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Hot Dog selber machen – mit Röstzwiebeln, Bacon und eingelegten Zwiebeln

  • Gesamt15 Mindavon 5 Min Vorbereitung
  • Ergibt3 Stück
  • ArtHauptgerichtNordisch

Hot Dog mit selbstgemachten Toppings: die Würstchen braten im Baconfett, die Remoulade liegt unten im Brötchen, und obenauf kommen eingelegte rote Zwiebeln, Röstzwiebeln, Gurkensalat und eingelegte Senfkörner.

Selbstgemachter Hot Dog mit Bacon, eingelegten roten Zwiebeln, Röstzwiebeln, Gurkensalat und eingelegten Senfkörnern

Einen Hot Dog selber machen dauert eine Viertelstunde – wenn die Toppings fertig im Kühlschrank stehen. Genau darum geht es hier: knuspriger Bacon, eingelegte rote Zwiebeln, Röstzwiebeln, Gurkensalat und eingelegte Senfkörner, alles selbst gemacht.

Die eingelegten Sachen macht man im Voraus. Sie halten sich wochenlang im Kühlschrank, und damit wird aus dem Hot Dog ein Dienstagabendessen statt eines Projekts.

Die Würstchen braten im Fett des Bacons, und die Remoulade liegt unten im Brötchen, nicht obenauf. Beides hat einen Grund, und beide Gründe stehen unter dem Rezept.

Hot Dog selber machen

Vorbereitung5 Minuten
Kochzeit10 Minuten
Portionen3 Stück

Zutaten

  • 3 gute Hot-Dog-Brötchen
  • 3 gute Würstchen
  • 3 Scheiben Bacon
  • Remoulade
  • Ketchup oder süße Chilisauce
  • Eingelegte rote Zwiebeln
  • Röstzwiebeln
  • Gurkensalat
  • Eingelegte Senfkörner – siehe unten
  • Für die eingelegten Senfkörner: 1 Päckchen Senfkörner, ca. 40 g
  • 150 ml klarer Essig
  • ½ TL grobes Salz oder Flockensalz – gern Rauchsalz
  • 3 TL Rohrzucker

Zubereitung

  1. Senfkörner, Essig, Salz und Zucker in einen Topf geben und aufkochen.
  2. 8-10 Minuten kochen lassen.
  3. Die Senfkörner mit dem Sud in ein sauberes Glas mit dicht schließendem Deckel füllen.
  4. Die Baconscheiben auf eine kalte, trockene Pfanne legen.
  5. Erst dann die Hitze anstellen und den Bacon knusprig und braun braten.
  6. Die Würstchen im Fett des Bacons braten.
  7. Die Brötchen im Toaster oder Ofen erwärmen, falls sie nicht frisch gebacken sind.
  8. Die Brötchen aufschneiden und unten Remoulade hineinstreichen.
  9. In jedes Brötchen ein Würstchen legen.
  10. Einen Streifen Ketchup oder Chilisauce an einer Seite des Würstchens ziehen und an der anderen Seite eine Scheibe Bacon anlegen.
  11. Mit eingelegten roten Zwiebeln, Röstzwiebeln, Gurkensalat und eingelegten Senfkörnern garnieren.
Tipp: Der Bacon kommt auf eine völlig kalte, trockene Pfanne, und erst danach wird die Hitze angestellt. So schmilzt das Fett langsam heraus, während die Pfanne warm wird, und die Scheiben werden gleichmäßig knusprig, statt sich um eine rohe Mitte zusammenzuziehen. Und das Fett wird gebraucht: die Würstchen braten darin, sobald der Bacon herausgenommen ist. Die Röstzwiebeln erst kurz vor dem Essen aufstreuen – auf etwas Feuchtem verlieren sie ihren Biss binnen Minuten.

