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Cremige Pasta mit frischen Champignons und Speck

Cremige Pasta mit Speck, Spinat und geriebenem Parmesan in einer blauen Schale auf einem blau karierten Geschirrtuch

Cremige Pasta mit frischen Champignons und Speck ist Feierabendküche in ihrer einfachsten Form: eine Pfanne, zwölf Handgriffe, fünfunddreißig Minuten vom Schneidebrett bis auf den Tisch. Knusprig gebratener Speck, Champignonscheiben, frischer Babyspinat und geriebener Parmesan in einer Sahnesauce, die an den Nudeln haftet, statt unter ihnen liegen zu bleiben.

Der Unterschied zu den meisten anderen Rezepten: Die Nudeln werden nicht separat gekocht. Sie gehen direkt in die Sauce, zusammen mit Sahne, Wasser und Brühe, und garen dort. Kein Topf mit Salzwasser, kein Sieb in der Spüle – und eine Sauce, die von allein sämig wird.

Das Rezept ist für frische Pasta geschrieben, die in zwei Minuten gar ist, funktioniert aber genauso mit Trockennudeln. Weiter unten steht, wie Sie das anpassen und wie Sie den Nudelteig selbst machen. Das Rezept finden Sie direkt hier unten.

Cremige Pasta mit Speck, Spinat und geriebenem Parmesan in einer blauen Schale auf einem blau karierten Geschirrtuch

Rezept: Cremige Pasta mit Champignons und Speck

Vorbereitung15 Minuten
Kochzeit20 Minuten
Portionen4 Portionen

Zutaten

  • 400-500 g frische Pasta – oder 300-400 g Trockennudeln
  • 300 g durchwachsener Speck am Stück, nicht in Scheiben
  • 2 Knoblauchzehen
  • 500 g frische Champignons
  • 4 EL Balsamico
  • 1½ EL getrockneter Basilikum
  • 400 ml Sahne
  • 1 Liter Wasser
  • 2 Hühnerbrühwürfel
  • 4-5 Handvoll frischer Babyspinat
  • 100 g Parmesan, gerieben
  • Salz und Pfeffer

Zubereitung

  1. Den Speck in Würfel schneiden und in einer Schmorpfanne ohne Fett knusprig braten.
  2. Währenddessen den Knoblauch schälen und die Champignons putzen, beides in Scheiben schneiden.
  3. Den Speck aus der Pfanne nehmen, das Fett aber darin lassen.
  4. Knoblauch und Champignons eine Minute bei starker Hitze in diesem Fett anbraten.
  5. Mit Salz und Pfeffer würzen, die Hitze reduzieren und zwei Minuten weiterbraten.
  6. Basilikum und Balsamico zugeben und eine halbe Minute aufkochen lassen.
  7. Sahne und Wasser angießen und die Brühwürfel hineinbröseln.
  8. Aufkochen, die Hitze ganz herunterdrehen und einen Deckel auflegen.
  9. Die Hitze wieder hochdrehen, bis es kocht, und die Pasta direkt in die Sauce geben.
  10. Zurückschalten und leise köcheln lassen, bis die Pasta gerade al dente ist – bei frischer Pasta etwa 2 Minuten.
  11. Babyspinat und Parmesan unterrühren und eine Minute durchziehen lassen, bis der Spinat zusammenfällt.
  12. Den knusprigen Speck darüberstreuen und servieren.
Tipp: Nehmen Sie Speck am Stück und schneiden Sie ihn selbst in Würfel. Fertige Würfelchen aus der Packung sind zu klein und zu mager: Sie geben kaum Fett ab und werden in der Sauce sofort weich, statt knusprig zu bleiben. Ein Stück durchwachsener Speck liefert dagegen genau das Fett, in dem die Champignons anschließend braten – und das ist der Grund, warum das Gericht ohne zusätzliches Öl auskommt.

Schritt für Schritt erklärt

Illustration: Mehl, Eier und Olivenöl werden in einer Schüssel zu Pastateig verknetet
1. Wenn Sie die Pasta selbst machen: Mehl, Eier und Öl verkneten.
Illustration: eine Kugel Pastateig ruht auf einer bemehlten Arbeitsplatte neben einem Nudelholz
2. Den Teig mindestens 15 Minuten ruhen lassen.
Illustration: Speckwürfel braten knusprig in einer trockenen Schmorpfanne
3. Speckwürfel ohne Fett knusprig braten – und herausnehmen.
Illustration: geschnittene Champignons und Knoblauch werden in einer heißen Pfanne gewendet
4. Champignons und Knoblauch im Speckfett anbraten.
Illustration: Sahne wird aus einem Kännchen in die Pfanne gegossen, dazu wird ein Brühwürfel zerbröselt
5. Sahne und Wasser angießen, Brühwürfel hineinbröseln.
Illustration: Spinatblätter und geriebener Parmesan werden in eine Pfanne mit cremiger Pasta gerührt
6. Spinat und Parmesan ganz zum Schluss unterrühren.

Warum wird die Sauce cremig, ohne dass man sie bindet?

Weil die Nudeln in der Sauce garen und ihre Stärke dort abgeben statt im Kochwasser, das Sie sonst weggießen. Die Stärkekörner quellen auf und binden Sahne und Brühe zu etwas, das an der Pasta haften bleibt. Kein Mehl, keine Speisestärke, kein langes Einkochen.

