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Frühlingsrollen im Airfryer – selbst gemacht mit Hackfleisch, Weißkohl und Reisnudeln

Zwei knusprige Frühlingsrollen aus dem Airfryer aufgeschnitten auf einem blauen Teller mit einem kleinen Salat aus Tomate, Mais, Erbsen und Feta

Frühlingsrollen im Airfryer werden in zehn Minuten bei 180 Grad knusprig – ohne Liter Öl und ohne Fritteuse. Das gilt für die selbst gemachten genauso wie für die tiefgekühlten aus der Packung; nur die Zeit ist eine andere. Hier finden Sie das Rezept für selbst gemachte Frühlingsrollen mit Hackfleisch, Weißkohl und Reisnudeln, und weiter unten stehen alle Zeiten in einer Tabelle.

Der Airfryer macht nicht die allerknusprigste Frühlingsrolle. Das kann die Fritteuse besser, und das sei offen gesagt. Aber der Unterschied im Ergebnis ist kleiner als der Unterschied im Aufwand – und ein Liter Öl, der hinterher abkühlen und entsorgt werden muss, entscheidet in der Praxis darüber, ob es an einem Dienstag überhaupt Frühlingsrollen gibt.

Das Rollen dauert am längsten. Rechnen Sie mit einer Dreiviertelstunde für Füllung und Rollen und zehn Minuten im Gerät. Für größere Mengen lohnt es sich, alle Rollen fertig zu rollen, einzeln auf einem Blech vorzufrieren und nur so viele herauszunehmen, wie gebraucht werden – dann haben Sie Ihre eigenen TK-Frühlingsrollen mit einer Füllung, die Sie selbst bestimmt haben.

Zwei knusprige Frühlingsrollen aus dem Airfryer aufgeschnitten auf einem blauen Teller mit einem kleinen Salat aus Tomate, Mais, Erbsen und Feta

Frühlingsrollen im Airfryer

Vorbereitung45 Minuten
Kochzeit25 Minuten
Portionen10 Frühlingsrollen

Zutaten

  • 100 g Weißkohl
  • 1 Möhre
  • 1 kleine Zwiebel
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 rote Chilischote
  • 25 g Reisnudeln
  • Öl zum Anbraten der Füllung
  • 225 g Hackfleisch – Geflügel, Schwein, Rind oder Lamm
  • ½ EL Zucker
  • 1½ EL Fischsauce
  • ½ EL Sojasauce – und etwas zum Servieren
  • ½ EL Austernsauce
  • 10 Blatt Frühlingsrollenteig
  • 1 Ei
  • Öl zum Bestreichen – oder Sprühöl
  • Nach Belieben Curry zum Servieren

Zubereitung

  1. Den Weißkohl waschen, die äußeren groben Blätter entfernen und den Kohl in feine Streifen schneiden.
  2. Die Möhre schälen und raspeln.
  3. Zwiebel und Knoblauch schälen und beides fein hacken.
  4. Die Chilischote waschen, Stiel und nach Wunsch die Kerne entfernen und fein hacken.
  5. Die Reisnudeln in eine Schüssel geben, kochendes Wasser darüber gießen und etwa fünf Minuten weich werden lassen. Danach abgießen.
  6. Zwiebel, Knoblauch und Chili in etwas Öl anschwitzen.
  7. Das Hackfleisch dazugeben und anbraten, bis es Farbe genommen hat.
  8. Weißkohl, Möhre und Reisnudeln dazugeben und alles gut vermischen.
  9. Zucker, Fischsauce, Sojasauce und Austernsauce zugeben, umrühren und fünf bis zehn Minuten köcheln lassen, bis die Flüssigkeit verkocht ist.
  10. Abschmecken und die Füllung vollständig auskühlen lassen.
  11. Das Ei verquirlen. Es dient als Kleber beim Einrollen.
  12. Ein Zehntel der Füllung auf ein Blatt Frühlingsrollenteig setzen, etwa ein Drittel vom Rand entfernt.
  13. Den Teig recht straff über die Füllung rollen.
  14. Die Seiten einschlagen, wenn noch etwa ein Drittel Teig übrig ist, und die Rolle fertig rollen.
  15. Die Rolle mit etwas Ei verschließen und mit der Naht nach unten legen.
  16. Mit den übrigen neun Rollen ebenso verfahren.
  17. Die Frühlingsrollen mit Öl bestreichen oder besprühen.
  18. Die Rollen in einer Lage in den kalten Airfryer legen, das Gerät auf 180 Grad stellen und zehn Minuten garen. Nach der Hälfte der Zeit wenden.
  19. Mit Sojasauce und nach Belieben Curry servieren.
Tipp: Die Füllung muss vollständig kalt sein, wenn Sie einrollen. Weißkohl besteht fast nur aus Wasser, und eine lauwarme, feuchte Füllung dampft im Airfryer von innen, sodass der Teig weich statt knusprig wird. Auf einem Teller ausgebreitet ist die Füllung in einer Viertelstunde kalt. Und das Öl ist keine Deko: ein Airfryer ist ein kleiner Umluftofen und keine Fritteuse – ohne dünnen Fettfilm trocknet der Teig aus, statt Blasen zu werfen.

