlich kaum befüllt. Young spielt sie mit Wärme, aber die Figur ist zu sehr Requisite, um wirklich zur Dynamik beizutragen. Rachel existiert, um zu bestätigen, dass Lee ein liebenswerter Mensch ist – das ist eine dramaturgisch schwache Funktion für eine Nebenfigur.

Molly Ringwald in ihrer Gastrolle ist das interessanteste Casting-Signal des Films. Sie ist ein bewusster Verweis auf das Erbe der Teenager-Romantik-Komödie – auf John Hughes, auf die 80er, auf eine Ära, in der das Genre noch gesellschaftliche Relevanz beanspruchte. Ob man das als nostalgische Verbeugung oder als kalkulierten Charme-Schachzug liest, hängt vom eigenen Zynismus ab. Ringwald selbst spielt ihre Rolle mit der lockeren Selbstsicherheit einer Frau, die weiß, was sie hier tut – und warum.

Als Ensemble-Element funktioniert diese Besetzung vor allem dann, wenn die Figuren gemeinsam in entspannten Szenen interagieren – am Strand, bei Partys, in ruhigen Momenten. Es sind gerade diese Szenen, in denen man spürt, dass die Schauspieler ein echtes Verhältnis zueinander entwickelt haben. In den dramatischen Höhepunkten wirkt das Ensemble hingegen oft wie eine Summe von Einzelleistungen, nicht wie ein organisch gewachsenes Ganzes.

Filmografie – Entwicklung oder Wiederholung?

Joey King

  • The Kissing Booth-Trilogie
  • The Conjuring (Horrorfilmserie)
  • The Act

Jacob Elordi

  • The Kissing Booth-Trilogie
  • Euphoria
  • Saltburn
  • Priscilla

Taylor Zakhar Perez

  • The Kissing Booth 2
  • The Kissing Booth 3

Joel Courtney

  • The Kissing Booth-Trilogie

Joey King hat die Kissing Booth-Trilogie als Ausgangspunkt genutzt, um sich über The Act als ernsthafte Schauspielerin zu etablieren. Das ist eine kluge Karrierestrategie – aber es zeigt auch, wie sehr die Elle-Rolle immer mehr zum Kontrast zu ihren eigentlichen Ambitionen wurde.

Jacob Elordi hat sich nach dem Kissing Booth-Universum konsequent in Richtung Arthouse und komplexere Charakterstudien entwickelt. Im Rückblick wirkt seine Teilnahme an The Kissing Booth 3 wie ein bewusstes Abschließen mit einer Phase.

Taylor Zakhar Perez hat seine Rolle als Marco als Sprungbrett genutzt und spielt inzwischen in größeren Produktionen. Er ist einer jener Fälle, in denen das Mainstream-Casting tatsächlich als Karrierestart funktioniert hat.

Joel Courtney ist dagegen ein Beispiel dafür, wie stark Typecasting wirken kann. Seine Karriere ist eng mit diesem Franchise verknüpft, was eine ehrliche Frage aufwirft: Öffnet eine Trilogie wie diese Türen – oder schließt sie sie?

Einen vergleichbaren Blick auf Casting-Entscheidungen in einer Filmfortsetzung bietet auch der Artikel über die Besetzung von Eine zauberhafte Nanny 2.

Funktioniert die Besetzung als Ensemble?

Die ehrliche Antwort lautet: bedingt. Es gibt Szenen in The Kissing Booth 3, in denen die Chemie zwischen den Darstellern spürbar und lebendig ist – vor allem in den leichteren, komödiantischen Momenten. Joey King und Joel Courtney haben eine Freundschaftsdynamik entwickelt, die glaubwürdig wirkt. King und Elordi haben eine romantische Anziehungskraft, die funktioniert, auch wenn die Figuren selbst wenig Substanz bieten.

Weniger überzeugend ist das Ensemble in den dramatischen Konstellationen. Wenn emotionale Konflikte eskalieren, wirkt die Chemie manchmal konstruiert – als folgen die Schauspieler einem vorgegebenen Schema, anstatt wirklich zu interagieren. Das ist kein Problem des Casts allein, sondern auch des Drehbuchs, das Emotionen oft behauptet, statt sie zu entwickeln.

