- Gesamt10 Mindavon 5 Min Vorbereitung
- Ergibt1 kleines Glas
- ArtGewürzmischungInternational
Currypulver selber machen: neun ganze Gewürze, darunter zwei getrocknete Chilischoten, werden in einer trockenen Pfanne geröstet, mit grobem Salz im Mörser zerstoßen und mit fünf gemahlenen Gewürzen vermischt – ein dänisches Familienrezept für ein kleines Glas Currypulver in 10 Minuten.

Currypulver selber machen gelingt mit 15 Zutaten in nur 10 Minuten: Du röstest neun ganze Gewürze – darunter zwei kleine getrocknete Chilischoten – kurz in einer trockenen Pfanne an, zerstößt sie zusammen mit grobem Salz im Mörser und rührst am Ende fünf bereits gemahlene Gewürze unter. Heraus kommt ein kleines Glas Currypulver, rein rechnerisch rund 6 EL. Die Vorbereitung dauert rund 5 Minuten, das Rösten weitere 5 Minuten.
Das Rezept stammt aus einer dänischen Familie und ist damit keine klassische indische Zubereitung, sondern eine westliche Currymischung, wie sie ursprünglich in Großbritannien entstanden ist und von südasiatischen Gewürzmischungen (Masala) inspiriert wurde. Der Name „Curry“ geht dabei vermutlich auf das tamilische Wort „kari“ für Sauce oder Gericht zurück. Weil du die Mischung selbst herstellst, bestimmst du auch selbst, wie mild oder scharf sie ausfällt – reduziere dafür einfach Chili, Ingwer, Cayennepfeffer und das Pfefferkorn.
Im Folgenden erfährst du, woraus Currypulver eigentlich besteht, worin sich Kurkuma und Curry unterscheiden, wie eine schnelle Version mit nur 7 Zutaten gelingt, was du als Ersatz nehmen kannst, wenn dir eine Zutat fehlt, und wofür sich selbstgemachtes Currypulver in der Küche besonders eignet.
Currypulver selber machen
Zutaten
- Ganze Gewürze:
- 2 kleine getrocknete Chilischoten
- 2 EL Koriandersamen
- 1 EL Kreuzkümmel (ganz)
- 1 schwarzes Pfefferkorn
- 1 TL Gewürznelken (ganz)
- 1 TL Bockshornkleesamen
- 1 TL Senfsaat
- 4 grüne Kardamomkapseln (ganz)
- ½ TL Fenchelsamen
- Zum Zerstoßen:
- 1 TL grobes Salz
- Gemahlene Gewürze:
- 1 TL gemahlene Muskatnuss (oder frisch geriebene)
- 2 TL gemahlene Kurkuma
- 1 TL gemahlener Ingwer
- 1 TL gemahlener Piment
- 1 Prise Cayennepfeffer
Zubereitung
- Die Chilischoten von Stielen und Kernen befreien.
- Die Chilischoten, die Koriandersamen, den Kreuzkümmel, das Pfefferkorn, die Gewürznelken, die Bockshornkleesamen, die Senfsaat, die Kardamomkapseln und die Fenchelsamen in einer trockenen Pfanne bei schwacher Hitze rösten, bis sie duften und die ersten Samen leicht zu springen beginnen.
- Die gerösteten Gewürze in einen Mörser geben und zusammen mit dem Salz zu Pulver zerstoßen – das gelingt auch in einer Gewürz- oder Kaffeemühle.
- Die übrigen, bereits gemahlenen Gewürze hinzufügen und alles gut miteinander vermischen.
- Das Currypulver kühl, dunkel und trocken in einem Glas mit gut schließendem Deckel aufbewahren.
Schritt für Schritt






Woraus besteht Currypulver?
Currypulver besteht nicht aus einem einzigen Gewürz, sondern aus einer Mischung mehrerer Gewürze – in diesem Rezept aus 15 Zutaten. Fertige Mischungen im Handel enthalten je nach Hersteller vier bis über dreißig Gewürze; dieses Rezept liegt mit 14 Gewürzen und einem Teelöffel Salz mittendrin. Die einzelnen Zutaten übernehmen dabei ganz unterschiedliche Aufgaben:
- Kurkuma sorgt für die kräftige gelbe Farbe.
- Koriandersamen und Kreuzkümmel bilden die würzige Basis.
- Bockshornkleesamen und Senfsaat geben die typische, leicht bittere Curry-Note.
- Chilischoten, gemahlener Ingwer, Cayennepfeffer und das Pfefferkorn steuern die Schärfe – hier lässt sich die Menge nach Geschmack anpassen.
