- Gesamt45 Mindavon 10 Min Vorbereitung
- Ergibt4 Portionen
- ArtHauptgerichtIndisch
Kichererbsen-Curry ohne Kokosmilch wird aus Zwiebel, Knoblauch, grüner Chili und frischem Ingwer zubereitet, mit Koriander, Kreuzkümmel, Chilipulver und Kurkuma gewürzt und mit gehackten Tomaten, Kichererbsen und Wasser 20 Minuten sanft gegart. Zum Schluss kommen Garam Masala und Zitronensaft dazu. Serviert wird das Curry mit einem Klecks Schmand oder Crème fraîche und frischen Kräutern. Vorbereitung 10 Minuten, Kochzeit 35 Minuten, für 4 Portionen.

Kichererbsen-Curry ohne Kokosmilch ist ein indisch inspirierter Eintopf aus Tomaten, Kichererbsen, frischem Ingwer und Garam Masala, der in 45 Minuten für 4 Personen auf dem Tisch steht – davon sind nur 10 Minuten Vorbereitung, den Rest erledigt der Topf.
Die meisten Rezepte für Kichererbsen-Curry setzen auf Kokosmilch. Hier bleibt sie weg, und das schmeckst du: Die Sauce wird leichter und frischer, und Ingwer, Kreuzkümmel und Koriander treten viel deutlicher hervor. Die Bindung kommt von den Tomaten, vom Köcheln ohne Deckel und von der Stärke der Kichererbsen selbst.
Die Schärfe bestimmst du selbst, und ein kühler Klecks Schmand oder Crème fraîche kommt nach Wunsch obendrauf. Ein unkompliziertes Feierabendgericht, das sich für Meal-Prep genauso eignet wie für einen gemütlichen Abend mit Reis und Naan.
Kichererbsen-Curry ohne Kokosmilch
Zutaten
- 1 Zwiebel
- 3 Knoblauchzehen
- 2 frische grüne Chilischoten
- 1 EL Öl
- 2 EL frisch geriebener Ingwer
- 2 TL gemahlener Koriander
- 2 TL gemahlener Kreuzkümmel
- 2 TL Chilipulver
- ½ TL gemahlene Kurkuma
- 400 g geschälte, gehackte Tomaten (Dose)
- 600 g gekochte Kichererbsen (Abtropfgewicht) – oder 250 g getrocknete Kichererbsen, über Nacht eingeweicht und anschließend 45 Minuten weich gekocht
- 300 ml Wasser
- 1 TL Garam Masala
- 1 EL Zitronensaft
- Frische Kräuter zum Garnieren – Koriander-, Zitronenmelisse- oder Minzblätter nach Geschmack
- Nach Wunsch 4 EL Schmand oder Crème fraîche (oder ein anderes Sauermilchprodukt, z. B. Naturjoghurt)
- Salz
Zubereitung
- Die Zwiebel schälen und fein hacken.
- Die Knoblauchzehen schälen und fein hacken.
- Die Chilischoten waschen, halbieren und nach Wunsch Kerne und Scheidewände entfernen – man kann sie aber problemlos mitessen. Fein hacken.
- Das Öl in einem Topf erhitzen und die Zwiebel einige Minuten darin andünsten – sie soll keine Farbe bekommen.
- Knoblauch, Chili und Ingwer dazugeben und ein paar Minuten mitdünsten.
- Koriander, Kreuzkümmel, Chilipulver und Kurkuma dazugeben und unter Rühren etwa eine Minute anrösten.
- Tomaten, Kichererbsen und Wasser zugeben und alles zum Kochen bringen.
- Die Hitze reduzieren und das Curry ohne Deckel 20 Minuten köcheln lassen.
- Garam Masala und Zitronensaft zugeben und gut unterrühren.
- Mit Salz abschmecken.
- In tiefen Tellern oder Schüsseln anrichten, nach Wunsch einen Löffel Schmand daraufgeben und mit Kräutern bestreuen.
So gelingt dir das Kichererbsen-Curry – Schritt für Schritt






Kann man Curry auch ohne Kokosmilch machen?
Ja, ein Kichererbsen-Curry gelingt ohne Kokosmilch problemlos – die Sauce lebt von gehackten Tomaten, Wasser und der Stärke der Kichererbsen und wird dabei sogar leichter und frischer.
So wird die Sauce dick: Köchle das Curry die 20 Minuten ohne Deckel, damit Flüssigkeit verdampft, und drücke am Ende eine Handvoll Kichererbsen mit dem Löffel an der Topfwand zu Mus. Ohne das schwere Fett der Kokosmilch treten Ingwer, Kreuzkümmel und Koriander klarer hervor. Wer es doch cremig mag, ersetzt einen Teil der 300 ml Wasser durch Kokosmilch – das ist dann eine Variante, das Grundrezept bleibt wie beschrieben.
