- Gesamt45 Mindavon 10 Min Vorbereitung
- Ergibt4 Portionen
- ArtBeilageNordisch
Ganze Karotten bei 200 °C weich gebacken und mit Honig, Zitronenscheiben, frischem Thymian und Butter glasiert. Beilage zu allem von Ofenlachs bis zur Bratwurst.

Ofenkarotten sind ganze Karotten, die bei 200 °C weich gebacken und dabei mit Honig glasiert werden. Das dauert 30 bis 40 Minuten, und davon sind zehn Minuten Arbeit für Sie. Den Rest erledigt der Backofen allein.
Die Karotte gehört zu den wenigen Gemüsesorten, die aus dem Ofen besser schmecken als aus dem Topf. Die Hitze treibt das Wasser aus und konzentriert den Zucker, sodass die Karotte von selbst süßer wird – der Honig legt nur eine glänzende Schicht darüber. Dazu kommen Zitronenscheiben, frischer Thymian und ein paar Butterflöckchen.
Kein Vorkochen, keine Marinade, die stundenlang ziehen muss: Die Karotten gehen roh in die Form. Hier kommt das Rezept.
Ofenkarotten
Zutaten
- 1 kg Karotten – möglichst nicht zu dick, gern mit Grün
- 2 EL flüssiger Honig
- 1–2 Zitronen – unbehandelt
- 2 EL frischer Thymian
- 20 g Butter
- Salz und Pfeffer
Zubereitung
- Den Backofen auf 200 °C vorheizen.
- Die Karotten gründlich abbürsten oder schälen und das Grün bis auf einen kurzen Rest abschneiden.
- Die Karotten in einer Lage in eine Fettpfanne oder eine passende Auflaufform legen.
- Mit dem Honig vermengen.
- Die Zitronen waschen, in Scheiben schneiden und zwischen die Karotten legen.
- Den Thymian darüberstreuen.
- Butterflöckchen darauf verteilen und mit Salz und Pfeffer würzen.
- Die Karotten etwa 30–40 Minuten backen – nach der Hälfte der Zeit einmal wenden.
- Warm servieren, zu allem von Braten über Fischfilet bis zur Bratwurst.
Schritt für Schritt






Wie lange brauchen rohe Karotten im Ofen?
Karotten brauchen zwischen 15 und 40 Minuten bei 200 °C – nur die kleinsten Stücke profitieren davon, auf 225 °C hochzugehen. Die Spanne ist so groß, weil nicht der Name des Schnitts über die Zeit entscheidet, sondern wie dick das dickste Stück ist. Wenn Sie die Karotten zerteilen, zählt das nur, weil sie dadurch dünner werden – und genau das lassen die meisten Rezepte weg:
- Ganze dünne Karotten, unter 2 cm – 20–25 Minuten. Das sind die zarten Sommerkarotten mit Grün.
- Ganze normale Karotten, 2–3 cm – 30–40 Minuten. Darauf ist das Rezept oben ausgelegt.
- Ganze dicke Karotten, über 3 cm – längs halbieren. Dann sind sie unter 2 cm dick und brauchen 25–30 Minuten. Lassen Sie sie ganz, sind sie außen verbrannt, bevor der Kern weich ist.
- Hälften und Stifte, ca. 1,5–2 cm – 25–30 Minuten.
- Scheiben und kleine Stücke unter 1 cm – 15–20 Minuten, gern bei 225 °C.
Die Garprobe machen Sie mit einem spitzen Messer: Es soll ohne Widerstand hineingleiten, die Karotte aber nicht zerfallen. Sind die Karotten unterschiedlich dick, legen Sie die dicksten nach außen, wo die Hitze am stärksten ist, und die dünnen in die Mitte.
