BlitzHeute ist werbefinanziert, und alle Inhalte auf der Website sind als Werbung zu betrachten.

Weißbrot selber backen – lockeres Rezept mit Milch und Butter

  • Gesamt105 Mindavon 75 Min Vorbereitung
  • Ergibt1 Brot
  • ArtBackenSkandinavisch

Klassisches Weißbrot aus einem weichen Hefeteig mit Milch, Butter und Weizenmehl, zweimal gegangen, zu einem Laib geformt und frei auf dem Blech gebacken, mit Mohn auf der Kruste. Ergibt ein Brot.

Selbst gebackenes Weißbrot mit Mohn auf der Kruste, in Scheiben geschnitten auf einem Holzbrett neben einem blau karierten Geschirrtuch

Weißbrot braucht nur fünf Zutaten: Milch, Hefe, Butter, Salz und Weizenmehl. Frei auf dem Blech gebacken bekommt es rundum Kruste, und der Mohn obendrauf ist das, was aus dem einfachen Laib das Brot vom Sonntagsfrühstück macht.

Rechne mit anderthalb Stunden vom Anfang bis zum fertigen Brot, davon aber nur eine Viertelstunde Arbeit. Der Rest ist Gehzeit, in der sich der Teig selbst überlassen bleibt. Zwei Gehzeiten von je einer halben Stunde geben der Krume ihre lockere, leicht zähe Struktur.

Derselbe Teig lässt sich auf vier Arten backen: frei auf dem Blech, in der Kastenform, als Zopf oder zu Brötchen geteilt. Die Backzeiten unterscheiden sich und stehen in der Tabelle weiter unten. Das Rezept findest du hier.

Weißbrot

Vorbereitung1 Stunde 15 Minuten
Kochzeit30 Minuten
Portionen1 Brot

Zutaten

  • 300 ml Milch – plus etwas mehr zum Bestreichen
  • 1 TL Zucker
  • 25 g frische Hefe
  • 25 g weiche Butter
  • 1 TL Salz
  • 500 g Weizenmehl (Type 550)
  • Eventuell Wasser zum Bestreichen
  • Blauer Mohn

Zubereitung

  1. Die Milch auf 37 Grad erwärmen – sie soll sich lauwarm anfühlen.
  2. Den Zucker zugeben und die Hefe hineinbröseln.
  3. Die Butter zugeben.
  4. Das Salz unter das Mehl mischen, alles zugeben und den Teig gründlich kneten.
  5. Den Teig abgedeckt an einem warmen Ort auf die doppelte Größe gehen lassen – etwa eine halbe Stunde.
  6. Den Teig zusammenschlagen und zu einer Kugel formen.
  7. Ihn ein paar Minuten auf der Arbeitsfläche ruhen lassen.
  8. Den Ofen auf 200 Grad Umluft vorheizen.
  9. Den Teig flach drücken und anschließend zu einem länglichen Laib formen.
  10. Den Laib mit der Naht nach unten auf ein Blech mit Backpapier legen.
  11. Das Weißbrot noch einmal etwa eine halbe Stunde gehen lassen.
  12. Das Brot mit einem scharfen Messer schräg einschneiden und mit Milch oder Wasser bestreichen.
  13. Mit Mohn bestreuen.
  14. Das Weißbrot etwa eine halbe Stunde backen, bis die Kerntemperatur 96-98 Grad beträgt und es beim Klopfen auf die Unterseite hohl klingt.
  15. Das Brot auf einem Gitter auskühlen lassen.
Tipp: Das Brot ist fertig, wenn die Kerntemperatur 96-98 Grad erreicht hat. Ein Bratenthermometer in der Mitte ist deutlich sicherer als die Klopfprobe – so wird das Brot weder klitschig noch trocken. Die Milch darf höchstens lauwarm sein: über 40 Grad stirbt die Hefe ab. Bestreichst du mit Milch, wird die Kruste weich und goldbraun, und der Mohn haftet am besten. Für eine knusprige Kruste bestreichst du stattdessen mit Wasser und stellst in den ersten zehn Minuten eine Auflaufform mit kochendem Wasser auf den Ofenboden.

