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Gefüllte Ofenkartoffeln mit Feta – zweimal gebacken

Gefüllte Ofenkartoffeln mit Feta und Kräuterbutter in einer schwarzen Auflaufform

Gefüllte Ofenkartoffeln sind das, was aus einer ganz normalen Backkartoffel wird, wenn man ihr zwanzig Minuten mehr Aufmerksamkeit schenkt. Die Kartoffel wird weich gebacken, halbiert, ausgehöhlt, das Innere mit Feta und Ei gestampft und alles noch einmal überbacken.

Der Vorteil des zweiten Durchgangs: Man bekommt beides. Die Schale bleibt trocken und fest genug, um als Schälchen zu dienen, und die Füllung wird locker und gewürzt, statt nur weich zu sein. Feta und Ei sind bewusst zurückhaltend – so passt die Kartoffel zu fast jedem Hauptgericht.

Insgesamt vergeht gut eine Stunde, aber nur zehn Minuten davon sind Arbeit. Den Rest erledigt der Ofen.

Gefüllte Ofenkartoffeln mit Feta und Kräuterbutter in einer schwarzen Auflaufform

Rezept: Gefüllte Ofenkartoffeln mit Feta

Vorbereitung10 Minuten
Kochzeit1 Std 15 Min
Portionen4

Zutaten

  • 2–4 große mehligkochende Kartoffeln – je nach Größe und Appetit
  • 125 g Feta
  • 1 Ei
  • Salz und frisch gemahlener Pfeffer
  • Frische Kräuter zum Garnieren – Schnittlauch, Petersilie oder Dill

Zubereitung

  1. Den Ofen auf 200 °C Umluft vorheizen.
  2. Die Kartoffeln gründlich abbürsten und mehrmals mit einem dünnen Spieß oder Messer einstechen.
  3. Die Kartoffeln auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen und 45–60 Minuten backen, bis sie durch und durch weich sind.
  4. Die Kartoffeln so weit abkühlen lassen, dass man sie anfassen kann.
  5. Der Länge nach halbieren und das Innere mit einem Löffel herauslösen. Eine dünne Schicht Kartoffel in der Schale lassen, damit sie stabil bleibt.
  6. Das Kartoffelinnere mit dem Ei und dem zerbröselten Feta stampfen und mit Salz und Pfeffer abschmecken.
  7. Die Masse zurück in die Schalen füllen.
  8. Die gefüllten Hälften weitere 10–15 Minuten backen, bis die Oberfläche Farbe bekommt.
  9. Mit frischen Kräutern bestreuen und sofort servieren.
Tipp: Die Kartoffeln lassen sich einen Tag im Voraus vorbereiten. Backen, aushöhlen, füllen, in der Form kalt stellen – und wenn die Gäste da sind, statt 10–15 einfach 20–25 Minuten in den Ofen geben.

Schritt für Schritt

Illustration: Kartoffeln werden unter fließendem Wasser abgebürstet
1. Die Kartoffeln gründlich abbürsten – die Schale wird mitgegessen.
Illustration: eine Kartoffel wird auf einem Brett mit einem Spieß eingestochen
2. Einstechen, damit der Dampf entweichen kann.
Illustration: Kartoffeln auf einem Blech mit Backpapier kommen in den Ofen
3. 45–60 Minuten bei 200 °C backen.
Illustration: eine halbierte Ofenkartoffel wird mit einem Löffel ausgehöhlt
4. Halbieren und das Innere auslöffeln.
Illustration: Kartoffelmasse wird in einer Schüssel neben Ei und Feta gestampft
5. Mit Ei, Feta, Salz und Pfeffer stampfen.
Illustration: die Masse wird zurück in die Kartoffelschalen gefüllt
6. Zurück in die Schalen füllen und fertig backen.

Wie lange brauchen Ofenkartoffeln?

Rechnen Sie mit 45–60 Minuten bei 200 °C Umluft für eine normal große Kartoffel. Sehr große Exemplare brauchen gut eine Stunde und fünfzehn Minuten, kleinere sind schon nach 40 Minuten fertig. Die Zeit hängt genauso davon ab, wie kalt die Kartoffeln in den Ofen kamen, wie von ihrer Größe.

Die Probe ist simpel: einen Spieß oder ein dünnes Messer in die Mitte stechen. Geht er ohne Widerstand hinein, ist die Kartoffel gar. Spüren Sie noch einen Kern, sind zehn Minuten mehr nötig. Eine nicht ganz durchgegarte Kartoffel lässt sich nicht glatt stampfen, und die Füllung wird klumpig – lieber fünf Minuten zu lang als fünf zu kurz.

Wenn ohnehin ein Braten bei 160–175 °C im Ofen steht, können die Kartoffeln einfach mitgaren. Dann dauert es rund anderthalb Stunden.

