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Hotdog-Brötchen selber backen – 8 Stück, im Dampf gegangen

  • Gesamt135 Mindavon 30 Min Vorbereitung
  • Ergibt8 Hotdog-Brötchen
  • ArtBackenNordisch

Selbst gebackene Hotdog-Brötchen aus Hefeteig mit Ei. Der Teig geht eine Stunde bei Zimmertemperatur, die Brötchen gehen eine halbe Stunde im Dampf und backen 15 Minuten bei 200 °C. Acht Stück, fertig in gut zwei Stunden.

Zwei Würstchen in selbst gebackenen Hotdog-Brötchen, von oben aufgeschnitten, mit Senf, Remoulade, rohen Zwiebeln, Röstzwiebeln und Gurkensalat

Hotdog-Brötchen selber backen lohnt sich vor allem wegen der Konsistenz: Selbst gebackene Brötchen sind deutlich weicher als gekaufte, und der Unterschied entsteht beim Gehen. Die Brötchen gehen eine halbe Stunde im Dampf im Ofen, bevor sie gebacken werden. Acht Stück brauchen gut zwei Stunden, und die meiste Zeit arbeitet der Teig allein.

Der Teig ist so einfach, wie ein Hefeteig sein kann – Hefe, Wasser, Zucker, Salz, Öl, Ei und Weizenmehl. Keine Milch, keine Butter und keine kalte Gare über Nacht. Das ist Backen für den Alltag, kein Wochenendprojekt.

Unter dem Rezept steht der ganze Weg vom Teig bis zum fertigen Hotdog: warum der Dampf so viel ausmacht, bei welcher Temperatur gebacken wird, warum das Brötchen von oben aufgeschnitten wird – und warum die dänischen Würstchen eigentlich rot sind. Hier kommt das Rezept.

Hotdog-Brötchen selber backen

Vorbereitung30 Minuten
Kochzeit1 Stunde 45 Minuten
Portionen8 Brötchen

Zutaten

  • 25 g frische Hefe
  • 150 ml lauwarmes Wasser
  • 1 EL Zucker
  • 1 TL Öl
  • 1 Ei
  • 350 g Weizenmehl (Type 550)
  • 1 TL Salz
  • 8 gute Wiener Würstchen
  • Etwas Öl zum Braten
  • Senf
  • Ketchup
  • Remoulade
  • 1-2 rohe Zwiebeln, je nach Größe
  • Röstzwiebeln
  • Gurkensalat

Zubereitung

  1. Die Hefe in das lauwarme Wasser bröckeln, den Zucker zugeben und rühren, bis die Hefe sich gelöst hat.
  2. Öl, Ei, Salz und Mehl zugeben und kneten, bis der Teig fest und glänzend ist, ohne trocken zu sein – etwas mehr Mehl zugeben, wenn er klebt.
  3. Den Teig abgedeckt bei Zimmertemperatur etwa eine Stunde gehen lassen.
  4. Den Teig in acht gleich große Stücke teilen und jedes Stück zu einem länglichen Strang von etwa 15 cm rollen.
  5. Die Brötchen mit nur zwei Zentimetern Abstand auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen, damit sie an den Rändern leicht zusammenbacken.
  6. Die Brötchen eine halbe Stunde im Dampf gehen lassen: kochendes Wasser in eine Fettpfanne gießen, diese auf den Boden des kalten Ofens stellen, das Blech in die Mitte schieben und die Tür schließen.
  7. Blech und Fettpfanne herausnehmen und den Ofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze vorheizen – keine Umluft.
  8. Die Hotdog-Brötchen etwa 15 Minuten backen, bis sie goldbraun und durchgebacken sind.
  9. Die Brötchen auf einem Rost etwas abkühlen lassen.
  10. Eine Grillpfanne erhitzen, etwas Öl zugeben, die Hitze reduzieren und die Würstchen bei mittlerer Hitze braten, bis sie Farbe angenommen haben.
  11. Die Zwiebeln schälen und in kleine Würfel schneiden.
  12. Die Brötchen von oben aufschneiden und je ein Würstchen hineinlegen.
  13. Einen Streifen Senf an die eine Seite des Würstchens und einen Streifen Ketchup an die andere spritzen, dann Remoulade im Zickzack darüber ziehen.
  14. Mit rohen Zwiebeln und danach mit Röstzwiebeln bestreuen, den Gurkensalat darauflegen und sofort servieren.
Tipp: Legen Sie die Brötchen dicht nebeneinander auf das Blech – mit nur zwei Zentimetern Abstand backen sie an den Rändern leicht zusammen, und genau dort ist die Kruste am dünnsten und das Brötchen am weichsten. Zum Einfrieren die Brötchen ganz fertig backen, vollständig auskühlen lassen und direkt aus dem Gefrierfach 5-8 Minuten bei 175 °C aufbacken.