Die Besetzung von The Kissing Booth 3 funktioniert am besten als Ensemble im Modus der leichten Unterhaltung. Wer tiefere Bindungen erwartet, wird enttäuscht sein – und das ist letztlich ein strukturelles Problem der Produktion, nicht nur der einzelnen Darsteller.

Zwischen Anspruch und Realität – was diese Besetzung über aktuelle Produktionen verrät

The Kissing Booth 3 ist ein Produkt seiner Zeit und seines Mediums. Netflix-Produktionen in diesem Genre folgen einer spezifischen Logik: maximale Zugänglichkeit, minimales Risiko, kalkulierter Charme. Das spiegelt sich in der Besetzung wider. Es wurden Schauspieler gewählt, die attraktiv sind, Fanbasen haben und keine polarisierenden Elemente mitbringen.

Das ist eine Form von Kalkulation, die man kritisieren kann – sollte man sogar. Denn was dabei verloren geht, ist echte Repräsentation. Die Besetzung ist in weiten Teilen weiß und schmal, die Beziehungsdynamiken heteronormativ, die sozialen Strukturen weitgehend unkommentiert. Ein Film, der im Jahr 2021 erscheint, hätte die Möglichkeit gehabt, mehr zu wagen.

Interessant ist dabei die Rolle, die Streaming-Kultur bei solchen Entscheidungen spielt. Die Veröffentlichung auf Netflix bedeutet globale Sichtbarkeit – aber auch globalen Druck, niemanden zu verprellen. Das Ergebnis sind Produktionen, die sich bemühen, authentisch zu wirken, ohne tatsächlich Risiken einzugehen. Die Besetzung von The Kissing Booth 3 ist ein Symptom dieses Drucks: talentierte Schauspieler in Rollen, die sie zwar gut spielen, aber nicht wirklich fordern.

Das ist kein Vorwurf an die Darsteller. Es ist eine Beobachtung über ein System, das Sicherheit über Substanz stellt – und das sich fragt, ob das Publikum den Unterschied überhaupt bemerkt. Spoiler: Manches Publikum tut es.

Häufig gestellte Fragen

Wer spielt in The Kissing Booth 3 die Hauptrolle?

Die Hauptrolle der Elle Evans wird von Joey King gespielt. Sie ist die zentrale Figur der gesamten The Kissing Booth-Trilogie und trägt auch den dritten Teil maßgeblich.

Wer sind die wichtigsten Schauspieler in der Besetzung von The Kissing Booth 3?

Das Kernensemble besteht aus Joey King (Elle Evans), Jacob Elordi (Noah Flynn), Joel Courtney (Lee Flynn), Taylor Zakhar Perez (Marco) und Maisie Richardson-Sellers (Chloe). Molly Ringwald übernimmt eine Gastrolle. Auch Meganne Young als Rachel ist wieder dabei.

Lohnt sich The Kissing Booth 3 trotz der kritischen Bewertungen?

Das hängt von den Erwartungen ab. Wer leichte Unterhaltung in einer vertrauten Welt sucht und die Vorgängerteile mochte, wird seinen Frieden mit dem Film finden. Wer inhaltliche Tiefe, komplexe Charaktere oder gesellschaftliche Reflexion erwartet, wird enttäuscht sein. Der Film ist kompetent gemacht, aber selten mehr als das.

Hat sich die Besetzung gegenüber The Kissing Booth 2 verändert?

Das Kernensemble ist weitgehend identisch. Taylor Zakhar Perez und Maisie Richardson-Sellers hatten bereits in The Kissing Booth 2 Rollen, die im dritten Teil weiter ausgebaut wurden. Die Continuity des Casts ist eine bewusste Entscheidung, die dem Film Stabilität verleiht – aber auch Frische kostet.

Welcher Schauspieler überzeugt in The Kissing Booth 3 am meisten?

Aus analytischer Sicht stechen Taylor Zakhar Perez und Maisie Richardson-Sellers hervor. Beide bringen eine Nuancierung in ihre Rollen, die über die Anforderungen des Genres hinausgeht. Joey King ist solide und engagiert, aber das Potenzial der Hauptfigur bleibt letztlich unausgeschöpft.

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