Schritt für Schritt

Illustration: ein Weißkohlkopf wird auf einem Schneidebrett in feine Streifen geschnitten
1. Den Weißkohl fein schneiden und die Möhre raspeln.
Illustration: kochendes Wasser wird aus einem Kessel über Reisnudeln in einer Schüssel gegossen
2. Kochendes Wasser über die Reisnudeln gießen und fünf Minuten ziehen lassen.
Illustration: eine Pfanne auf dem Herd, in der Füllung mit einem Holzlöffel gerührt wird
3. Zwiebel, Knoblauch und Chili anschwitzen, Hackfleisch und Gemüse zugeben und die Flüssigkeit verkochen lassen.
Illustration: ein quadratisches Blatt Frühlingsrollenteig mit einem länglichen Häufchen Füllung im unteren Drittel
4. Die Füllung ins untere Drittel setzen – und zwar kalt.
Illustration: eine fertig gerollte Frühlingsrolle mit eingeschlagenen Seiten
5. Straff rollen, die Seiten einschlagen und mit Ei verschließen.
Illustration: ein Airfryer mit herausgezogener Schublade und fünf Frühlingsrollen in einer Lage
6. In einer Lage in den kalten Airfryer legen, 180 Grad, zehn Minuten.

Wie lange brauchen Frühlingsrollen im Airfryer?

Selbst gemachte Frühlingsrollen brauchen zehn Minuten bei 180 Grad, tiefgekühlte zwölf bis fünfzehn Minuten bei 200 Grad. Entscheidend ist, ob die Rolle roh oder bereits vorfrittiert ist – und wie groß sie ist. Hier sind die Zeiten:

Art der Frühlingsrolle Temperatur Zeit Wenden
Selbst gemacht, roh (wie im Rezept) 180 °C 10 Minuten Nach 5 Minuten
Selbst gemacht, aus dem eigenen Gefrierfach 180 °C 14–16 Minuten Nach 8 Minuten
TK aus der Packung, normale Größe 200 °C 12–15 Minuten Nach 7 Minuten
TK-Mini-Frühlingsrollen 200 °C 8–10 Minuten Nach 5 Minuten
Aufgetaute Frühlingsrollen 200 °C 7–8 Minuten Nach 4 Minuten

Die Zeiten sind Richtwerte, denn Heißluftfritteusen sind nicht gleich gebaut. Manche Geräte wälzen die Luft so gut um, dass die Rollen rundum gleichmäßig bräunen; andere bräunen vor allem von oben. Schauen Sie beim ersten Mal nach der halben Zeit nach, dann kennen Sie Ihr Gerät.

Auffällig ist, dass die selbst gemachten weniger Hitze und weniger Zeit brauchen als die tiefgekühlten. Der Grund: Die Füllung einer selbst gemachten Rolle ist bereits gar, es geht also nur noch um den Teig. Eine TK-Rolle muss auftauen, durchwärmen und bräunen – bei 180 Grad wird der Teig zäh, bevor die Mitte heiß ist.

Wie lange brauchen TK-Frühlingsrollen in der Heißluftfritteuse?

Zwölf bis fünfzehn Minuten bei 200 Grad, direkt aus dem Gefrierfach und ohne Auftauen. Nach etwa sieben Minuten einmal wenden. Vorher dünn mit Öl bestreichen oder besprühen – aus der Packung sind sie weder vorfrittiert noch fettig genug, um allein von heißer Luft richtig knusprig zu werden.

Nicht auftauen. Eine aufgetaute Rolle hatte Stunden Zeit, Feuchtigkeit aus der Füllung in den Teig zu ziehen, und diese Feuchtigkeit muss erst wieder heraus, bevor der Teig knusprig werden kann. Das Ergebnis ist meist eine Rolle, die genau dort weich bleibt, wo sie gelegen hat. Aus dem gefrorenen Zustand wandert die Feuchtigkeit in die andere Richtung: als Dampf nach außen, während die Oberfläche trocknet.

Mini-Frühlingsrollen brauchen deutlich weniger: acht bis zehn Minuten bei 200 Grad reichen. Sie sind dünner, und der Teiganteil ist im Verhältnis größer – zu lange gegart werden sie hart statt knusprig.