Der Honig muss auf der Karotte sitzen, nicht in der Form
Hier entscheidet sich, ob die Beilage gelingt oder ob Sie hinterher eine schwarze Kruste aus der Form kratzen. Der Fruchtzucker im Honig karamellisiert bereits ab etwa 110 °C, während normaler Zucker erst bei rund 160 °C anfängt. Läuft der Honig von den Karotten in einer dünnen Schicht auf den Boden, liegt er direkt auf dem heißen Formboden – und dort verbrennt er, lange bevor die Karotten gar sind.
Zwei Handgriffe lösen das: Schütteln Sie Karotten, Honig, Zitrone und Thymian vor dem Backen in einem Gefrierbeutel durch, damit der Honig als Film um jede Karotte liegt. Und wenden Sie die Karotten nach der halben Backzeit, damit der Honig, der doch noch heruntergelaufen ist, wieder nach oben kommt.
Verteilen Sie die Karotten in einer Lage mit etwas Abstand. Liegen sie übereinander, dämpfen sie sich gegenseitig weich, statt zu rösten – und dann entsteht überhaupt keine Glasur. Die Zitronenscheiben gehören zwischen die Karotten und nicht obendrauf, weil sie dünn sind und schneller dunkel werden. Verwenden Sie unbehandelte Zitronen, denn die Schale wird mitgebacken.
Werden Karotten im Backofen weich, ohne matschig zu werden?
Ja – solange Sie sie nicht vorkochen. Eine vorgekochte Karotte hat ihr Wasser schon im Topf abgegeben und wird im Ofen nur noch weicher, ohne Farbe zu bekommen. Roh in die Form ist also kein Kompromiss, sondern der springende Punkt.
Ofenkarotten, Karotten im Backofen, Möhren aus dem Ofen, Ofenmöhren oder geröstete Karotten: Es sind alles Namen für dasselbe. Der Unterschied liegt nicht im Rezept, sondern darin, wie man das Gemüse zu Hause nennt.
Wie viele Karotten pro Person?
Rechnen Sie mit 250 g rohen Karotten pro Person, wenn sie die einzige Beilage sind – also 1 kg für vier, wie im Rezept oben. Steht noch etwas anderes auf dem Tisch, genügen 150–200 g pro Person.
Denken Sie an den Schwund: Aus 1 kg rohen Karotten werden im Ofen etwa 700–750 g, weil das Wasser verdampft. Genau das macht den Geschmack kräftiger. Für größere Runden lieber zwei Formen nehmen, als eine bis zum Rand zu füllen.
Sind Ofenkarotten gesund?
Ja. Die Karotte ist eines der Gemüse, die durch Erhitzen wertvoller werden: Die Hitze bricht die Zellwände auf, sodass der Körper das Betacarotin – die Vorstufe von Vitamin A – leichter aufnimmt. Betacarotin ist außerdem fettlöslich, deshalb sind die 20 g Butter in der Form nicht nur Geschmack.
Nur der Honig zieht in die andere Richtung, und das in überschaubarem Maß: Zwei Esslöffel auf vier Portionen sind rund 8 g Zucker pro Person. Wer ganz darauf verzichten will, backt die Karotten mit Olivenöl, Salz und Thymian – süß werden sie ohnehin, durch ihren eigenen Zucker.
Wozu passen Ofenkarotten?
Zu allem Gebratenen, das nicht schon süß ist. Zum Sonntagsessen machen sie sich gut neben einem Krustenbraten, und gefüllte Ofenkartoffeln teilen sich Temperatur und Backblech mit ihnen. Etwas Frisches daneben? Ein grüner Salat reicht.
Wenn der Ofen ohnehin läuft, kann gerösteter Knoblauch auf der unteren Schiene gleich mitgaren. Reste halten sich drei bis vier Tage im Kühlschrank in einer verschlossenen Dose und werden am besten 8–10 Minuten bei 200 °C aufgewärmt – nicht in der Mikrowelle, die macht sie wässrig. Kalt schmecken sie gut in einem Salat mit Feta und ein paar Nüssen.