So geht es – Schritt für Schritt

Illustration: Hefe wird zwischen zwei Fingern in eine Schüssel mit lauwarmem Wasser gebröckelt, daneben ein Löffel Zucker
1. Die Hefe in lauwarmes Wasser bröckeln und den Zucker einrühren.
Illustration: eine Küchenmaschine knetet mit dem Knethaken einen glänzenden Hefeteig, daneben Ei, Öl und Mehl
2. Öl, Ei und Mehl einkneten, bis der Teig fest und glänzend ist.
Illustration: der Teig ist in acht Stücke geteilt, zwei Hände rollen ein Stück zu einem länglichen Strang neben einem Backblech
3. Den Teig in acht Stücke teilen und jedes zu etwa 15 cm rollen.
Illustration: ein geöffneter Backofen mit einem Blech Hotdog-Brötchen in der Mitte und einer dampfenden Fettpfanne mit Wasser am Boden
4. Die Brötchen eine halbe Stunde über einer Fettpfanne mit kochendem Wasser gehen lassen.
Illustration: Würstchen liegen auf einer gerillten Grillpfanne, eine Zange wendet eines davon
5. Die Würstchen bei mittlerer Hitze braten und oft wenden.
Illustration: ein von oben aufgeschnittenes Hotdog-Brötchen mit Würstchen, Streifen von Senf und Ketchup, Remoulade im Zickzack, rohen und gerösteten Zwiebeln und Gurkensalat
6. Das Brötchen von oben aufschneiden, das Würstchen hineinlegen und belegen.

Warum sollten Hotdog-Brötchen im Dampf gehen?

Dampf hält die Oberfläche des Teigs weich, damit die Brötchen vollständig aufgehen können. In trockener Luft trocknet die äußerste Schicht aus und bildet eine dünne Haut, und diese Haut hält dagegen, wenn der Teig sich ausdehnen will. Das Ergebnis sind Brötchen, die etwas flacher und etwas fester ausfallen, als sie könnten.

Ein Dampfgarer ist nicht nötig. Kochendes Wasser in eine Fettpfanne gießen, diese auf den Boden des kalten Ofens stellen, das Blech mit den Brötchen in die Mitte schieben und die Tür schließen. Eine halbe Stunde später nehmen Sie Blech und Fettpfanne heraus, bevor der Ofen vorheizt. Hat Ihr Ofen eine Gärstufe mit Dampf, können Sie diese stattdessen nutzen; eine reine Gärstufe hält nur eine niedrige Temperatur und ersetzt die Fettpfanne mit Wasser nicht.

Bei welcher Temperatur werden Hotdog-Brötchen gebacken?

Bei 200 °C Ober-/Unterhitze für etwa 15 Minuten. Keine Umluft – der Ventilator trocknet die Oberfläche kleiner Brötchen aus, und Hotdog-Brötchen sollen weich sein, nicht knusprig.

  • Mittlere Schiene, ein Blech nach dem anderen.
  • Goldbraun auf der Oberseite ist das Zeichen – die Unterseite klingt hohl, wenn man dagegen klopft.
  • Nicht sicherheitshalber länger backen. Fünf Minuten zu viel geben eine Kruste, die beim Aufschneiden bricht.
  • Auf einem Rost abkühlen lassen, nicht auf dem Blech. Sonst dampft die Unterseite und wird klitschig.

Das Brötchen von oben aufschneiden, nicht von der Seite

Schneiden Sie das Brötchen an der Oberseite auf. Dann wird es zu einer Rinne, die Wurst und Belag trägt, statt zu einem Scharnier, das aufklappt, sobald man zugreift. Auf dem Bild oben sieht man, wie das wirkt: Der Belag liegt im Brötchen, nicht hinter einer Klappe.

Nicht ganz durchschneiden. Zwei Drittel tief genügen, der Rest hält das Brötchen zusammen. So laufen Senf und Remoulade beim ersten Bissen nicht über den Rand.

Warum sind dänische Hotdog-Würstchen rot?

Die Farbe kommt von einem Lebensmittelfarbstoff, nicht von den Zutaten. Die klassische dänische rød pølse ist eine dünne Brühwurst aus fein gekuttertem Schweinefleisch – im Grunde ein Wiener Würstchen –, die leuchtend rot eingefärbt wird, traditionell mit Karmin.

