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Frikadellenbrötchen mit Krautsalat – in 25 Minuten fertig

  • Gesamt25 Mindavon 15 Min Vorbereitung
  • Ergibt4 Brötchen
  • ArtSnackDeutsch

Frikadellen längs halbiert und in ein warmes Brötchen gelegt, dazu fein gehobelter Krautsalat, eine Sauce aus Schmand, Zitronenschale und Estragon, Rotkohl und Gewürzgurken. Ergibt vier Brötchen.

Frikadellenbrötchen mit Krautsalat, Rotkohl und Gewürzgurkenscheiben, zusammengehalten von einem Holzspieß

Frikadellenbrötchen sind längs halbierte Frikadellen in einem warmen Brötchen, dazu fein gehobelter Krautsalat, eine Sauce aus Schmand und Zitrone, eingelegter Rotkohl und Gewürzgurken. Vom Kühlschrank bis zum Teller sind es 25 Minuten.

Sind die Frikadellen schon gebraten, dauert das Ganze nur zehn. Genau dafür ist dieses Gericht gedacht: Frikadellen vom Vortag sind fester geworden und lassen sich sauber längs halbieren, ohne zu zerbröseln – frisch aus der Pfanne gelingt das seltener.

In Berlin heißt das Ganze Bulette im Brötchen, im Rheinland Frikadellenbrötchen, und an der norddeutschen Bäckertheke liegt es meist ohne Krautsalat. Der Krautsalat ist hier aber kein Beiwerk, sondern der Grund, warum das Brötchen nicht trocken wirkt. Das Rezept steht hier unten.

Frikadellenbrötchen mit Krautsalat

Vorbereitung15 Minuten
Kochzeit10 Minuten
Portionen4 Brötchen

Zutaten

  • 250 g Schmand oder Crème fraîche
  • Abgeriebene Schale von ½ Zitrone
  • 1 EL fein gehackter Estragon – oder 1 EL Sauce-béarnaise-Paste
  • Salz und Pfeffer
  • 200 g Weißkohl – gern gemischt mit Spitzkohl, Rotkohl und etwas Möhre
  • 4 Brötchen oder Burgerbrötchen
  • 4-8 Frikadellen – je nach Größe
  • 4 EL eingelegter Rotkohl
  • 6 Gewürzgurken – eingelegte rote Zwiebeln gehen auch

Zubereitung

  1. Schmand, Zitronenschale und Estragon zu einer Sauce verrühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken.
  2. Die Sauce kalt stellen, bis sie gebraucht wird – am besten eine Stunde.
  3. Den Kohl fein hobeln und die Möhre raspeln.
  4. Die Brötchen aufschneiden und im Toaster oder im Ofen aufbacken.
  5. Die Frikadellen in der Pfanne erwärmen, falls sie nicht frisch gebraten sind. Wer die Brötchen im Ofen aufbackt, gibt sie einfach mit hinein.
  6. Beide Brötchenhälften mit der Sauce bestreichen.
  7. Den Krautsalat auf den vier unteren Hälften verteilen.
  8. Die Frikadellen längs halbieren und auf den Krautsalat legen.
  9. Den eingelegten Rotkohl daraufgeben.
  10. Die Gewürzgurken der Länge nach in Scheiben schneiden und auf den Rotkohl legen.
  11. Die obere Hälfte auflegen und leicht andrücken.
  12. Nach Belieben einen Holzspieß durch das Brötchen stecken, damit alles zusammenhält.
Tipp: Die Sauce mindestens eine Stunde kalt stellen. Zitronenschale und Estragon ziehen durch, und die Sauce wird dicker und lässt sich besser streichen. Die Frikadellen unbedingt längs halbieren statt sie ganz einzulegen – halbierte Frikadellen rollen nicht heraus und haben die doppelte Kontaktfläche zur Sauce. Beide Brötchenhälften bestreichen: das Fett wirkt als Sperre, damit das Brötchen die Flüssigkeit aus dem Krautsalat nicht aufsaugt. Für die Lunchbox eignet sich ein Pitabrot besser, und die Sauce kommt dann in ein kleines Extradöschen und erst kurz vorher dran.

Schritt für Schritt

Illustration: Sauce für Frikadellenbrötchen aus Schmand mit abgeriebener Zitronenschale
1. Schmand, Zitronenschale und Estragon verrühren und abschmecken.
Illustration: Weißkohl wird auf einem Holzbrett fein gehobelt für Krautsalat
2. Den Kohl fein hobeln – gern Spitzkohl, Weißkohl und etwas Möhre.
Illustration: aufgeschnittene Brötchen werden im Toaster aufgebacken
3. Die Brötchen aufschneiden und im Toaster oder Ofen aufbacken.
Illustration: Frikadellen werden mit einem Messer längs halbiert
4. Die Frikadellen erwärmen und längs halbieren, damit sie liegen bleiben.
Illustration: Sauce wird auf das Brötchen gestrichen und Krautsalat daraufgegeben
5. Beide Hälften bestreichen und den Krautsalat auf der unteren verteilen.
Illustration: fertiges Frikadellenbrötchen mit einem Holzspieß zusammengehalten
6. Frikadellen, Rotkohl und Gurken auflegen, andrücken und den Spieß setzen.