Lassen Sie sich deshalb nicht davon irritieren, dass nach dem Liter Wasser, der Sahne und den Brühwürfeln viel zu viel Flüssigkeit in der Pfanne steht. Das gehört so. Die Flüssigkeit kocht ein, während die Pasta gart, und in den letzten zwei Minuten ändert sich von Minute zu Minute viel. Ist die Sauce noch zu dünn, wenn die Pasta al dente ist, nehmen Sie die Nudeln heraus und lassen die Sauce ohne Deckel zwei Minuten weiterkochen.

Welche Sahne – und was geht statt Sahne?

Schlagsahne mit 30 Prozent Fett ist der Standard und die richtige Wahl. Wichtig ist der Vergleich mit skandinavischen Rezepten, aus denen diese Art Pfannengericht oft stammt: Dort hat Sahne bis zu 38 Prozent. Mit deutscher Schlagsahne braucht die Sauce deshalb etwa zwei Minuten länger, bis sie dieselbe Dicke erreicht.

Alternative Fett Verhalten in der Pfanne
Schlagsahne 30 % Der Standard. Kochfest, bindet von allein
Kochsahne 15 % Funktioniert. Zwei bis drei Minuten länger einkochen
Crème fraîche 30 % Säuerlicher. Erst außerhalb des Siedepunkts einrühren
Frischkäse natur 24 % Sehr cremig. 200 g in 200 ml Wasser glatt rühren
Milch 3,5 % Kann ausflocken. Mit 1 EL Speisestärke binden

Milch geht also, braucht aber Hilfe: Sie hat weder genug Fett noch genug Stärke, um sich selbst zu binden. Ohne Speisestärke oder eine Extraportion geriebenen Käse landen Sie bei Suppe mit Nudeln darin.

Der Balsamico muss vor der Sahne einkochen

Die vier Esslöffel Balsamico sind keine Deko – sie sind das, was das Gericht davor bewahrt, schwer zu werden. Speck, Sahne und Parmesan sind Fett auf Fett, und der Essig schneidet mit Säure und einer Spur Süße hindurch.

Säure und Sahne sollten sich aber nicht kalt und plötzlich begegnen. Deshalb steht im Rezept, dass der Balsamico eine halbe Minute mit den Champignons aufkochen soll, bevor die Sahne kommt. Dann ist ein Teil der Säure verkocht und der Rest in der Pfanne verteilt, statt die Sahne als Klecks zu treffen. Kommen beide gleichzeitig hinein, kann die Sahne ausflocken.

Wollen Sie den Knoblauch milder und runder, tauschen Sie die rohen Zehen gegen zwei Zehen gerösteten Knoblauch, der süß und nussig statt scharf schmeckt.

Frische oder getrocknete Pasta – und der Teig

Frische Pasta macht das Gericht am cremigsten. Ihre Oberfläche ist weicher, sie gibt in kürzerer Zeit mehr Stärke ab und ist nach rund zwei Minuten fertig – sie saugt also Sauce auf, statt sie zu verdünnen.

Bei Trockennudeln nehmen Sie 300-400 g und geben sie früher hinein: Rechnen Sie damit, dass die komplette Garzeit von der Packung unten in der Sauce stattfindet. Gießen Sie jeweils 100 ml Wasser nach, falls die Sauce zu dick wird, bevor die Nudeln weich sind.

Für selbst gemachte Pasta brauchen Sie 250 g Hartweizengrieß, 2 Eier, 1 EL Olivenöl und etwas Salz. Alles zu einem Teig verkneten, der sich wie Marzipan anfühlt, in Frischhaltefolie wickeln und mindestens eine Viertelstunde ruhen lassen. Der Teig darf eher zu feucht als zu trocken sein – ein trockener Teig reißt in der Nudelmaschine.

Was kann man sonst mit frischen Pilzen machen?

Champignons sind der Alltagspilz, aber das Gericht gewinnt mit Waldpilzen. Steinpilze und Pfifferlinge haben mehr Geschmack und weniger Wasser; sie brauchen keine längere Garzeit, sondern eine trockenere Pfanne. Braten Sie sie zuerst ohne Fett an, bis das Wasser verdampft ist, und geben Sie das Speckfett erst danach dazu.

Ohne Fleisch funktioniert das Rezept ebenfalls: 750 g Pilze statt des Specks, in zwei Durchgängen in Öl gebraten. Sie müssen Farbe bekommen, sonst fehlt dem Gericht die Tiefe, die sonst vom Speck kommt – ein Teelöffel Sojasauce hilft an derselben Stelle. Eine andere fleischlose Pfanne mit derselben Logik ist unsere Linsen-Bolognese mit Belugalinsen, und wenn es Ofengericht statt Pfanne sein soll, haben wir gefüllte Ofenkartoffeln.

Aufbewahren und aufwärmen

Reste halten sich zwei bis drei Tage im Kühlschrank in einer gut schließenden Dose. Kalt wird das Gericht fester, weil die Stärke abbindet – das gibt sich beim Aufwärmen wieder.

Wärmen Sie es in der Pfanne bei niedriger Hitze mit zwei bis drei Esslöffeln Wasser oder Milch auf und rühren Sie zwischendurch um. In der Mikrowelle geht es auch, aber auf halber Leistung und mit einmal Umrühren. Einfrieren ist nicht zu empfehlen: Die Sahne flockt beim Auftauen aus, und der Spinat wird zu grauen Fäden.

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