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Mousse au Chocolat mit Sahne – einfaches Rezept mit vier Zutaten

Zwei Gläser selbst gemachte Mousse au Chocolat mit Sahnehaube, Schokoraspeln und frischer Minze

Mousse au Chocolat sieht nach deutlich mehr Aufwand aus, als sie ist. Vier Zutaten, ein Handrührgerät und ein Kühlschrank – mehr braucht es nicht. Die eigentliche Arbeit dauert eine Viertelstunde, der Rest ist Warten.

Genau das macht sie zum idealen Dessert für Gäste. Die Mousse muss mindestens zwei Stunden kalt stehen, um fest zu werden, und sie wird sogar besser, wenn man sie am Vortag zubereitet. Dann steht sie fertig im Kühlschrank, während der Rest des Menüs entsteht, und wird erst kurz vor dem Servieren garniert.

Gelatine kommt hier keine hinein. Eine klassische Mousse au Chocolat wird von der Kakaobutter in der Schokolade und von der Luft im steifen Eischnee getragen – nicht von Gelatineblättern, die klumpen können. Das Rezept finden Sie hier unten.

Zwei Gläser selbst gemachte Mousse au Chocolat mit Sahnehaube, Schokoraspeln und frischer Minze

Rezept: Mousse au Chocolat mit Sahne

Vorbereitung15 Minuten
Kochzeit2 Stunden Kühlzeit
Portionen4

Zutaten

  • 150 g Zartbitterschokolade mit niedrigem Kakaoanteil, 50-57 %
  • 2 Eier
  • 30 g Zucker
  • 250 ml Schlagsahne

Zubereitung

  1. Die Schokolade über dem Wasserbad oder in der Mikrowelle schmelzen.
  2. Die Eier trennen.
  3. Eigelb und Zucker hell und schaumig aufschlagen – am einfachsten mit dem Handrührgerät.
  4. Das Eiweiß steif schlagen. Es muss so fest sein, dass es in der Schüssel bleibt, wenn man sie umdreht.
  5. Die Sahne locker aufschlagen – lieber zu weich als zu fest.
  6. Die vollständig geschmolzene Schokolade 5-10 Minuten abkühlen lassen.
  7. Sie dann langsam unter die Eigelbmasse gießen und dabei vorsichtig unterheben, ohne die Luft herauszuschlagen.
  8. Anschließend den steifen Eischnee unterheben, ebenfalls ohne zu rühren.
  9. Zum Schluss den größten Teil der Sahne unterheben – etwas zum Garnieren zurückbehalten.
  10. Die Mousse auf vier Gläser oder kleine Schalen verteilen und mindestens zwei Stunden kalt stellen.
  11. Mit Sahne und Schokoraspeln garnieren und servieren.
Tipp: Nehmen Sie eine Zartbitterschokolade mit 50-57 % und keine 70-prozentige. Je höher der Kakaoanteil, desto mehr Kakaobutter und desto fester und herber wird die Mousse – nach einem Tag im Kühlschrank wird eine 70-prozentige fast zäh. Die Schokolade muss außerdem lauwarm sein, nicht heiß, wenn sie auf das Eigelb trifft, sonst gerinnt es zu kleinen Körnchen.

So geht es – Schritt für Schritt

Illustration: eine Schüssel mit Schokoladenstücken schmilzt über einem Topf mit siedendem Wasser
1. Die Schokolade über dem Wasserbad schmelzen.
Illustration: ein Ei wird getrennt, das Eigelb in einer Schale, das Eiweiß in einer zweiten
2. Die Eier trennen.
Illustration: ein Handrührgerät schlägt Eigelb und Zucker schaumig auf
3. Eigelb und Zucker hell und schaumig aufschlagen.
Illustration: ein Schneebesen wird aus einer Schüssel mit steifem Eischnee gehoben
4. Das Eiweiß ganz steif schlagen.
Illustration: Sahne wird in einem dünnen Strahl in eine Schüssel mit dunkler Schokoladenmasse gegossen
5. Das Aufgeschlagene unter die Schokolade heben – nicht rühren.
Illustration: vier gefüllte Dessertgläser stehen auf einem Kühlschrankfach
6. Die Mousse in Gläser füllen und zwei Stunden kalt stellen.

Was gehört in eine Mousse au Chocolat?

In die klassische französische Mousse au Chocolat gehören genau drei Dinge: Schokolade, Eier und ein wenig Zucker. Sonst nichts. Das ist die Version, die in Frankreich als Original gilt, und sie schmeckt intensiv nach Schokolade, weil nichts sie verdünnt.

Dieses Rezept enthält zusätzlich Sahne, und das ist eine bewusste Entscheidung. Die Sahne macht die Mousse milder, cremiger und ein gutes Stück nachgiebiger auf dem Löffel – und sie verzeiht mehr, wenn der Eischnee nicht ganz perfekt geworden ist. Wer das strenge Original will, lässt die Sahne einfach weg und nimmt stattdessen 200 g Schokolade und drei Eier.

Was auf keinen Fall hineingehört: Gelatine, Speisestärke oder Puddingpulver. Alle drei machen aus der Mousse eine Creme oder einen Pudding – dicht, glatt und formstabil statt luftig. Ein Löffel Rum, Espresso oder ein Hauch Salz dagegen sind erlaubt und verstärken den Schokoladengeschmack.