Schritt für Schritt

Illustration: Senfkörner kochen im Essigsud in einem kleinen Topf
1. Senfkörner, Essig, Salz und Zucker 8-10 Minuten kochen.
Illustration: die gekochten Senfkörner werden mit dem Sud in ein sauberes Glas gefüllt
2. Körner und Sud in ein sauberes Glas mit dichtem Deckel füllen.
Illustration: drei Baconscheiben auf einer kalten, trockenen Pfanne, bevor die Hitze angestellt wird
3. Den Bacon auf die kalte, trockene Pfanne legen – erst danach die Hitze anstellen.
Illustration: die Würstchen braten im Baconfett in derselben Pfanne
4. Den Bacon herausnehmen und die Würstchen im verbliebenen Fett braten.
Illustration: Remoulade wird unten in ein aufgeschnittenes Hot-Dog-Brötchen gestrichen
5. Das lauwarme Brötchen aufschneiden und Remoulade als Feuchtigkeitssperre einstreichen.
Illustration: fertiger Hot Dog mit Bacon, eingelegten roten Zwiebeln, Röstzwiebeln, Gurkensalat und Senfkörnern
6. Würstchen hinein, Ketchup an die eine Seite, Bacon an die andere – Topping zuletzt.

Wie belegt man einen Hot Dog richtig?

Richtig belegt man einen Hot Dog von unten nach oben in vier Schichten – und jede Schicht hat einen Grund. Die Reihenfolge entscheidet, ob alles im Brötchen bleibt oder nach zwei Bissen auf dem Teller liegt.

  1. Remoulade unten ins Brötchen. Sie ist Geschmack und Feuchtigkeitssperre zugleich – eine Fettschicht zwischen Brötchen und allem Eingelegten hält den Boden davon ab, beim Essen durchzuweichen.
  2. Das Würstchen hinein. Es muss liegen, bevor Sauce an die Seiten kommt, sonst schiebt man die Sauce nur an den Rändern hoch.
  3. Ein Streifen Ketchup an der einen Seite, Bacon an der anderen. So hat man Süßes und Salziges in jedem Bissen – und sieht beides noch, wenn der Hot Dog fertig belegt ist.
  4. Das Topping obenauf. Eingelegte Zwiebeln, Röstzwiebeln, Gurkensalat – und die Senfkörner ganz zum Schluss über alles gestreut.

Die Röstzwiebeln kommen wirklich erst zuletzt drauf. Auf etwas Feuchtem verlieren sie ihren Biss binnen Minuten.

Welche Toppings gehören auf einen Hot Dog?

Auf einen guten Hot Dog gehören Toppings, die sich in Geschmack, Konsistenz und Farbe unterscheiden – nicht fünf Dinge, die alle sauer und weich sind. Das ist der häufigste Fehler beim Aufrüsten: man legt mehr vom Gleichen drauf.

So verteilen sich die Toppings in diesem Rezept. Die Tabelle ist die Vorlage, wenn Sie etwas austauschen:

Topping Geschmack Konsistenz Farbe
Würstchen Salzig und umami Zäh und saftig Rotbraun
Bacon Salzig und rauchig Knusprig und hart Dunkelrot
Remoulade Süß und säuerlich Weich und cremig Hellgelb
Ketchup oder Chilisauce Süß – und scharf Glatt Rot
Eingelegte rote Zwiebeln Säuerlich Knackig Rosa
Röstzwiebeln Süß und leicht bitter Krachend Goldbraun
Gurkensalat Säuerlich und süß Fest und saftig Grün
Eingelegte Senfkörner Bitter und säuerlich Platzen zwischen den Zähnen Gelb

Auffällig ist: das Bittere kommt allein von den Senfkörnern. Lässt man sie weg, fehlt eine ganze Geschmacksdimension, und man muss sie woanders holen – etwa in Rucola oder Kresse.

Welche Sauce kommt auf einen Hot Dog?

Auf einen dänischen Hot Dog kommen zwei Saucen: Remoulade unten ins Brötchen und Ketchup als Streifen an der Seite des Würstchens. Eine gekochte Hot Dog Sauce, wie sie viele deutsche Rezepte vorsehen, gibt es hier nicht – die Säure kommt aus dem Eingelegten statt aus einer Soße.

