- Gesamt20 Mindavon 10 Min Vorbereitung
- Ergibt4 Burger
- ArtHauptgerichtVegetarisch
Vegetarischer Burger, bei dem das Fleisch durch gebratene Halloumi-Scheiben ersetzt wird. Mit Chili-Mayo, Avocado, Blattsalat und eingelegten roten Zwiebeln – in 20 Minuten fertig.

Der Halloumi-Burger ist der vegetarische Burger, bei dem das Hackfleisch durch Scheiben Grillkäse ersetzt wird. Der Käse behält in der Pfanne seine Form, statt zu zerlaufen – und genau deshalb funktioniert er zwischen zwei Brötchenhälften. In 20 Minuten fertig.
Halloumi ist salzig, fest und quietscht leicht zwischen den Zähnen. Er braucht etwas Frisches und etwas Fett um sich herum. Hier sind das eine Chili-Mayo mit Zitronenschale, Avocadoscheiben und eingelegte rote Zwiebeln – drei Dinge, die in verschiedene Richtungen ziehen: Schärfe, Fett und Säure. Der Salat hält das Brötchen trocken.
Das ist Alltagsessen, kein Wochenendprojekt. Alles außer dem Käse lässt sich vorbereiten, während die Brötchen warm werden, und das Braten selbst dauert vier bis sechs Minuten. Das Rezept steht hier.
Halloumi-Burger
Zutaten
- 200 g Halloumi
- 4 Burgerbrötchen
- 1 Avocado
- 125 g Blattsalat oder Coleslaw-Mischung (Weißkohl-Möhren-Mix)
- 1 kleine rote Zwiebel, eingelegt (ca. 60 g)
- 2 EL Mayonnaise
- 1 TL Sriracha
- ½–1 TL fein abgeriebene Zitronenschale
- Salz und Pfeffer
- Etwas Öl zum Braten
Zubereitung
- Mayonnaise, Sriracha und die abgeriebene Zitronenschale zu einer Chili-Mayo verrühren und mit Pfeffer abschmecken.
- Die Burgerbrötchen im Ofen aufbacken oder auf dem Grill rösten.
- Die Avocado halbieren, den Kern entfernen, das Fruchtfleisch aus der Schale lösen und in Scheiben schneiden.
- Die Brötchen aufschneiden und beide Hälften mit der Chili-Mayo bestreichen.
- Den Halloumi in 1–1,5 cm dicke Scheiben schneiden und die Scheiben mit Küchenpapier trocken tupfen.
- Die Scheiben in etwas Öl in einer Grillpfanne braten – 2–3 Minuten pro Seite bei mittlerer bis hoher Hitze, bis sie goldene Streifen haben.
- Salat auf die untere Hälfte legen, darauf den Halloumi, dann die Avocado und zum Schluss die eingelegten Zwiebeln.
- Die obere Brötchenhälfte auflegen und sofort servieren, solange der Käse warm ist.
Schritt für Schritt






Was ist ein Halloumi-Burger?
Ein Halloumi-Burger ist ein Burger, bei dem das Fleischpatty durch gebratene oder gegrillte Halloumi-Scheiben ersetzt ist. Der Käse ist fest genug, um im Brötchen nicht zu zerfallen, und salzig genug, um allein Geschmack zu geben – ein zusätzliches Patty aus Bohnen oder Gemüse braucht es nicht.
Vegetarisch ist er, vegan nicht: Halloumi ist Käse aus Schaf- und Ziegenmilch, industriell meist mit einem Anteil Kuhmilch. Wer beim Kauf auf das Lab achtet, findet in deutschen Supermärkten inzwischen mehrere Marken mit mikrobiellem Lab, die auch für strenge Vegetarier passen.
Wie lange muss Halloumi braten? 2–3 Minuten pro Seite
Halloumi braucht 2–3 Minuten pro Seite bei mittlerer bis hoher Hitze, bis er goldbraun ist und Streifen hat. Länger macht ihn nicht besser, sondern nur zäher. So geht es:
- Scheiben von 1–1,5 cm schneiden. Dünner geschnitten wird der Käse durch und durch hart. Auf dem Grill dürfen es bis zu 2 cm sein.
- Die Scheiben trocken tupfen. Halloumi liegt in Salzlake; solange diese Flüssigkeit an der Oberfläche verdampft, bräunt der Käse nicht.
- Die Pfanne richtig vorheizen, bevor der Käse hineinkommt. Eine Grillpfanne macht die Streifen; eine normale Pfanne gibt eine gleichmäßige Kruste und funktioniert genauso gut.
- Die Scheiben 2–3 Minuten liegen lassen – erst wenden, wenn sie sich von selbst von der Pfanne lösen.