Welches Programm für Frühlingsrollen im Airfryer?

Keines der Automatikprogramme ist nötig – stellen Sie Temperatur und Zeit von Hand ein. Wenn Ihr Gerät nur Programme kennt, nehmen Sie „Pommes“ oder „Frittieren“ und korrigieren Sie die Temperatur auf 180 Grad für selbst gemachte und 200 Grad für tiefgekühlte Rollen.

Die Programme unterscheiden sich fast nur in Temperatur, Zeit und Lüfterstufe, und keine dieser Voreinstellungen ist auf eine gerollte Teigware abgestimmt. Das „Backen“-Programm liegt oft bei 160 Grad und ist damit zu kühl: Der Teig trocknet, statt Blasen zu ziehen.

Vorheizen ist bei diesem Rezept ausdrücklich nicht nötig. Legen Sie die Rollen in den kalten Korb und schalten Sie dann ein – so trocknet die Oberfläche etwas, während das Gerät hochheizt, und die zehn Minuten zählen ab dem Einschalten.

Warum werden die Frühlingsrollen nicht knusprig?

Meistens liegt es an einer Füllung, die beim Einrollen zu nass oder zu warm war. Weißkohl besteht fast nur aus Wasser, und dieses Wasser soll in der Pfanne verdampfen – nicht später in der Rolle. Kommt eine lauwarme, feuchte Füllung in den Teig, dampft sie im Airfryer von innen, und der Teig wird weich und grau statt goldbraun.

Deshalb zwei Regeln: Die Füllung köchelt, bis die Flüssigkeit weg ist und die Masse glänzend statt suppig ist – und sie kühlt vollständig aus, bevor gerollt wird. Auf einem Teller ausgebreitet geht das in einer Viertelstunde statt in einer Stunde.

Der zweite Grund ist zu wenig Öl, der dritte ein zu voller Korb. Zwei Teelöffel Öl reichen für zehn Rollen, und die Rollen müssen mit Abstand in einer Lage liegen. Übereinander gestapelt dämpfen sie sich gegenseitig weich – lieber zwei Durchgänge.

Frühlingsrollenteig, Filoteig oder Reispapier?

Frühlingsrollenteig ist ein dünner Weizenmehlteig ohne Fett, der knusprig und innen leicht hohl wird. Filoteig blättert in feinen Schichten, und Reispapier wird glasig. Drei Teige, drei völlig verschiedene Rollen – das ist wichtig zu wissen, bevor Sie im Laden stehen.

Frühlingsrollenteig finden Sie tiefgekühlt im Asia-Laden und in größeren Supermärkten. Filoteig ist leichter zu bekommen, trocknet aber sehr schnell aus: Decken Sie die Blätter, die gerade nicht dran sind, mit einem feuchten Tuch ab.

Reispapier braucht im Airfryer reichlich Öl auf beiden Seiten. Ohne Öl wird es hart und glasig statt knusprig und wirft große, scharfkantige Blasen. Mit Öl und 190 Grad in acht bis zehn Minuten werden die Rollen goldbraun – sie sind dann aber zerbrechlich und müssen sofort gegessen werden.

Was passt dazu?

Sojasauce mit etwas Curry ist die schlichteste Variante, süße Chilisauce die bekannteste. Wer es schärfer mag, nimmt eine Chili-Mayonnaise – die Grundlage dafür finden Sie in unserer selbst gemachten Burgersauce, einfach mit Sriracha statt Paprikapulver.

Für einen ganzen asiatischen Abend passen Dumplings dazu: derselbe Weißkohl, dasselbe Hackfleisch, zwei völlig verschiedene Teige. Und Bún thịt nướng, der vietnamesische Nudelsalat, ist die Hauptspeise, zu der Frühlingsrollen traditionell serviert werden.

Kann man selbst gemachte Frühlingsrollen einfrieren?

Ja, und das ist der beste Grund, gleich eine große Menge zu machen. Rollen fertig rollen, auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen, ohne dass sie sich berühren, und zwei Stunden ins Gefrierfach stellen. Sind sie fest, kommen sie in einen Beutel, ohne zusammenzukleben. Haltbar sind sie etwa zwei Monate.

Gefrorene selbst gemachte Rollen gehen direkt in den Airfryer – vierzehn bis sechzehn Minuten bei 180 Grad. Weder auftauen noch erneut einölen, wenn das vor dem Einfrieren geschehen ist. Es ist genau dieselbe Abkürzung wie die Packung aus der Tiefkühltruhe, nur günstiger und mit einer Füllung, die Sie selbst zusammengestellt haben.

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