Schritt für Schritt

Illustration: Hefe wird in eine Schüssel mit lauwarmer Milch für Weißbrot gebröselt
1. Die Milch erwärmen, Zucker zugeben und die Hefe hineinbröseln.
Illustration: Der Teig für Weißbrot wird in einer Küchenmaschine mit Knethaken geknetet
2. Butter, Mehl und Salz zugeben und den Teig gründlich kneten.
Illustration: Eine abgedeckte Schüssel mit aufgegangenem Weißbrotteig
3. Den Teig abgedeckt an einem warmen Ort auf die doppelte Größe gehen lassen.
Illustration: Ein geformter Weißbrotlaib liegt auf einem Blech mit Backpapier
4. Den Teig zu einem länglichen Laib formen und aufs Blech legen.
Illustration: Ein Weißbrot wird schräg eingeschnitten und mit einem Pinsel bestrichen
5. Das Brot schräg einschneiden, bestreichen und mit Mohn bestreuen.
Illustration: Ein fertig gebackenes Weißbrot kühlt auf einem Gitter aus
6. Bei 200 Grad backen und das Brot auf einem Gitter auskühlen lassen.

Welches Mehl nimmt man für Weißbrot?

Type 550 ist die richtige Wahl für Weißbrot, Type 405 geht zur Not auch. Der Unterschied liegt im Proteingehalt: Type 550 hat etwa 11 bis 12 Prozent Eiweiß, Type 405 nur rund 10. Mehr Eiweiß bedeutet ein stabileres Klebergerüst, und das hält beim Backen mehr Luft in der Krume fest.

In der Praxis heißt das: Mit Type 550 geht das Brot höher auf und fällt beim Anschneiden nicht zusammen. Mit Type 405 wird die Krume feiner und weicher, aber auch etwas kompakter – für einen Kuchen ideal, für ein Brot zweite Wahl.

Type 1050 kannst du zu einem Drittel untermischen, wenn das Brot kräftiger schmecken soll. Mehr als ein Drittel macht den Laib schwer, denn die Schalenanteile schneiden das Klebergerüst regelrecht durch.

Backzeit und Temperatur für Weißbrot

Ein Laib aus 500 Gramm Mehl braucht etwa 30 Minuten bei 200 Grad Umluft und ist fertig, wenn die Kerntemperatur 96-98 Grad beträgt. Das ist der Wert, nach dem sich richten lässt – ein Bratenthermometer in der Mitte gibt die Antwort sofort, statt beim Klopfen zu raten.

So verwendest du den Teig Ofen (Umluft) Backzeit Kerntemperatur
Ein Laib, frei auf dem Blech 200 °C 28-32 Min. 96-98 °C
In der Kastenform (ca. 1,5 l) 180 °C 35-40 Min. 96-98 °C
Als Zopf geflochten 200 °C 22-25 Min. 96-98 °C
Brötchen aus demselben Teig 220 °C 10-12 Min. 94-96 °C

Ohne Thermometer hilft die alte Klopfprobe weiter: auf die Unterseite des Brotes klopfen. Klingt es hohl, ist es fertig. Klingt es dumpf und schwer, braucht es noch fünf Minuten – am besten auf der untersten Schiene, damit die Oberseite nicht zu dunkel wird.

Weißbrot mit Trockenhefe – so rechnest du um

25 Gramm frische Hefe entsprechen etwa 8 Gramm Trockenhefe, also gut einem Päckchen. Die Trockenhefe rührst du direkt unter das Mehl statt in die Milch, sofern auf der Packung nichts anderes steht – manche Sorten wollen zuerst in lauwarmer Flüssigkeit aktiviert werden.

Die Gehzeit fällt mit Trockenhefe meist etwas länger aus, also richte dich nach dem Teig und nicht nach der Uhr. Er soll sein Volumen verdoppelt haben, und ein Fingerabdruck im Teig soll einen Moment stehen bleiben, bevor er sich langsam wieder schließt.

Wie wird die Kruste knusprig – wie beim Bäcker?