Wer trotzdem eine eigene Hot Dog Sauce will, braucht dafür keinen Topf. Zwei Esslöffel Mayonnaise, ein Teelöffel mittelscharfer Senf, ein Teelöffel Ketchup und ein Spritzer Essig ergeben in einer Minute eine Sauce, die dem dänischen Original nahekommt. Mehr ist eine Hot Dog Sauce dort nicht.

Senf gehört in Deutschland selbstverständlich dazu, in Dänemark eher nicht – dort übernehmen die eingelegten Senfkörner seine Rolle. Wollen Sie beides, streichen Sie den Senf zusammen mit der Remoulade unten ins Brötchen. Oben aufgetragen trifft der erste Bissen sonst nur Senf, und der Rest des Hot Dogs bleibt ohne. Mittelscharfer Senf passt besser als scharfer, weil die eingelegten Zwiebeln schon Säure mitbringen.

Warum der Bacon auf die kalte Pfanne muss

Die Baconscheiben kommen auf eine völlig kalte, trockene Pfanne, und erst danach wird die Hitze angestellt. Das Fett schmilzt dann langsam heraus, während die Pfanne warm wird, und die Scheiben werden gleichmäßig knusprig statt sich um eine rohe Mitte zusammenzuziehen.

Kommt Bacon auf eine heiße Pfanne, zieht sich das Fleisch sofort zusammen, und das Fett schafft es nie heraus. Das Ergebnis sind Scheiben, die außen verbrannt und innen weich sind.

Und das Fett wird gebraucht. Ist der Bacon herausgenommen, braten die Würstchen in dem, was in der Pfanne liegt. Genau deshalb steht im Rezept erst der Bacon und dann die Würstchen – nicht umgekehrt. Es ist Geschmack, der nichts kostet, derselbe Griff wie beim Frikadellenbrötchen mit Krautsalat.

Eingelegte Senfkörner – das Topping, das den Unterschied macht

Eingelegte Senfkörner bestehen aus einem Päckchen Senfkörner, klarem Essig, Salz und etwas Rohrzucker, die 8-10 Minuten kochen und dann in ein sauberes Glas kommen. Die Körner saugen sich mit dem Sud voll und quellen auf, aus harten Körnern werden kleine weiche Kugeln, die beim Kauen platzen – ungefähr wie Kaviar, nur mit Senfgeschmack.

Mit Rauchsalz im Sud bekommen sie eine zusätzliche Ebene, die zum Bacon passt. Im Glas mit dicht schließendem Deckel halten sie sich wochenlang im Kühlschrank, und sie sind nicht nur für Hot Dogs gut, sondern auch im Kartoffelsalat oder auf einem belegten Brot.

Wichtig: in den Sud kommt kein Wasser. Er ist reiner Essig, weil die Körner beim Quellen selbst einen großen Teil der Flüssigkeit aufnehmen. Verdünnt man den Sud, schmeckt das Ergebnis flach.

Hot Dog oder French Hotdog – wo ist der Unterschied?

Es sind zwei verschiedene Gerichte. Ein French Hotdog ist ein längliches Baguette mit einem Loch, in das das Würstchen geschoben wird, und der ganze Geschmack kommt aus dem Dressing im Loch – für Toppings ist dort kein Platz.

Der offene Hot Dog ist das Gegenteil: das Brötchen wird ganz aufgeschnitten, und der ganze Sinn ist, dass Schicht auf Schicht passt. Den französischen isst man im Gehen. Diesen hier isst man im Sitzen, am besten mit einer Serviette in Reichweite.

Was lässt sich vorbereiten?

Alles außer den Röstzwiebeln. Eingelegte rote Zwiebeln und Senfkörner halten sich mehrere Wochen im Glas im Kühlschrank, der Gurkensalat drei bis vier Tage, die Remoulade vier bis fünf.

Die Röstzwiebeln sind das Einzige, was am selben Tag gemacht werden muss. Und packen Sie sie nie in eine dichte Dose, solange sie noch lauwarm sind – dann dämpfen sie sich selbst weich. Eine offene Schüssel ist besser. Für Gäste stellt man einfach alles in Schalen auf den Tisch und lässt jeden selbst belegen.