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Burrata Salat mit Kirschtomaten, roten Zwiebeln und Balsamico-Creme

Burrata Salat mit halbierten Kirschtomaten in mehreren Farben, Babyspinat, roten Zwiebeln und Balsamico-Creme auf einer Platte

Burrata Salat kann vieles sein, solange Burrata drin ist. Es gibt aber eine klassische Variante: halbierte Kirschtomaten in mehreren Farben, junge Salatblätter, dünne Ringe roter Zwiebel und ein ganzer Burrata, der über allem aufgeschnitten wird. Genau dieses Rezept finden Sie hier.

Der Salat braucht zehn Minuten und kommt nie in den Ofen. Dafür steht und fällt er mit zwei Dingen: dass die Tomaten tatsächlich nach etwas schmecken, und dass der Burrata vorher Zimmertemperatur angenommen hat, bevor er auf die Platte kommt.

Er funktioniert als Vorspeise mit geröstetem Brot genauso gut wie als Beilage neben Gegrilltem an einem warmen Abend. Das Rezept steht hier unten.

Burrata Salat mit halbierten Kirschtomaten in mehreren Farben, Babyspinat, roten Zwiebeln und Balsamico-Creme auf einer Platte

Rezept: Burrata Salat

Vorbereitung10 Minuten
Kochzeit0 Minuten
Portionen4

Zutaten

  • 500 g kleine Tomaten (Kirschtomaten), gerne in mehreren Farben
  • ½ rote Zwiebel, ersatzweise Schalotte oder milde Salatzwiebel
  • 4 Handvoll junge Salatblätter, Babyspinat oder Feldsalat
  • 2 Burrata, eine halbe Stunde vorher aus dem Kühlschrank genommen
  • 2 EL Balsamico-Creme
  • Salz und Pfeffer

Zubereitung

  1. Die Tomaten waschen, halbieren und mit Salz und Pfeffer bestreuen.
  2. Die Zwiebel schälen und in halbe, dünne Ringe schneiden.
  3. Den Salat oder Spinat waschen, gut trocken schleudern und mit Tomaten und Zwiebeln mischen.
  4. Den Burrata in breite Scheiben schneiden, auf den Tomatensalat legen und mit Balsamico-Creme beträufeln.
  5. Mit Salz und Pfeffer würzen und den Salat sofort servieren.
Tipp: Nehmen Sie den Burrata eine halbe bis eine ganze Stunde vor dem Servieren aus dem Kühlschrank. Sowohl Burrata als auch normaler Mozzarella schmecken bei Raumtemperatur deutlich intensiver als direkt aus der Kühlung – das ist der eine Handgriff, der in diesem Salat den größten Unterschied macht.

Schritt für Schritt

Illustration: Kirschtomaten werden auf einem Schneidebrett halbiert
1. Die Tomaten halbieren und salzen.
Illustration: eine rote Zwiebel wird in dünne Ringe geschnitten
2. Die rote Zwiebel in halbe, dünne Ringe schneiden.
Illustration: Salatblätter werden in einer Salatschleuder getrocknet
3. Den Salat waschen und gut trocken schleudern.
Illustration: Salatblätter und halbierte Tomaten werden in einer großen Schüssel gemischt
4. Salat, Tomaten und Zwiebeln in einer großen Schüssel mischen.
Illustration: ein weicher Burrata wird auf einem Brett in breite Scheiben geschnitten
5. Den Burrata in breite Scheiben schneiden.
Illustration: Balsamico-Creme wird aus einer Flasche über den fertigen Salat geträufelt
6. Kurz vor dem Servieren mit Balsamico-Creme beträufeln.

Was ist Burrata?

Burrata ist ein italienischer Frischkäse aus Apulien im tiefen Süden des Landes. Von außen ist er eine ganz normale Mozzarellakugel, innen aber mit Mozzarellastreifen gefüllt, die mit Sahne vermischt sind. Diese Füllung heißt Stracciatella, und sie ist es, die den Käse ausmacht. Schneiden Sie den Burrata auf, läuft die Mitte langsam über die Tomaten – und diese Sahne ist praktisch schon ein Dressing für sich.