- Gewürznelken, Kardamomkapseln, Fenchelsamen, Piment und Muskatnuss runden das Aroma ab.
Anders als viele Rezepte für selbstgemachtes Currypulver, die ganz ohne Salz auskommen, enthält diese Mischung außerdem einen Teelöffel grobes Salz, das zusammen mit den gerösteten Gewürzen im Mörser zerstoßen wird. Schmecke fertige Gerichte deshalb erst ab, bevor du zusätzlich salzt.
Was ist der Unterschied zwischen Kurkuma und Curry?
Kurkuma ist nur eines von mehreren Gewürzen im Currypulver und kein Ersatz dafür: Curry ist die fertige Mischung, Kurkuma lediglich die einzelne Zutat, die ihr die gelbe Farbe gibt. Wer nur Kurkuma verwendet, bekommt Farbe, aber weder die würzige Basis aus Koriander und Kreuzkümmel noch die leicht bittere Note von Bockshornklee und Senfsaat.
Auch Garam Masala ist mit Currypulver nicht identisch – es handelt sich um eine eigenständige Gewürzmischung mit einem anderen Verhältnis der Zutaten. Rote oder grüne Thai-Currypaste wiederum besteht meist aus frischen Zutaten wie Chili, Knoblauch und Zitronengras statt aus trockenem Pulver und lässt sich deshalb nicht einfach durch Currypulver ersetzen. Bezeichnungen wie „mild“, „mittelscharf“ oder „Madras“ sind zudem keine festen Rezepte, sondern beschreiben nur ungefähr die Schärfe und Intensität einer Mischung – die genaue Zusammensetzung variiert von Hersteller zu Hersteller.
Currypulver mit nur 7 Zutaten – die schnelle Version
Wer nicht rösten und mörsern möchte, mischt Currypulver auch aus sieben bereits gemahlenen Gewürzen zusammen – ganz ohne Pfanne und ohne Mörser:
- 2 TL gemahlene Kurkuma
- 1 TL gemahlener Koriander
- ½ TL gemahlener Bockshornklee
- ½ TL gemahlener Kreuzkümmel
- ½ TL gemahlener Fenchel
- 1 Prise Cayennepfeffer
- frisch gemahlener Pfeffer
Alle Zutaten in einer Schüssel gut miteinander verrühren und das Currypulver anschließend genauso aufbewahren wie die geröstete Variante: kühl, dunkel und trocken, in einem Glas mit gut schließendem Deckel.
Was kann man als Ersatz für Currypulver nehmen?
Der beste Ersatz für ein fertig gekauftes Currypulver ist eine selbst gemischte Version wie diese hier – denn dabei bestimmst du selbst, wie mild oder scharf sie ausfällt. Fehlt dir eine einzelne Zutat, zum Beispiel Bockshornkleesamen, kannst du sie einfach weglassen: Die Mischung schmeckt dadurch etwas weniger herb, bleibt aber trotzdem ein Currypulver.
Als direkter Ersatz für eine ganz andere Gewürzmischung eignet sich Currypulver dagegen nicht ohne Weiteres: Garam Masala ist anders gewichtet, und für rote oder grüne Thai-Currypaste fehlen die frischen Zutaten wie Zitronengras und frischer Chili komplett. Bei einem fertig gekauften Currypulver hilft ein Blick auf die Zutatenliste weiter – die Grundstruktur aus Kurkuma, Koriander, Kreuzkümmel und Bockshornklee findet sich in fast jeder Mischung wieder.
Wofür verwendet man selbstgemachtes Currypulver?
Selbstgemachtes Currypulver eignet sich vor allem für Gerichte, in denen sein Aroma trägt: für eine würzige Currysauce zur Currywurst, für ein cremiges Hähnchen-Curry oder für einen Geflügelsalat mit Curry. Auch eine Prise Currypulver in geschlagener Sahne, die über eine cremige Erbsensuppe kommt, sorgt für Würze – und die Suppe selbst braucht dann weniger Sahne.
Damit sich das Aroma voll entfaltet, wird Currypulver in vielen Rezepten kurz angeschwitzt: etwa eine halbe Minute in etwas Fett bei mittlerer Hitze, bevor die übrigen Zutaten dazukommen. Länger sollte es nicht sein, denn fein gemahlenes Pulver brennt schnell an und schmeckt dann bitter.
Auch in der Sauce für einen French Hot Dog zum Selbermachen steckt ein halber Teelöffel Curry – ein Beispiel dafür, wie vielseitig sich die eigene Mischung einsetzen lässt.