Ofenkartoffeln in Alufolie – ja oder nein?

Nein, wenn die Schale knusprig werden soll. Die Folie hält den Dampf an der Kartoffel, und dann wird sie gedämpft statt gebacken. Weich wird sie trotzdem, aber die Schale bleibt blass und ledrig.

Zwei Ausnahmen gibt es. Auf dem Grill ist die Folie sinnvoll, weil die Hitze von einer Seite kommt und die Schale verbrennt, bevor die Mitte weich ist. Und wenn die Kartoffeln nach dem Backen noch eine Weile warm bleiben sollen, können Sie sie einwickeln.

Für gefüllte Ofenkartoffeln ist Folie ohnehin überflüssig: Hier brauchen Sie eine trockene, feste Schale, die die Füllung trägt.

Füllungen, die funktionieren

Feta und Ei sind die neutrale Grundvariante. Wenn die Kartoffel die Hauptrolle spielen soll, geht deutlich mehr:

  • Sour Cream und Schnittlauch: der Klassiker. Sour Cream oder Schmand erst nach dem Backen auf die heiße Kartoffel geben, sonst gerinnt sie.
  • Bacon und Cheddar: 100 g gebratenen Speck, 1 Becher Crème fraîche, 100 g geriebenen Cheddar und Frühlingszwiebelringe unter die Masse heben.
  • Kräuterquark: die deutsche Variante schlechthin – Quark mit Kräutern, Salz und einem Schuss Mineralwasser luftig gerührt, kalt zur warmen Kartoffel.
  • Gerösteter Knoblauch: ein paar Zehen gerösteter Knoblauch in der Masse machen sie mild und süßlich. Die Knollen einfach zusammen mit den Kartoffeln in den Ofen legen.
  • Thunfisch: Thunfisch, Mayonnaise und fein gewürfelte rote Zwiebel – daraus wird ein ganzes Mittagessen.

Was Sie in jedem Fall behalten sollten, ist das Ei. Es bindet die Masse, damit die Füllung im Ofen nicht über den Rand läuft.

Ofenkartoffeln aus Mikrowelle und Heißluftfritteuse

Eine Stunde Ofen setzt Planung voraus, und die hat man mittwochs selten. In der Mikrowelle braucht dieselbe Kartoffel bei voller Leistung 12–14 Minuten – nach der Hälfte einmal wenden. Gefüllt genügen dann noch zwei Minuten.

Knusprig wird die Schale so natürlich nicht, aber bei gefüllten Kartoffeln fällt das kaum ins Gewicht, weil die Schale vor allem als Form dient. Wer beides will, kombiniert: 10 Minuten Mikrowelle, danach 15–20 Minuten im heißen Ofen.

In der Heißluftfritteuse wird die Schale sogar besser als im Backofen, weil die Luft näher zirkuliert. Rechnen Sie mit 35–40 Minuten bei 200 °C für die ganze Kartoffel und 8–10 Minuten für den zweiten Durchgang.

Wozu passen gefüllte Ofenkartoffeln?

Die Kartoffeln auf dem Bild wurden zu einer Lammschulter aus dem Ofen serviert – mit Gemüse im Bräter, Rosmarin und Knoblauch obenauf und einer Sauce aus dem Bratensaft. Genau deshalb blieb die Füllung zurückhaltend: Geschmack war reichlich vorhanden.

Ansonsten passen sie zu fast jedem Braten, zu Gegrilltem und zu fettem Fisch wie Lachs. Soll die Kartoffel die ganze Mahlzeit sein, braucht es nur einen Salat und etwas Säure daneben – eingelegte Rote Bete, einen Klecks Schmand oder einen knackigen Salat.

Häufige Fragen

Welche Kartoffeln eignen sich? Große, mehligkochende. Im Handel liegen sie oft als „Backkartoffeln“ im Netz, und das sind die richtigen. Mehligkochende Sorten zerfallen beim Backen – genau das braucht man, damit die Masse locker wird. Festkochende werden nie fluffig.

Warum muss man die Kartoffeln einstechen? Damit der Dampf entweichen kann. Eine geschlossene Kartoffel kann im Ofen aufplatzen, und die Sauerei ist vermeidbar. Zwei, drei Einstiche reichen.

Kann man die Schale mitessen? Ja, und sie ist meist das Beste an der Ofenkartoffel. Deshalb vor dem Backen gründlich abbürsten. Grüne oder keimende Stellen großzügig wegschneiden.

Wie viele Kartoffeln pro Person? Eine große als Beilage, also zwei Hälften. Als Hauptgericht eher anderthalb bis zwei – und dann mit einer gehaltvolleren Füllung.

Lassen sie sich einfrieren? Ja, nach dem Füllen und vor dem zweiten Backen. Morgens herausnehmen, abends wie gewohnt fertig backen.

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