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Kräuterdip mit Schmand und Schnittlauch – in 5 Minuten gerührt

Kräuterdip mit Schnittlauch in einer türkisfarbenen Schale auf einem blau karierten Geschirrtuch

Ein Kräuterdip ist in fünf Minuten gerührt und besteht aus vier Dingen, die Sie mit großer Wahrscheinlichkeit schon im Kühlschrank haben: Schmand, Schnittlauch, ein wenig Honig und einen Teelöffel scharfen Senf. Kein Mixer, kein Erhitzen, kein Emulgieren – nur eine Schüssel und ein Löffel.

Er ist die Beilage, die auf jedem Grillabend fehlt, wenn man sie vergessen hat. Zu Ofenkartoffeln, zu Rohkost, zu Pommes, zu gegrilltem Fleisch: überall dort, wo etwas Cremiges und Säuerliches danebenstehen sollte, ist dieser Dip die Antwort. Und im Gegensatz zu den fertigen Bechern aus dem Kühlregal wissen Sie genau, wie viel Zucker und Salz darin sind.

Sie bekommen hier zwei Varianten: den klassischen Kräuterdip mit Schnittlauch und eine kräftigere Knoblauch-Variante mit Mayonnaise und Olivenöl. Der erste ist der milde für den Salat, der zweite hält gegen Gegrilltes stand. Das Rezept finden Sie gleich hier unten.

Kräuterdip mit Schnittlauch in einer türkisfarbenen Schale auf einem blau karierten Geschirrtuch

Rezept: Kräuterdip mit Schmand und Schnittlauch

Vorbereitung5 Minuten
Kochzeit0 Minuten
Portionen4 Portionen

Zutaten

  • 8 EL Schmand – ersatzweise Crème fraîche
  • 5 EL frischer Schnittlauch, in Röllchen geschnitten
  • ½ TL flüssiger Honig
  • 1 TL Dijonsenf – oder anderer scharfer Senf
  • Salz und Pfeffer

Zubereitung

  1. Den Schmand in eine Schüssel geben.
  2. Den Schnittlauch mit einer Küchenschere direkt über der Schüssel klein schneiden und unterrühren.
  3. Flüssigen Honig und Dijonsenf zugeben.
  4. Alles glatt rühren, bis der Dip cremig ist.
  5. Mit Salz und Pfeffer abschmecken – bei Bedarf mit etwas mehr Honig oder Senf.
  6. Den Dip abgedeckt in den Kühlschrank stellen, am besten eine halbe Stunde.
Tipp: Schneiden Sie den Schnittlauch mit der Schere statt mit dem Messer. Das Messer quetscht die hohlen Halme und presst den Saft aufs Brett, die Schere schneidet sie sauber durch, sodass der Geschmack im Dip bleibt. Und nehmen Sie flüssigen Honig – fester Honig löst sich in einem kalten Dip nicht auf, sondern bleibt als Klümpchen am Boden liegen.

Schritt für Schritt

Illustration: Schmand wird mit einem Löffel aus dem Becher in eine Schüssel gegeben
1. Den Schmand in eine Schüssel geben.
Illustration: frischer Schnittlauch wird mit einer Küchenschere über einer Schüssel geschnitten
2. Den Schnittlauch mit der Schere über der Schüssel schneiden.
Illustration: flüssiger Honig tropft von einem Löffel in eine Schüssel neben einem Klecks Senf
3. Honig und Dijonsenf zugeben.
Illustration: eine Hand rührt mit einem Löffel in einer Schüssel, bis der Dip cremig ist
4. Alles glatt rühren.
Illustration: Pfeffer wird gemahlen und Salz in eine Schüssel mit Dip gestreut
5. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Illustration: eine abgedeckte Schüssel wird auf ein Regal im Kühlschrank gestellt
6. Eine halbe Stunde kalt stellen.

Schmand, Crème fraîche oder saure Sahne?

Nehmen Sie Schmand. Er hat mit 20 bis 24 Prozent Fett genau die Konsistenz, die ein Dip braucht: dick genug, um an der Gemüsestange zu haften, und nicht so schwer, dass er im Mund pappt. Die drei Produkte werden in deutschen Rezepten ständig durcheinandergeworfen, dabei unterscheiden sie sich deutlich.