Dampf in den ersten zehn Minuten ist das Geheimnis der knusprigen Kruste. Stelle eine Auflaufform mit zwei Tassen kochendem Wasser auf den Ofenboden, sobald das Brot hineingeht, und lass sie dort, bis der Laib Farbe genommen hat. Der Dampf hält die Oberfläche länger weich, sodass das Brot fertig aufgehen kann, bevor die Kruste fest wird – und danach wird sie dünn und splittrig.

Genau das macht ein Bäckerofen von allein, und deshalb ist die Bäckerkruste zu Hause schwerer zu treffen als das Rezept. Bestreichst du mit Milch, bekommst du dagegen die weiche, goldene Kruste, an der der Mohn am besten haftet. Beides gleichzeitig geht nicht – du entscheidest dich für eins.

Und lass das Brot immer auf einem Gitter auskühlen, nie auf einem Brett. Auf einer geschlossenen Fläche kondensiert der Dampf unter dem Boden, und die Kruste wird dort zäh.

Warum wird das Weißbrot kompakt?

Fast immer, weil der Teig zu kurz gegangen ist oder die Milch zu heiß war. Über 40 Grad stirbt die Hefe ab, und dann hilft auch die längste Gehzeit nichts mehr. Prüfe die Milch mit dem kleinen Finger: Sie soll sich lauwarm anfühlen, nicht warm.

Der zweite häufige Grund ist zu kurzes Kneten. Der Teig muss so lange geknetet werden, bis er sich vom Schüsselrand löst und glatt und geschmeidig ist – in der Küchenmaschine sind das 8 bis 10 Minuten. Ohne ausreichendes Kneten bleibt das Klebergerüst zu schwach, um die Luft zu halten, und das Brot fällt im Ofen zusammen.

Omas Weißbrot, über Nacht geführt oder klassisch?

Der Unterschied liegt fast nur in der Gehzeit, nicht im Teig. Das klassische Rezept – wie dieses hier – arbeitet mit der vollen Hefemenge und geht bei Zimmertemperatur eine gute Stunde. Es wird am selben Tag gebacken und am selben Tag gegessen, und genau so kennt man es von früher.

Über Nacht geführt ist derselbe Teig mit deutlich weniger Hefe – 5 bis 10 Gramm statt 25 – der im Kühlschrank geht. Die lange, kalte Führung bringt mehr Aroma und eine zähere Krume; du musst den Teig nur eine Stunde vor dem Formen aus dem Kühlschrank nehmen.

Ein italienisches Weißbrot ist dagegen etwas anderes und lässt sich mit diesem Teig nicht erreichen: Es hat große Poren und einen viel weicheren Teig. Dafür ist Ciabatta das richtige Rezept.

Was passt zu Weißbrot?

Weißbrot ist das geduldigste Brot überhaupt und passt zu fast allem. Lauwarm mit kalter Butter und einem guten Käse ist es kaum zu schlagen, und zum Frühstück ist Marmelade der Klassiker.

Zum Abendessen führen andere Wege: Ciabatta zur Suppe, wenn es große Poren und Knusper sein sollen, oder selbst gebackene Hotdogbrötchen, wenn es Würstchen gibt. Zu einem Burrata-Salat ist das Weißbrot dagegen genau richtig – es nimmt das Olivenöl auf, ohne auseinanderzufallen.

So bewahrst du das Brot auf und frierst es ein

Ein Weißbrot bleibt zwei Tage weich, wenn es in einem Brotbeutel oder einem Geschirrtuch liegt – niemals in einer Plastiktüte, denn dort wird die Kruste in ein paar Stunden zäh. Soll es länger halten, gehört es in den Gefrierschrank; Weizenbrot verträgt das Einfrieren sehr gut.

Schneide es am besten vorher in Scheiben und friere sie portionsweise ein, damit du auch aufbrauchst, was du herausnimmst. Ist das Brot doch trocken geworden, bleibt es trotzdem brauchbar: Scheiben toasten oder Croûtons für Suppe und Salat daraus machen. Der Rest wird zu Semmelbröseln – und damit geht nichts verloren.