Welche Schokolade nehmen?

Hier weiche ich von den meisten Rezepten ab: Nehmen Sie eine Zartbitterschokolade mit niedrigem Kakaoanteil, 50-57 %, und nicht die feine 70-prozentige. Ein hoher Kakaoanteil bedeutet mehr Kakaobutter und weniger Zucker, und das ergibt eine festere, herbere Mousse, die nach einem Tag im Kühlschrank leicht zäh wird.

Vollmilchschokolade geht ebenfalls, dann lassen Sie den Zucker aber ganz weg und erhöhen die Schokoladenmenge auf 200 g – Vollmilchschokolade enthält weniger Kakaobutter und wird dadurch weicher. Kuvertüre aus dem Backregal funktioniert genauso gut wie eine Tafel und ist meist günstiger.

Schmelzen Sie die Schokolade über dem Wasserbad oder in der Mikrowelle in Schüben von 20-30 Sekunden mit Rühren dazwischen. Schokolade brennt an, ohne verbrannt auszusehen, und dann ist sie nicht mehr zu retten.

Mousse au Chocolat ohne Ei und vegan mit Seidentofu

Ohne Ei geht es, und das Ergebnis ist sogar besonders unkompliziert. 200 g Zartbitterschokolade mit 100 ml Sahne zu einer glänzenden Ganache schmelzen, auf Zimmertemperatur abkühlen lassen und in zwei Etappen unter 300 ml locker geschlagene Sahne heben. Mindestens drei Stunden kalt stellen – ohne Eischnee braucht sie etwas länger. Die Mousse wird dichter und trüffelartiger als das Original und eignet sich am besten als Tortenfüllung.

Die vegane Variante gelingt mit Seidentofu: 300 g Seidentofu mit 200 g geschmolzener veganer Zartbitterschokolade und zwei Esslöffeln Ahornsirup ganz glatt pürieren. Die Masse wirkt zunächst flüssig, wird im Kühlschrank aber in drei Stunden schnittfest. Achten Sie darauf, dass die Schokolade kein Milchpulver enthält.

Die dritte Möglichkeit ist Aquafaba, also das Abtropfwasser aus einer Dose Kichererbsen. Es wird wie Eiweiß steif geschlagen und unter geschmolzene Schokolade gehoben. Von allen eifreien Varianten kommt diese der Luftigkeit des Originals am nächsten.

Wie wird die Mousse richtig fluffig?

Drei Dinge entscheiden darüber, und alle drei passieren in weniger als einer Minute. Erstens der Eischnee: Er muss so steif sein, dass er in der Schüssel bleibt, wenn Sie sie umdrehen. Schon ein Tropfen Eigelb oder ein Fettfilm in der Schüssel verhindert das – trennen Sie die Eier deshalb einzeln über einer kleinen Schale.

Zweitens die Temperatur der Schokolade. Sie muss lauwarm sein, ungefähr Körpertemperatur. Zu heiße Schokolade lässt das Eigelb gerinnen und erzeugt kleine harte Körnchen; zu kalte erstarrt beim Kontakt mit der kalten Sahne sofort zu Krümeln.

Drittens die Bewegung. Nehmen Sie einen Teigschaber, greifen Sie unter die Masse und heben Sie sie in großen, ruhigen Bewegungen über sich selbst. Nicht rühren – jede Runde mit dem Schneebesen schlägt Luft heraus, und die Luft ist der ganze Sinn einer Mousse.

Häufige Fragen

Kann man Mousse au Chocolat einen Tag vorher machen? Ja, und sie profitiert davon. Im Kühlschrank hält sie sich abgedeckt drei bis vier Tage. Sie wird von Tag zu Tag etwas dichter, weil die Luft langsam entweicht. Unbedingt abdecken – Mousse nimmt bereitwillig den Geschmack von allem an, was sonst im Kühlschrank steht.

Kann man sie einfrieren? Ja, am besten in Portionsgläsern und vor dem Garnieren. Die Gläser nach dem Festwerden in einen verschlossenen Beutel geben und im Kühlschrank in 4-6 Stunden auftauen lassen. Nach dem Einfrieren wird die Konsistenz etwas eisartiger, was an heißen Tagen kein Nachteil ist.

Sind rohe Eier ein Problem? Das Salmonellenrisiko bei deutschen Eiern ist gering, aber nicht null. Schwangere, Kleinkinder, ältere Menschen und Personen mit geschwächtem Immunsystem sollten Speisen mit rohem Ei meiden – für sie ist die eifreie Variante weiter oben die richtige Wahl. Verwenden Sie ansonsten frische Eier und keine mit Rissen in der Schale.

Geht das auch im Thermomix? Ja, aber nur teilweise. Schokolade schmelzen und Eischnee schlagen übernimmt die Maschine gut; das Unterheben müssen Sie von Hand machen, sonst schlägt der Rührer die Luft wieder heraus.

Und weiße Mousse au Chocolat? Die hat ein eigenes Rezept, weil weiße Schokolade sich beim Schmelzen völlig anders verhält: weiße Mousse au Chocolat mit Zitrone und Dickmilch. Wer lieber ein fruchtiges Dessert im Glas möchte, findet hier das Apfeldessert im Glas, das sich ebenfalls am Vortag zubereiten lässt.

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