- Weitere 2–3 Minuten auf der zweiten Seite, und direkt auf den Burger legen.
Halloumi muss warm gegessen werden. Kalt wird er fest und gummiartig, deshalb brate ich ihn ganz zum Schluss – wenn die Brötchen schon warm sind und die Mayo schon gerührt ist.
Halloumi grillen statt braten
Auf dem Grill funktioniert der Käse genauso, mit drei Anpassungen. Die Scheiben dicker schneiden, 1,5–2 cm, damit sie nicht durch den Rost fallen. Vor dem Grillen mit Öl bepinseln, statt Öl auf den Rost zu geben – der Käse klebt sonst fest. Und die Scheiben über die direkte Hitze legen, nicht in die indirekte Zone: Halloumi soll Farbe bekommen, nicht durchziehen.
Dann gilt dieselbe Regel wie in der Pfanne: 2–3 Minuten liegen lassen, einmal wenden, fertig. Wer eine Grillplatte hat, nimmt sie – auf dem Rost rutscht leicht eine Scheibe zwischen die Stäbe, und gegen Ende der Garzeit ist der Käse weicher als am Anfang.
Warum schmilzt Halloumi nicht?
Halloumi schmilzt nicht, weil er kaum gesäuert ist. Bei der Herstellung wird der Bruch in der Molke auf etwa 90 °C gekocht, und diese Hitze tötet die Säuerungskultur ab, sodass der Käse nie sauer wird. Er bleibt bei etwa pH 6, und auf diesem Niveau bleibt das Calcium als Kitt zwischen den Proteinen sitzen. Das Netz ist bereits verriegelt und lässt sich nicht wieder lösen.
Mozzarella zeigt den Unterschied. Er wird ebenfalls erhitzt – der Bruch wird in rund 80 °C heißem Wasser geknetet und gezogen –, aber er wird vorher auf etwa pH 5 gesäuert, und diese Säure löst das Calcium aus dem Netz heraus. Deshalb gleiten die Proteine auseinander, sobald der Käse warm wird. Nicht die Hitze trennt die beiden Käse also, sondern die Säure. Und dasselbe verriegelte Netz gibt dem Halloumi das Quietschen zwischen den Zähnen.
Wie viel Halloumi pro Burger?
Pro Burger sind 50 g Halloumi zu rechnen – also 200 g für vier, wie im Rezept oben. Das sind zwei Scheiben von etwa 1 cm.
Das klingt wenig, aber Halloumi verliert beim Braten kaum Gewicht: Die 50 g, die in die Pfanne kommen, sind auch die 50 g, die im Brötchen landen. Ein Patty aus 100 g Hackfleisch verliert im Vergleich rund ein Viertel seines Gewichts an Wasser und Fett. Wer größeren Hunger stillen will, legt lieber eine dritte Scheibe auf, statt dicker zu schneiden – dicke Scheiben werden in der Mitte gummiartig.
Was passt am besten zu Halloumi?
Säure, Fett und etwas Süße – und kein zusätzliches Salz. Halloumi ist salziger als ein Fleischpatty, und das bestimmt den Rest des Tellers. Deshalb die eingelegten Zwiebeln, die Zitronenschale in der Mayo und die Avocado, die abpuffert. Nichts davon wird vorher gesalzen.
Als Beilage bleibe ich beim Einfachen. Ein grüner Salat mit Avocado und Erbsen ist in fünf Minuten fertig, und wer lieber einen Dip als eine scharfe Mayo möchte, nimmt den Kräuterdip mit Schmand und Schnittlauch. Soll für den Rest der Familie Fleisch dabei sein, steht der Crispy Chicken Burger hier auf der Seite – Brötchen und Beilagen sind dieselben.
Wie gesund ist Halloumi?
Halloumi ist ein normaler Fettkäse und sollte auch so behandelt werden. Er hat rund 25 g Fett pro 100 g und ist zugleich recht salzig – typisch 2,5–3 g Salz pro 100 g, ein Blick auf die Packung lohnt sich. Bei 25 g Fett sind davon rund 16–17 g gesättigte Fettsäuren, also eher mehr als in einem Rinderpatty. Dafür liefert er ordentlich Eiweiß und Calcium.
Mit 50 g Käse pro Burger bleibt die Portion überschaubar, und der Rest besteht aus Avocado, Salat und eingelegten Zwiebeln. Wer auf Salz achtet, kann die Scheiben vorher 20 Minuten in kaltem Wasser wässern – das zieht Salz heraus, verlängert das Rezept aber über die 20 Minuten hinaus, und der Käse muss danach besonders gründlich trocken getupft werden, sonst bräunt er nicht.