- Gesamt15 Min
- Ergibt2 belegte Baguettes
- ArtBrotzeitDänisch
Beim dänischen Landgangsbrød wird ein Baguette der Länge nach aufgeschnitten, beide Hälften werden mit Butter bestrichen und mit mindestens fünf Sorten Belag nebeneinander belegt, etwa gekochtem Ei, Tomate, Aufschnitt, Leberpastete und Räucherlachs. Dazu kommen Beilagen wie Mayonnaise, Remoulade und Röstzwiebeln sowie Kresse oder Dill. Das Rezept kommt ohne Ofen aus und ist in 15 Minuten fertig. Aus einem Baguette werden zwei offene Brote oder ein Brot mit Deckel.

Belegtes Baguette nach dänischer Art heißt in Dänemark „Landgangsbrød“: ein Baguette, der Länge nach aufgeschnitten und mit mindestens fünf Sorten Belag hintereinander belegt, ganz ohne Ofen und in 15 Minuten fertig. Aus einem Baguette werden zwei offene Brote, bei denen du beide Hälften belegst, oder ein Brot mit Deckel. Das Baguette bleibt dabei kalt – es wird nicht überbacken.
Das Rezept stammt von der dänischen Foodautorin Beate. Landgangsbrød wurde in Dänemark in den 60er-Jahren richtig beliebt, war dann etliche Jahre aus der Mode und erlebt heute eine Renaissance. Ehrlich gesagt ist es kein ganz einfaches Gericht: Einzelne belegte Brotscheiben sind leichter hübsch anzurichten und zu essen. Aber genau das gehört zum Charme.
Hier erfährst du, was ein Landgangsbrød ausmacht, welche neun Beläge Beate vorschlägt, ob du es mit oder ohne Deckel machen solltest, wie du es schneidest und isst und was du vorbereiten kannst.
Belegtes Baguette (Landgangsbrød)
Zutaten
- 1 langes helles Brot oder 1 Baguette
- Butter – und nach Wunsch Schweineschmalz, wenn du unter einen Teil des Belags etwas Fett möchtest
- Mehrere verschiedene Sorten Belag – mindestens fünf pro Baguette (Ideen unten)
- Beilagen, zum Beispiel Mayonnaise, Remoulade, Röstzwiebeln, Aspik (Fleischgelee), Gurkensalat
- Grünes zum Bestreuen, zum Beispiel Kresse, Dill, Schnittlauch
- Salz und Pfeffer
Zubereitung
- Schneide das Brot der Länge nach auf und bestreiche beide Hälften mit Butter.
- Verteile die verschiedenen Sorten Belag auf dem Brot, sodass es appetitlich aussieht.
- Garniere mit den Beilagen und dem Grünen, und streue nach Wunsch Salz und Pfeffer dorthin, wo du magst – zum Beispiel auf Ei und Tomaten.
- Möchtest du ein Brot mit Deckel, legst du den Belag auf die Unterhälfte – die mit der flachen Seite – und setzt die Oberhälfte darauf, sobald Belag, Beilagen und Grünes verteilt sind. Dann leicht andrücken.
So gelingt dir das belegte Baguette nach dänischer Art Schritt für Schritt






Was ist ein Landgangsbrød, und woher kommt es?
Ein Landgangsbrød ist ein Baguette oder ein langes helles Brot, das der Länge nach durchgeschnitten wird; der Belag liegt in Sorten getrennt, aber hintereinander und meist ziemlich hoch aufgetürmt. In Dänemark kennt man es seit etwa 1955, in den 60er-Jahren wurde es sehr beliebt.
Verwandt ist die schwedische „landgång“, deren erster Beleg im großen Wörterbuch der Schwedischen Akademie von 1918 stammt. In Kochbüchern der 1920er- und 30er-Jahre galt sie als Alternative zu einem feineren Mittagessen, die sich im Voraus vorbereiten lässt. Nach der Tradition liegen Fisch und Meeresfrüchte an einem Ende (das Meer), Fleisch, Käse und Aufschnitt am anderen (das Land), und man isst vom Fischende zum Fleischende, wie am kalten Buffet. Auf Norwegisch heißt das Gericht ebenfalls „landgang“.