Wichtig ist außerdem die Reihenfolge im Topf: Zwiebel, Knoblauch, Chili und Ingwer werden zuerst sanft angedünstet, die Gewürze kurz mitgeröstet, und erst dann kommen Tomaten, Kichererbsen und Wasser dazu. So entfalten sich die Aromen im Öl, und die Sauce schmeckt auch ohne Kokosmilch rund und vollmundig. Dazu reicht ein einziger Topf, was den Abwasch am Feierabend angenehm klein hält.
Getrocknete Kichererbsen oder Dose – wie rechnest du um?
250 g getrocknete Kichererbsen ergeben etwa 600 g gekochte Kichererbsen, und das entspricht rund 2½ Dosen mit je 400 g Füllmenge, denn eine Dose liefert nur etwa 240 g Abtropfgewicht.
Getrocknete Kichererbsen weichst du über Nacht in reichlich Wasser ein, gießt das Einweichwasser ab und kochst sie in frischem Wasser etwa 45 Minuten, bis sie weich sind. Dosenkichererbsen spülst du in einem Sieb kalt ab und lässt sie gut abtropfen. Beide Wege funktionieren; die Dose spart dir schlicht die Einweichzeit, die getrockneten Kichererbsen behalten dafür etwas mehr Biss.
Wie scharf ist das Kichererbsen-Curry, und wie regulierst du die Schärfe?
Das Curry hat eine mittlere, angenehme Schärfe, und du regulierst sie an zwei Stellen: bei den frischen Chilischoten und beim Chilipulver.
Magst du es milder, entfernst du Kerne und Scheidewände der grünen Chilis und startest mit weniger als den 2 TL Chilipulver – Chilipulver ist von Marke zu Marke sehr unterschiedlich scharf, daher lieber vorsichtig beginnen. Magst du es schärfer, lässt du die Kerne drin. Nachwürzen kannst du am Ende, aber wegnehmen geht nicht mehr. Ein Löffel Schmand oder Naturjoghurt dämpft die Schärfe auf dem Teller zusätzlich.
Was passt zu Kichererbsen-Curry?
Zu Kichererbsen-Curry passen Basmatireis, Naan oder Chapati sowie ein kühles Raita oder ein Chutney – das Curry ist für sich schon ein vollständiges Hauptgericht und macht sich auch auf einer indischen Festtafel gut.
Ein Klecks Schmand oder Crème fraîche direkt auf dem Teller liefert die kühle Note; alternativ übernimmt das unser Kräuterdip mit Schmand und Schnittlauch. Dazu passt ein frischer Salat, etwa der grüne Salat mit Avocado, Oliven und Erbsen.
Zum Anrichten füllst du das Curry in tiefe Teller oder Schüsseln, setzt den Schmand mittig darauf und streust Koriander, Zitronenmelisse oder Minze darüber. Ein paar dünne Scheiben frische Chili machen sich als Deko ebenso gut – und eine Zitronenspalte am Tellerrand lässt jeden nach Geschmack nachsäuern.
Kann man Kichererbsen-Curry einfrieren, und was tun mit Resten?
Ja, Kichererbsen-Curry lässt sich einfrieren: Kühle es vollständig ab und friere es in einem gut verschließbaren Gefrierbehälter oder einem Gefrierbeutel etwa 3 Monate ein – am besten ohne Schmand und frische Kräuter.
Im Kühlschrank hält es sich ein paar Tage, und es schmeckt am nächsten Tag oft noch besser, weil die Gewürze durchziehen; aufgewärmt ist es ein perfektes Mittagessen. Reste von Reis und Curry lassen sich außerdem verwerten: Brate den Reis in einer Pfanne kräftig an, gib das Curry dazu und schlage nach Wunsch zum Schluss ein Ei hinein, das du unterrührst, bis es gestockt ist.
Ist das Kichererbsen-Curry vegan und allergikerfreundlich?
Ja – das Curry selbst enthält weder Milch, Ei, Nüsse, Schalentiere noch Gluten und ist vegan, solange du den Schmand weglässt oder durch eine pflanzliche Alternative ersetzt.
Bei schwerer Allergie wirfst du trotzdem einen Blick auf die Zutatenliste von Gewürzmischungen wie Garam Masala. Wenn du deine Mischung lieber selbst zusammenstellst, findest du bei uns auch ein Rezept zum Thema Currypulver selber machen – für dieses Gericht brauchst du es allerdings nicht, hier sorgen die Einzelgewürze und das Garam Masala für den Geschmack.
Was ist Chana Masala?
Chana Masala ist der Name, unter dem ein solches Kichererbsen-Gericht in Indien bekannt ist: „Chana“ bedeutet Kichererbsen, „Masala“ eine Gewürzmischung.
Es gibt viele Arten, es zuzubereiten, und dieses Curry ist eine hausgemachte, alltagstaugliche Version. Garam Masala und Zitronensaft kommen erst ganz am Ende in den Topf, weil sie Duft und Frische liefern sollen und nicht totgekocht werden dürfen. Die trockenen Gewürze röstest du dagegen nur etwa eine Minute an, damit sie nicht verbrennen.