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Saftiger Kaffeekuchen mit Kaffeeglasur aus der Kastenform

  • Gesamt70 Mindavon 10 Min Vorbereitung
  • Ergibt1 Kuchen
  • ArtKuchenNordisch

Saftiger dunkler Rührkuchen mit Kakao und 100 ml kaltem, starkem Kaffee im Teig, in der Kastenform bei 180 Grad Umluft etwa eine Stunde gebacken und mit einer Glasur aus Puderzucker und demselben Kaffee überzogen.

In Scheiben geschnittener Kaffeekuchen mit heller Kaffeeglasur auf einem weißen Teller, daneben eine Espressotasse, eine alte Kaffeemühle und eine Mokkakanne

Kaffeekuchen mit kaltem, starkem Kaffee – im Teig und noch einmal in der Glasur. Ein saftiger, dunkler Rührkuchen mit Kakao aus der Kastenform, etwa eine Stunde bei 180 Grad Umluft, und er schmeckt tatsächlich nach Kaffee statt nur danach auszusehen.

Das Wort meint dabei zweierlei. Manchmal ist Kaffeekuchen einfach der Kuchen zum Nachmittagskaffee – Oetkers bekannter „saftiger Kaffeekuchen“ etwa kommt ganz ohne Kaffee aus. Manchmal ist es ein Kuchen, in dem Kaffee steckt. Dieser hier gehört zur zweiten Sorte, und der Kaffee sitzt gleich doppelt darin: im Teig und noch einmal in der Glasur.

Ansonsten ist es ein Rührkuchen wie jeder andere: in einer Schüssel gerührt, eine Stunde in den Ofen, auskühlen lassen. Weiter unten steht, woher die Saftigkeit tatsächlich kommt, warum der Kaffee kalt sein muss und wie Sie aus einer Backzeit zwei Runden Kuchen machen.

Saftiger Kaffeekuchen mit Kaffeeglasur

Vorbereitung10 Minuten
Kochzeit1 Stunde
Portionen1 Kuchen

Zutaten

  • Für den Teig:
  • ½ Vanilleschote
  • 250 g weiche Butter, plus etwas für die Form
  • 100 g Zucker, plus etwas für die Form
  • 4 Eier
  • 225 g Mehl
  • 25 g Backkakao
  • 1 TL Backpulver
  • 1 Prise Salz
  • 150 ml Milch
  • 100 ml kalter Kaffee (Espresso oder starker Filterkaffee)
  • Für die Glasur:
  • 200–300 g Puderzucker
  • 100–150 ml kalter Kaffee, dieselbe Sorte wie im Teig

Zubereitung

  1. Den Backofen auf 180 °C Umluft vorheizen.
  2. Die Vanilleschote längs aufschlitzen und das Mark herauskratzen.
  3. Das Mark mit einem Teil des Zuckers verreiben.
  4. Die weiche Butter, den Zucker und das Vanillemark in einer Schüssel cremig rühren.
  5. Die Eier einzeln zugeben und nach jedem Ei gut durchrühren.
  6. Mehl und Kakao zusammen sieben, Backpulver und Salz untermischen.
  7. Die Mehlmischung nach und nach abwechselnd mit der Milch und dem kalten Kaffee unterrühren.
  8. Alles gut verrühren.
  9. Eine Kastenform mit Butter ausstreichen und mit Zucker ausstreuen.
  10. Den Teig in die Form füllen und den Kuchen etwa 1 Stunde backen, bis er durchgebacken ist. Mit einem Holzstäbchen in die Mitte stechen: Kommt es sauber heraus, ist der Kuchen fertig. Bleibt Teig daran haften, braucht er länger.
  11. Den Kuchen vollständig auskühlen lassen.
  12. Den Puderzucker in eine Schüssel geben und den Kaffee nach und nach unterrühren.
  13. Weiteren Kaffee zugeben, bis die Glasur zähflüssig ist.
  14. Die Glasur auf dem vollständig erkalteten Kuchen verstreichen.
Tipp: Der Kuchen muss VOLLSTÄNDIG kalt sein, bevor die Glasur daraufkommt. Ist er noch lauwarm, schmilzt die Glasur und läuft an den Seiten herunter – das lässt sich hinterher nicht mehr retten. Und wenn Sie schon wissen, dass nicht der ganze Kuchen gegessen wird: nur die halbe Menge Glasur anrühren und auf einer Hälfte verstreichen. Die andere Hälfte ohne Glasur einfrieren – dann haben Sie an einem anderen Tag selbstgebackenen Kuchen und müssen nur etwas Puderzucker mit Kaffee anrühren.