Produkt Fett Geeignet für
Saure Sahne 10 % Dressing zum Übergießen – als Dip zu dünn
Schmand 20-24 % Die richtige Wahl für diesen Dip
Crème fraîche 30-40 % Sehr cremig, aber schwer – mit 1 EL Wasser strecken
Skyr oder Magerquark 0,2-1 % Die magere Variante, deutlich säuerlicher

Wollen Sie den Dip leichter machen, ersetzen Sie die Hälfte des Schmands durch Skyr oder griechischen Joghurt. Er wird dann säuerlicher, also erhöhen Sie den Honig auf einen ganzen Teelöffel. Umgekehrt gilt: Wer nur Crème fraîche im Haus hat, rührt einen Esslöffel Wasser oder Zitronensaft unter, sonst legt sich der Dip in Klumpen auf den Salat, statt sich zu verteilen.

Knoblauch-Dip mit Schmand – die kräftige Variante

Die Knoblauch-Variante ist derselbe Dip mit mehr Körper, und sie ist die richtige zum Grillen. Sie brauchen: 2-3 Knoblauchzehen, 6 EL Schmand, 2 EL Mayonnaise, 1 EL Weißweinessig, 1 TL Dijonsenf, 4 EL Olivenöl sowie Salz und Pfeffer.

Den Knoblauch pressen und mit Schmand, Mayonnaise, Essig und Senf verrühren. Danach das Olivenöl in einem dünnen Strahl zugießen, während Sie weiterrühren. Das ist der einzige Schritt, der Aufmerksamkeit verlangt: Kippt man alle vier Esslöffel auf einmal hinein, legt sich das Öl als Fettschicht obenauf, statt sich zu verbinden, und der Dip wird fettig statt cremig.

Soll der Knoblauch runder und weniger scharf schmecken, nehmen Sie statt der rohen Zehen ein paar Zehen gerösteten Knoblauch. Der ist süßlich und nussig statt beißend – dann ist es allerdings kein Fünf-Minuten-Rezept mehr.

Wozu passt der Kräuterdip?

Zu allem Kalten und allem vom Grill. Zu Ofenkartoffeln gehört ein großzügiger Klecks direkt in die heiße Kartoffel, mit extra Schnittlauch darüber – das ist die klassische Kombination, und sie funktioniert genau deshalb, weil der kalte Dip gegen die heiße Kartoffel arbeitet.

Zum Dippen eignen sich Möhren-, Gurken- und Paprikastreifen, Kohlrabi, Stangensellerie und Blumenkohlröschen roh, dazu Pommes, Kartoffelecken und Chips. Zu gegrilltem Fleisch macht der Dip dieselbe Arbeit wie eine Aioli, nur ohne dass Sie mit Öl und Eigelb hantieren müssen.

Zu Fisch rühren Sie ihn mit zwei Esslöffeln Zitronensaft dünner – dann ist er nah an der Sauce, die zur Lachscreme mit Frischkäse gehört. Als Salatdressing passt er zu den kräftigen Salaten: Kartoffelsalat, Nudelsalat, Krautsalat. Zum leichten Blattsalat mit Tomate ist er dagegen zu dominant – da ist ein Öl-Essig-Dressing die bessere Wahl, wie beim Burrata-Salat.

Für den Burger brauchen Sie eine andere Sauce – dafür haben wir eine eigene Burgersauce mit süßem Senf und Paprika.

Haltbarkeit und häufige Fragen

Wie lange hält der Dip?
Vier bis fünf Tage im Kühlschrank, vorausgesetzt Sie nehmen jedes Mal sauberes Besteck. Ein Löffel, der im Salat war und zurück in die Schüssel wandert, halbiert die Haltbarkeit. Steht die Schüssel stundenlang auf dem Gartentisch, geht es schneller – nehmen Sie lieber portionsweise etwas heraus.

Kann man den Dip einfrieren?
Nein. Schmand und Crème fraîche flocken beim Einfrieren und Auftauen aus: Das Wasser trennt sich vom Fett, und übrig bleibt eine körnige Masse, die sich nicht wieder glatt rühren lässt. Dasselbe passiert in heißen Gerichten, also den Topf vorher von der Platte ziehen.

Welche Kräuter passen außer Schnittlauch?
Petersilie, Dill, Kerbel und Estragon einzeln oder gemischt, gern auch Kresse. Frische Kräuter sind deutlich besser als getrocknete, weil die Säure im Dip getrocknete Kräuter kaum aufschließt. Haben Sie nur getrocknete, lassen Sie den Dip mindestens eine Stunde ziehen.

Ist der Dip gesund?
Er ist ein Milchprodukt mit Kräutern – also weder gut noch schlecht, sondern eine Frage der Menge. Wer Fett sparen will, ersetzt den Schmand durch Skyr. Der größte Vorteil des selbst gerührten Dips liegt aber woanders: Sie bestimmen den Zucker- und Salzgehalt selbst, und fertige Dips aus dem Kühlregal enthalten davon in der Regel deutlich mehr.

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