Was gehört auf ein Frikadellenbrötchen?

Vier Dinge: Brötchen, Frikadelle, etwas Cremiges und etwas Saures. Alles andere ist Variante. Hier übernimmt die Sauce das Cremige, Gewürzgurke und Rotkohl das Saure, und der gehobelte Krautsalat sorgt für Biss.

Die Reihenfolge ist kein Zufall. Die Sauce muss an beiden Brötchenhälften liegen, denn dann saugt das Brötchen die Flüssigkeit aus dem Kohl nicht auf, während es auf dem Teller steht. Hier sind die Schichten von unten nach oben.

Schicht Was Warum genau dort
1 Untere Brötchenhälfte, aufgebacken Warmes Brot krümelt weniger und trägt die Füllung
2 Sauce Das Fett wirkt als Sperre gegen die Flüssigkeit aus dem Kohl
3 Krautsalat Liegt als Matratze unter dem Fleisch und gibt Biss
4 Frikadellen, längs halbiert Flache Flächen bleiben liegen, ganze Frikadellen rollen heraus
5 Eingelegter Rotkohl Süße und Säure direkt auf dem fetten Fleisch
6 Gewürzgurke in Längsscheiben Längs geschnitten rutschen die Scheiben nicht seitlich weg
7 Sauce und obere Hälfte Wird angedrückt, damit alles zusammenhält

Ein Holzspieß durch das Ganze hält das Brötchen auf dem Teller zusammen. Am einfachsten isst man es trotzdem mit Messer und Gabel.

Wie viele Kalorien hat ein Frikadellenbrötchen?

Ein Frikadellenbrötchen nach diesem Rezept liegt bei rund 550 Kalorien – etwa so viel wie ein einfacher Hamburger. Der größte Posten ist die Frikadelle, der zweitgrößte das Brötchen; der Krautsalat fällt kaum ins Gewicht.

Bestandteil Menge pro Brötchen ca. kcal
Brötchen 1 Stück (ca. 80 g) 210
Frikadellen 2 kleine (ca. 100 g) 230
Sauce aus Schmand 2 EL (ca. 40 g) 90
Krautsalat 50 g 15
Rotkohl und Gewürzgurken 1 EL + 1½ Gurken 10
Gesamt ca. 555

Die Werte sind auf Basis handelsüblicher Angaben gerechnet und gelten pro Brötchen mit zwei kleinen Frikadellen; gekaufte Frikadellen liegen oft höher. Wer sparen will, hat zwei wirksame Hebel: Schmand durch Magerquark mit einem Schuss Wasser ersetzen spart etwa 60 Kalorien, und eine Frikadelle statt zwei spart gut 100. Am Brötchen zu sparen lohnt sich dagegen kaum – ein halbes Brötchen macht das Ganze nur unhandlich.

Welche Sauce passt zum Frikadellenbrötchen?

Die Sauce sollte säuerlich oder senfbetont sein, denn die Frikadellen bringen genug Fett mit. Schmand mit Zitronenschale und Estragon ist unsere Variante, aber drei andere funktionieren genauso – und eine davon steht wahrscheinlich schon im Kühlschrank.

Unsere selbst gemachte Burgersauce passt direkt und ist die süßere Variante für Kinder. Der Kräuterdip mit Schmand und Schnittlauch geht ebenfalls, wenn es frischer schmecken soll. Remoulade ist die norddeutsche Antwort, macht das Brötchen aber deutlich schwerer.

Ohne Estragon oder Béarnaise-Paste rührst du einfach einen Schuss Essig in den Schmand. Die Paste ist im Grunde gekochter Estragon mit Essig aus der Flasche, der Unterschied ist klein.

Was passt zum Frikadellenbrötchen dazu?

Reicht das Brötchen allein nicht, sind Bratkartoffeln und eine Schale extra Sauce die naheliegende Antwort. Pommes tun es genauso, wenn es schnell gehen muss, und ein paar Gewürzgurken daneben schaden nie.

Für mehrere Gäste stelle ich eine große Schüssel Krautsalat separat dazu, dann füllt jeder selbst nach. Wer dieselbe Bauart mit anderem Fleisch will, findet sie beim Crispy Chicken Burger und beim Cheeseburger – beide werden Schicht für Schicht genauso aufgebaut.

Lässt sich das Frikadellenbrötchen vorbereiten?

Die Teile ja, das fertige Brötchen nein. Die Sauce profitiert sogar von einer Stunde im Kühlschrank und hält sich dort drei bis vier Tage in einem gut schließenden Gefäß. Der Kohl kann vormittags gehobelt werden, die Frikadellen können am Vortag gebraten werden.

Zusammengesetzt wird erst kurz vor dem Essen. Steht das fertige Brötchen länger als eine halbe Stunde, hat der Kohl Wasser gezogen, und die untere Hälfte ist durchgeweicht – dagegen hilft auch die beste Sauceschicht nicht mehr.