Schritt für Schritt

Illustration: Vanilleschoten und ein Messer auf einem Schneidebrett, daneben ein kleines Häufchen Zucker
1. Die Vanilleschote aufschlitzen und das Mark herauskratzen.
Illustration: ein Handrührgerät rührt Butter, Zucker und Vanillemark in einer Rührschüssel, daneben liegt ein Ei
2. Butter, Zucker und Vanillemark cremig rühren, dann die Eier einzeln zugeben.
Illustration: Mehl und Kakao werden durch ein feines Sieb in eine Schüssel gegeben, daneben ein Teelöffel Backpulver
3. Mehl und Kakao zusammen sieben, Backpulver und Salz untermischen.
Illustration: ein Teig wird in einer Schüssel gerührt, während Milch aus einem Kännchen zugegossen wird, daneben steht eine Tasse Kaffee bereit
4. Die Mehlmischung abwechselnd mit Milch und kaltem Kaffee unterrühren.
Illustration: dickflüssiger Kuchenteig wird aus einer Schüssel in eine gefettete Kastenform auf der Arbeitsplatte gegossen
5. Den Teig in die gefettete und mit Zucker ausgestreute Kastenform füllen.
Illustration: eine Palette verstreicht Glasur auf einem ausgekühlten länglichen Kuchen auf einem Teller, daneben eine kleine Schüssel mit Glasur
6. Die Glasur auf dem vollständig erkalteten Kuchen verstreichen.

Was ist Kaffeekuchen?

Kaffeekuchen bezeichnet im Deutschen beides: den Kuchen, der zum Kaffee gereicht wird, und den Kuchen, in dem Kaffee als Zutat steckt. Gemeint ist hier die zweite Bedeutung – ein weicher, lockerer Rührkuchen mit Kaffee im Teig. So ist er aufgebaut:

  • Die Basis ist ein Rührteig mit viel Butter. 250 g weiche Butter werden mit Zucker und Vanillemark cremig gerührt, die vier Eier kommen einzeln dazu.
  • Der Kakao sorgt für die Farbe. 25 g Backkakao auf 225 g Mehl machen den Kuchen dunkel und geben einen Hauch Schokolade – aber nicht genug, um daraus einen Schokoladenkuchen zu machen.
  • Der Kaffee liefert einen Teil der Flüssigkeit. 100 ml kalter Kaffee und 150 ml Milch werden abwechselnd mit der Mehlmischung untergerührt.
  • Die Glasur ist die zweite Hälfte des Geschmacks. 200–300 g Puderzucker, mit 100–150 ml desselben Kaffees angerührt.
  • Er braucht Zeit im Ofen. Etwa eine Stunde bei 180 Grad Umluft – so lange braucht eine hohe, dicht gefüllte Kastenform.

Der Kuchen selbst ist nicht besonders süß: im Teig stecken nur 100 g Zucker. Die Süße kommt aus der Glasur, und deshalb sollte sie nicht weggelassen werden.

Warum wird der Kuchen saftig?

»Saftig« ist das Versprechen, das in jedem Rezept für Kaffeekuchen steht – hier die konkreten Gründe, warum er es wird:

  • 250 g Butter auf 225 g Mehl. Das ist mehr Fett als Mehl. Fett hält die Krume weich, auch noch nach drei Tagen.
  • 250 ml Flüssigkeit. Milch und Kaffee zusammen ergeben einen vergleichsweise feuchten Teig, der beim Backen nicht austrocknet.
  • Die Kastenform. Eine hohe, schmale Form hat wenig Oberfläche im Verhältnis zum Volumen. Derselbe Teig auf dem Blech wäre in 20 Minuten fertig – und in zwei Tagen trocken.
  • Die Glasur versiegelt. Die Zuckerschicht obenauf ist nicht nur Geschmack, sie hält die Feuchtigkeit im Kuchen.

Was ihn dagegen trocken macht, ist zu langes Backen. Prüfen Sie nach 55 Minuten mit dem Holzstäbchen und danach alle fünf Minuten – lieber einmal zu früh geschaut als zehn Minuten zu spät.

Warum muss der Kaffee kalt sein?

Weil heißer Kaffee die Butter im Teig schmilzt und die gerührte Masse dann gerinnt. Das ist eine der Stellen, an denen etwas schiefgehen kann – eine andere ist die Glasur auf einem noch warmen Kuchen.