Über die Herkunft der Farbe kursiert vor allem eine Erzählung: In der Weltwirtschaftskrise der 1930er Jahre soll minderwertiges Fleisch rot eingefärbt und die so gekennzeichnete Ware günstig verkauft worden sein. Belegen lässt sich das kaum. Geblieben ist die Farbe in jedem Fall, und dass die Dänen sie erwarten, zeigte sich 2008: Auf dem Festival Grøn Koncert wurden grüne statt roter Würstchen angeboten, und sie blieben zunächst liegen. In Norwegen und Schweden waren rot gefärbte Würste zeitweise gar nicht im Handel, weil der verwendete Farbstoff dort nicht zugelassen war.

Für dieses Rezept macht das einen praktischen Unterschied: Im klassischen dänischen Hotdog liegt die rote Wurst gekocht im Brötchen, also in knapp siedendem Wasser heiß gezogen statt in der Pfanne gebraten. Wird stattdessen gebraten, heißt der Hotdog auf Dänisch ristet – so wie in diesem Rezept. Beides passt in diese Brötchen; für die vollständige dänische Version mit allen Toppings gibt es das Rezept Hot Dog selber machen.

Was sind dänische Pölser?

Pølser ist schlicht das dänische Wort für Würstchen – der Plural von pølse. Im deutschen Handel steht »Pölser« meist für die langen dänischen Brühwürstchen, die in einen Hotdog gehören: dünner und länger als eine Bockwurst und deutlich milder gewürzt als eine Bratwurst.

Für dieses Rezept genügen gute Wiener Würstchen aus dem Supermarkt. Sie sollten zur Länge des Brötchens passen, damit jeder Bissen Wurst, Brot und Belag enthält. Soll die Wurst stattdessen in ein Baguette mit Loch, finden Sie hier das Rezept für den French Hotdog.

Brauche ich eine Küchenmaschine für den Teig?

Nein, aber sie nimmt Ihnen die Arbeit ab. Mit 350 g Mehl ist der Teig klein genug, um ihn in einer Schüssel von Hand zu kneten – rechnen Sie dann mit acht bis zehn Minuten, bis er glatt und glänzend ist. In der Küchenmaschine mit dem Knethaken sind es auf mittlerer Stufe etwa fünf.

Ein Eigelb zum Bestreichen brauchen diese Brötchen nicht: Das ganze Ei sitzt bereits im Teig und gibt der Krume Farbe und Weichheit. Wer eine glänzendere Oberfläche möchte, bestreicht sie vor dem Backen dünn mit Milch. Das genügt, und die Brötchen bleiben weich, statt eine feste Glasur zu bekommen.

Kochstück oder Dampf – was macht die Brötchen weich?

Beides funktioniert, dieses Rezept setzt auf den Dampf. Viele deutsche Rezepte für Hotdog-Brötchen arbeiten stattdessen mit einem Kochstück: Ein kleiner Teil des Mehls wird vorher mit Wasser zu einem Brei aufgekocht, kühlt ab und kommt in den Teig. Die verkleisterte Stärke bindet zusätzliches Wasser, und das hält die Krume mehrere Tage weich.

Die Dampfgare wirkt an einer anderen Stelle: Sie hält die Teigoberfläche weich, während die Brötchen aufgehen, und kostet keinen zusätzlichen Schritt am Herd. Für Brötchen, die am selben Tag gegessen oder eingefroren werden, reicht das. Sollen sie drei Tage in der Brotdose überstehen, ist ein Kochstück die bessere Wahl.

Kann der Teig über Nacht in den Kühlschrank?

Ja, aber dann mit deutlich weniger Hefe. In der Kälte arbeitet die Hefe langsam weiter, und die vollen 25 g würden den Teig über Nacht übergehen lassen – etwa ein Drittel davon genügt. Der Teig kommt abgedeckt in einer Schüssel in den Kühlschrank, wird am nächsten Tag geformt und geht danach wie gewohnt eine halbe Stunde im Dampf.

Kann man Hotdog-Brötchen einfrieren?

Ja, und das ist der beste Grund, gleich acht Stück zu backen. Die Brötchen ganz fertig backen, auf einem Rost vollständig auskühlen lassen und in einem gut verschlossenen Beutel einfrieren. Drei Monate halten sie problemlos.

Direkt aus dem Gefrierfach 5-8 Minuten bei 175 °C aufbacken, bis sie durchgewärmt sind. Nicht in die Mikrowelle – das Brötchen wird sofort weich und zwei Minuten später zäh. Bleibt Teig übrig, formen Sie daraus einfach runde Brötchen; es ist derselbe Weizenteig wie beim Weißbrot, nur ohne Milch und Butter.