Der Name kommt vom italienischen Wort für Butter, und das merkt man beim ersten Bissen. Burrata ist deutlich fetter und milder als fester Mozzarella und hat so gut wie keine Säure. Deshalb braucht er etwas Säuerliches an seiner Seite – Tomaten, Balsamico oder beides –, sonst wird der Salat fett und flach.

Der Unterschied zu Mozzarella sitzt also im Inneren der Kugel. Ein Mozzarella ist durchgehend gleich und lässt sich in saubere Scheiben schneiden. Ein Burrata ist hohl und gefüllt und lässt sich deshalb gar nicht sauber schneiden: Er soll aufgeschnitten werden und auslaufen dürfen. Wer mehr Charakter im Käse möchte, greift besser zu Büffelmozzarella als zu Burrata.

Wo kaufen Sie Burrata, und was darf er kosten?

Burrata gibt es in den meisten größeren Supermärkten und in jedem italienischen Feinkostladen. Er liegt üblicherweise in der Kühltheke neben dem Mozzarella, entweder im Becher oder im Beutel mit Lake. Der Preis schwankt erheblich, und ein Burrata kostet oft so viel wie zwei bis drei gewöhnliche Mozzarellakugeln.

Worauf es bei der Auswahl ankommt, ist das Datum. Nehmen Sie den mit der längsten Restlaufzeit. Burrata wird schnell säuerlich und in der Außenhaut etwas zäh, wenn er sich dem Verbrauchsdatum nähert, und weil der Käse von Haus aus so mild ist, fällt das sofort auf.

Der Käse soll bis zur Verwendung in seiner eigenen Lake liegen bleiben. Ist die Lake abgegossen, trocknet die äußere Schicht aus, und Sie verlieren Konsistenz und Geschmack zugleich. Öffnen Sie den Beutel über einer Schüssel – ohne Kleckern bekommt man ihn selten auf.

Die Tomaten sind der halbe Salat

Bei so wenigen Zutaten gibt es nichts, hinter dem man sich verstecken könnte. Der Salat wird genau so gut wie die Tomaten, und deshalb ist er von Juli bis Oktober am besten, wenn deutsche und südeuropäische Tomaten tatsächlich Geschmack haben.

Nehmen Sie 500 g kleine Tomaten, gerne in mehreren Farben, wenn der Preis es zulässt. Die Mischschalen mit gelben, orangen und dunklen Tomaten ergeben nicht nur eine schönere Platte – sie schmecken auch unterschiedlich, und die Unterschiede werden deutlich, wenn sie nebeneinander liegen. Halbieren Sie sie, niemals vierteln: halbe Tomaten behalten den Saft in sich, Viertel ergeben eine Pfütze am Boden der Platte.

Der wichtigste Schritt ist zugleich der, der am häufigsten übersprungen wird. Bestreuen Sie die halbierten Tomaten mit Salz und lassen Sie sie zehn Minuten stehen, während Sie den Rest vorbereiten. Das Salz zieht Saft heraus, und dieser Saft verbindet sich mit Öl und Balsamico zu einem Dressing, das Sie sonst selbst hätten anrühren müssen. Kalte Tomaten aus dem Kühlschrank lassen Sie besser erst auf Zimmertemperatur kommen – kalt schmecken sie kaum.

Varianten: Pfirsich, Feigen und geröstete Tomaten

Pfirsich-Burrata-Salat. Die beliebteste Sommervariante. Zwei reife Pfirsiche in Spalten schneiden, gerne eine Minute pro Seite grillen und zwischen die Tomaten legen. Die Süße der Frucht spielt schön gegen den milden Käse, und Sie können den Balsamico zurücknehmen.

Mit gerösteten Tomaten. Im Winter, wenn frische Tomaten ihr Geld nicht wert sind, gehe ich diesen Weg. Die Tomaten mit Olivenöl im Ofen rösten, bis sie aufplatzen, auf lauwarm abkühlen lassen und den Burrata darauflegen. Der weiche Käse auf der warmen, konzentrierten Tomate ist ein ganz anderer – und deutlich herbstlicherer – Salat.