Kochen Sie den Kaffee also rechtzeitig, oder nehmen Sie den Rest von heute Morgen – kalter Kaffee vom Vortag ist hier genau richtig. Wenn es schnell gehen muss, stellen Sie die Tasse einige Minuten in ein kaltes Wasserbad. Geben Sie keine Eiswürfel in den Kaffee – das Schmelzwasser verdünnt den starken Kaffee und verändert die abgemessene Menge. Espresso ist am einfachsten, weil er ohnehin stark genug ist, aber starker Filterkaffee erfüllt denselben Zweck.

Verwenden Sie an beiden Stellen denselben Kaffee. Daher kommt der durchgehende Geschmack, und gekocht werden muss er sowieso. Haben Sie nur löslichen Kaffee: Rechnen Sie 2 TL auf 100 ml Wasser und setzen Sie genug für beides an – für den Teig und für die Glasur – und lassen Sie es kalt werden.

So gelingt die Glasur

Die Glasur ist die einzige Stelle, an der Sie die Augen statt der Waage benutzen. Deshalb stehen dort 200–300 g Puderzucker und 100–150 ml Kaffee: Der Kaffee ist das, was bereitsteht, nicht das, was aufgebraucht werden muss. Sie hören auf, wenn die Konsistenz stimmt – und dann ist meist noch reichlich Kaffee übrig.

  • Mit dem Puderzucker anfangen, nicht mit dem Kaffee. Flüssigkeit nachzugießen ist leichter, als eine zu dünne Glasur zu retten.
  • Den Kaffee esslöffelweise zugeben und dazwischen jedes Mal rühren.
  • Aufhören, wenn die Glasur zähflüssig ist. Sie soll langsam in einem zusammenhängenden Band vom Löffel laufen und sich von selbst glattziehen – nicht an den Seiten herunterlaufen.
  • Ist sie zu dünn geworden, mehr Puderzucker einsieben. Genau dafür steht dort die Spanne 200–300 g: der Rest ist die Reserve.
  • Der Kuchen muss vollständig kalt sein. Die Glasur auf einem noch warmen Kuchen ist der häufigste Fehler, und er lässt sich nicht korrigieren.

Wie lange hält sich der Kaffeekuchen?

Eingewickelt hält er sich einige Tage im Kühlschrank, und er lässt sich einfrieren. Lassen Sie ihn vor dem Essen Zimmertemperatur annehmen – ein Butterkuchen direkt aus dem Kühlschrank schmeckt fest und stumpf. Am besten ohne Glasur, denn die wird beim Auftauen klebrig.

Und hier der Trick, für den es sich lohnt, die ganze Menge zu backen: nur die halbe Menge Glasur anrühren und auf einer Hälfte des Kuchens verstreichen. Die andere Hälfte ohne Glasur einfrieren. Dann haben Sie an einem anderen Tag selbstgebackenen Kuchen, und Sie müssen nur etwas Puderzucker mit Kaffee anrühren, während er auftaut.

Er taut in wenigen Stunden bei Raumtemperatur auf und muss vollständig aufgetaut und vollständig kalt sein, bevor die neue Glasur daraufkommt. Dieselbe Regel wie beim ersten Mal.

Varianten

Das Rezept ergibt einen dunklen Kaffeekuchen mit Kakao und Kaffeeglasur, aber auf demselben Teig lässt sich vieles aufbauen:

  • Mit Walnüssen. 75–100 g grob gehackte Walnüsse zum Schluss unterheben.
  • Mit gemahlenen Mandeln. 50 g Mehl durch 50 g gemahlene Mandeln ersetzen – der Kuchen wird dadurch etwas kompakter.
  • Mit Zimt. 2 TL Zimt in die Mehlmischung, dann geht der Kuchen in Richtung Gewürzkuchen.
  • Mit Marzipan. 100 g grob geriebenes Marzipan in den Teig. Der Kuchen wird saftiger und hält länger.
  • Mit Buttercreme statt Glasur. Die klassische Mokka-Variante: Butter, Puderzucker und ein Löffel starker Kaffee aufgeschlagen.

Was den Kuchen dagegen völlig verändert, ist der Tausch von Kakao gegen geschmolzene Kuvertüre. Dann ist es ein Schokoladenkuchen, in dem der Kaffee nur die Schokolade hervorhebt – und das ist ein anderer Kuchen als dieser.