Was kann man auf ein Baguette legen? Neun Ideen für den Belag
Auf ein dänisches Landgangsbrød kommen mindestens fünf verschiedene Beläge, und Beate schlägt neun Kombinationen vor:
- Gekochtes Ei mit Mayonnaise, Krabben, Kaviar (Seehasenrogen), Kresse, Salz und Pfeffer
- Tomatenscheiben mit Mayonnaise, Dill, Salz und Pfeffer
- Kasseler (in Dänemark „Røget filet“) oder „Hamburgerryg“ (gekochter, leicht geräucherter Schweinerücken) mit Erbsen-Möhren-Salat mit Spargel und Mayonnaise (in Dänemark „italiensk salat“), Aspik und Kresse
- Leberpastete, „Saltkød“ (gekochtes gepökeltes Rindfleisch), Aspik und rohe Zwiebelringe – in Dänemark „Dyrlægens natmad“, also „Nachtimbiss des Tierarztes“
- Gute Salami mit Remoulade und Röstzwiebeln
- Roastbeef mit Remoulade, Röstzwiebeln, geriebenem Meerrettich und einem Tomatenviertel
- Leberpastete mit Speck, gebratenen Champignons und Gurkensalat
- Räucherlachs mit „Rævesovs“ (dänische Soße aus Crème fraîche oder Mayonnaise und Kräutern), Spargel und Dill
- Brie mit einem Paprikaring und etwas gutem Sirup
Du kannst genauso gut Sülze, gekochte Kartoffeln, Hähnchen, Schweinebraten, Fischfilet und vieles mehr verwenden und die Garnitur nach Belieben untereinander tauschen. Wer Fisch mag, legt zum Beispiel einen Klecks Lachsmousse dazu.
Wie belegt man ein Baguette richtig?
Du belegst ein Baguette richtig, indem du es der Länge nach aufschneidest, beide Hälften mit Butter bestreichst, mindestens fünf Sorten Belag nebeneinander anrichtest und zuletzt Beilagen und Grünes darübergibst. Das sind vier Schritte:
- Brot der Länge nach aufschneiden und beide Hälften mit Butter bestreichen. Wenn du möchtest, kommt unter einen Teil des Belags etwas Schweineschmalz.
- Verschiedene Sorten Belag so anrichten, dass es appetitlich aussieht.
- Mit Mayonnaise, Remoulade, Röstzwiebeln, Aspik oder Gurkensalat garnieren und mit Kresse, Dill oder Schnittlauch bestreuen. Salz und Pfeffer kommen dorthin, wo du sie magst, zum Beispiel auf Ei und Tomaten.
- Für ein Brot mit Deckel den Belag auf die Unterhälfte legen und die Oberhälfte erst zum Schluss darauflegen und leicht andrücken.
Beate backt ihr Baguette selbst. Du kannst aber auch ein gekauftes langes Brot nehmen, solange es zu herzhaftem Belag passt. Wer selbst backen möchte, findet hier ein Ciabatta-Rezept mit Übernachtgare.
Mit oder ohne Deckel: Was ist besser?
Ohne Deckel sieht das Brot schöner aus, mit Deckel lässt es sich leichter in die Hand nehmen. Ohne Deckel ergibt ein Baguette zwei Brote, weil du beide Hälften belegst; mit Deckel wird ein Baguette zu einem Brot.
Die offene Variante ist ein echter Hingucker, endet aber schnell mit fettigen Fingern und einem „Remoulade-Bart“. Mit Deckel ist es kompakter und kippt weniger, dafür sieht man den Belag nicht mehr. Beate lässt beide gelten, und beide gehören zum Landgangsbrød.
Wie schneidet und isst man ein belegtes Baguette?
Am einfachsten schneidest du das belegte Baguette vor dem Servieren zwischen den Belagsorten in Stücke. So kann sich jeder ein Stück nehmen, ohne dass der Belag verrutscht.
Ungeschnitten ist es nämlich schwer zu essen: Mit einem Tafelmesser lässt sich ein hoch belegtes Brot kaum teilen, und mit Deckel bekommt man den Mund kaum weit genug auf. Außerdem brauchst du Platz: Für ein ganzes Baguette sind rechteckige Teller oder ein langes Brett am besten, wie auf unserem Bild. Wie viele Brote du machst, hängt davon ab, wie hungrig die Gäste sind, wie lang das Brot ist und ob du mit oder ohne Deckel arbeitest.
Kann man ein belegtes Baguette vorbereiten?
Den Belag kannst du gut vorher vorbereiten, das Brot selbst belegst du aber erst kurz vor dem Servieren. Steht es lange mit Mayonnaise und Salaten, wird das Brot weich.
Muss das belegte Baguette eine Weile warten, deck es ab und stell es kalt. Kresse, Dill und Röstzwiebeln kommen erst unmittelbar vor dem Servieren darauf, damit sie frisch und knusprig bleiben.