Mit Feigen. Die Spätsommervariante: vier Feigen in Spalten, etwas frischer Thymian und eine Spur Honig im Balsamico. Das wird schnell süß, also lassen Sie in dem Fall andere süße Elemente weg.

Mit Parmaschinken. Zwei bis drei Scheiben in Stücke gezupft und über die Platte verteilt machen aus dem Salat eine Vorspeise, die allein bestehen kann. Der Schinken ist salzig, halten Sie sich also beim Salz auf den Tomaten zurück.

Mit Pinienkernen. Eine Handvoll trocken in der Pfanne ein paar Minuten goldbraun rösten und zum Schluss darüberstreuen. Das ist das einzig Knusprige im Salat, und ohne fehlt es tatsächlich.

Wozu passt der Burrata Salat?

Als Vorspeise reicht Brot dazu, und zwar eines, das die Sahnefüllung aufnehmen kann: Focaccia, Ciabatta oder schlicht geröstetes Weißbrot. Wollen Sie mehr Geschmack im Brot, passt gerösteter Knoblauch hervorragend – zerdrücken Sie ein paar Zehen direkt in dem Olivenöl, das Sie zum Schluss darüberträufeln.

Als Beilage steht der Salat gut neben Gegrilltem und funktioniert genauso an einem vegetarischen Abend neben gefüllten Ofenkartoffeln. Stehen weitere kalte Sachen auf dem Tisch, passt Lachscreme mit Frischkäse daneben – sie ist auf andere Weise cremig und kommt dem Burrata nicht in die Quere.

Eine Sache sollten Sie vermeiden: den Salat neben etwas zu stellen, das selbst schon stark eingelegt und sauer ist. Der Burrata ist so mild, dass er verschwindet, wenn drei Säuren gleichzeitig auf dem Tisch stehen. Lassen Sie ihn das ruhigste Gericht der Runde sein.

Aufbewahrung und häufige Fragen

Kann man Burrata einfrieren? Ja, aber die Verpackung eignet sich nicht immer dafür. Füllen Sie den Inhalt – samt Lake – vorher in einen Gefrierbeutel oder eine Dose um. Ein Teil der weichen, cremigen Konsistenz geht beim Einfrieren und Auftauen verloren, essbar bleibt der Käse aber ohne Weiteres. Aufgetauten Burrata verwende ich trotzdem nicht in diesem Salat, sondern nur in warmen Gerichten, wo die Konsistenz ohnehin verschwindet.

Kann der fertige Salat stehen? Nein. Die Salatblätter fallen durch Salz und Dressing binnen einer Stunde zusammen, und die Füllung des Burrata wird zur Pfütze am Boden. Halbieren Sie die Tomaten und schneiden Sie die Zwiebeln vor, wenn Sie etwas vorbereiten wollen – zusammengesetzt wird erst, wenn die Gäste sitzen.

Darf man Burrata in der Schwangerschaft essen? Burrata aus dem deutschen Supermarkt wird in aller Regel aus pasteurisierter Milch hergestellt, und Frischkäse aus pasteurisierter Milch gilt in der Schwangerschaft als unbedenklich. Prüfen Sie immer die Angabe auf der Packung und essen Sie den Käse am Tag des Öffnens. Ist die Milch nicht pasteurisiert, sollte er nicht auf den Teller.

Wie viel Burrata brauche ich? Rechnen Sie mit einem halben Burrata pro Person als Vorspeise und einem ganzen für zwei Personen, wenn der Salat Beilage ist. Dieses Rezept verwendet zwei Burrata für vier Personen.

Kann ich stattdessen Mozzarella nehmen? Ja, dann landen Sie praktisch bei einem Caprese. Nehmen Sie Büffelmozzarella statt des festen Pizzamozzarellas und zupfen Sie ihn mit den Händen in Stücke, statt Scheiben zu schneiden.

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